Mo, 10:29 Uhr
23.04.2012
Der Jazz und die Geige
Am 28. April 2012 steht die Geige im Mittelpunkt des nächsten Jazzfrühlingkonzertes in der Cyriaci-Kapelle in Nordhausen. In Transit heisst das neue Album des Schweizer Geigers Tobias Preisig. Und der Titel ist gut gewählt. Preisig musiziert in Grenzbereichen, er reisst sein Instrument aus dessen vertrauten Umfeld und lockt es in neue Gebiete...
Der Jazz und die Geige (Foto: privat)
Mit seinem zweiten Album unter eigenem Namen befreit er seine Hörer von der Vorstellung, die Geige sei das edle Instrument der Klassik. Stattdessen holt er urbane und expressive Sounds aus ihr hervor, die ihr nur in der experimentellen Musik zugestanden werden. Auf In Transit macht Preisig die Violine zur poetischen Leadstimme seines Quartetts. Da seufzt sie sehnsüchtig wie die Sängerin in einem osteruopäischen Volkslied, dort flucht sie angespannt wie der Kriminelle auf seinem Weg durch eine Grosstadt, und selbst aus Leonard Cohens vielgespieltem Hallelujah holt Preisig ein verletzliches Stück Leben.
Das ist auch das Verdienst der Band mit Stefan Aeby (piano), André Pousaz (bass) und Michi Stulz (drums), Musiker, die grossen Wert auf Sounds und Interplay legen. Das macht In Transit erst zum zeitgenössischen Jazz, der den Übergang von der Melancholie zum Experiment vertont.
Die Versorgung ist wie immer mit Getränken und Fettbrot mit Gürkchen abgesichert. Mit einem Jazz hat´s freut sich der Jazzclub Nordhausen auf seine Besucher.
Autor: nnz
Der Jazz und die Geige (Foto: privat)
Mit seinem zweiten Album unter eigenem Namen befreit er seine Hörer von der Vorstellung, die Geige sei das edle Instrument der Klassik. Stattdessen holt er urbane und expressive Sounds aus ihr hervor, die ihr nur in der experimentellen Musik zugestanden werden. Auf In Transit macht Preisig die Violine zur poetischen Leadstimme seines Quartetts. Da seufzt sie sehnsüchtig wie die Sängerin in einem osteruopäischen Volkslied, dort flucht sie angespannt wie der Kriminelle auf seinem Weg durch eine Grosstadt, und selbst aus Leonard Cohens vielgespieltem Hallelujah holt Preisig ein verletzliches Stück Leben.Das ist auch das Verdienst der Band mit Stefan Aeby (piano), André Pousaz (bass) und Michi Stulz (drums), Musiker, die grossen Wert auf Sounds und Interplay legen. Das macht In Transit erst zum zeitgenössischen Jazz, der den Übergang von der Melancholie zum Experiment vertont.
Pressestimmen
- Jazz und Geige? Aber ja doch. Vor allem, wenn man so musiziert wie Tobais Preisig. Christoph Giese, Jazzthing
- Der Geiger Tobias Preisig, der sein Quartett beim Freiburger Jazzkongress vorstellte, muss gefeiert werden. (…) Preisig legt enormen Drive an den Tag, wenn er mit erfinderischer Bogentechnik der Geige neue Sounds entlockt.Reiner Kobe, Badische Zeitung
- Über allen Regungen schwebt und oszilliert die Geige von Tobias Preisig, der das im Jazz seltene Instrument in eigenem Gestus mit der akustischen Rhythm-Section in Einklang bringt. Pirmin Bossart, JAZZ’N’MORE
Die Versorgung ist wie immer mit Getränken und Fettbrot mit Gürkchen abgesichert. Mit einem Jazz hat´s freut sich der Jazzclub Nordhausen auf seine Besucher.



