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So, 17:18 Uhr
22.04.2012

Das würde mich mal interessieren...

Wenn ich so durch die Lande fahre und das ist nicht selten, dann komme ich zu der Erkenntnis, dass es in keiner Region so stinkt, wie in Nordhausen. So beginnt eine Mail, die ein Leser der nnz jetzt der Redaktion schickte...


Dabei zählt doch Nordhausen nicht unbedingt zu einer solch ländlichen Region wie zum Beispiel das Allgäu, oder Mecklenburg-Vorpommern. Hier riecht man da und dort durchaus, dass hier Viehhaltung betrieben wird, nur das einem die Haare aus der Nase fallen, so stinkt es dann dort doch nicht. Im Gegensatz zu Nordhausen ist es aber nach meiner Auffassung schon weit mehr als nur eine Geruchsbelästigung. Hier handelt es sich um einen bestialischen und unzumutbaren Gestank, der sich über die gesamte Stadt ausbreitet. Interessant wäre da ja noch, ob in dieser Wolke auch Schadstoffe enthalten sind! Was wird uns da im Detail überhaupt zugemutet?

So ganz schwach habe ich noch einen Zeitungsartikel aus dem vergangenen Jahr im Kopf, wo es hieß: „Es fehlt nur noch ein einziger Test und das dafür notwendige Wetter und alles wird gut.“ Denn angeblich sei beim Urheber des Gestanks eine neue Filteranlage installiert worden. Nur stellt sich mir heute die Frage, wird die Filteranlage nicht ausreichend gewartet, oder gibt es sie gar nicht. Denn diese Zweifel sind doch wohl nicht unberechtigt in Anbetracht des Gestanks in und über unserer Stadt. Ich möchte hier von den Verantwortlichen in Sachen Umwelt, gern verbindlich erfahren, was ist zumutbar und was nicht? Denn so wie es gestern 21.04. wieder gestunken hat, das kann auf keinen Fall mehr zumutbar sein!

Haben denn die Geruchsnerven der dafür Verantwortlichen schon versagt, oder dürfen sie das nicht mehr riechen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verursacher z.B. am Stadtrand von München, Dresden, oder in der Nähe des Bundeskanzleramtes mit der so funktionierenden Filteranlage, wie in Nordhausen, eine Betriebserlaubnis erteilt bekäme. Über eine Stellungnahme aus dem Rathaus und dem Landratsamt zu meinen Fragen wäre ich sehr dankbar.
Jochen Kleemann

Hinweis der Redaktion: Wir haben die Meinung des Lesers an die Pressestellen im Rathaus und der Kreisverwaltung weitergeleitet.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
VGF
22.04.2012, 17:54 Uhr
Hier stinkt es ...
... manchmal auch.
Lieber Herr Kleemann, so weit scheinen Sie nicht gefahren zu sein.
In Soltau z.B. stinkt es manchmal viel mehr als in Nordhausen. Also subjektiv. :-)
TeeEff
22.04.2012, 17:58 Uhr
Absolute Zustimmung!
Besonders wenn man mal ein paar Tage weg aus der Gegend war fällt es einem wieder besonders auf. Nicht nur das es regelmäßig unheimlich stinkt, sondern eigentlich mehr oder weniger meist unterschwellig dauernd.
Man erkennt die Heimat sozusagen am Geruch.

Silage...Schweinemast...gruselig!
Die Gegend am Marktkauf ist ganz besonders betroffen, ansonsten liegts an Windrichtung, Bebauung und Wetterlage wo mans in der Stadt "geniessen" kann.
Peter59
22.04.2012, 19:10 Uhr
Geruch und Bodenbelastung?
Ich kann mich den Feststellungen von Herrn Kleemann und TeeEff nur anschließen. Ich vermute aber jetzt schon, dass es hierzu keine zufriedenstellenden Auskünfte geben wird- von keinem der Ämter... Ich könnte wetten, dass sich bald "Betriebsangehörige" melden, die dem energisch widersprechen. Nach meinem Erkenntnisstand war das auch schon Thema beim Petitionsausschuss in Erfurt.

Ergebnis gleich Null, nicht ganz, ein paar avisierte Filteranlagen, die alles bessern sollen. Das Ergebnis ist wohl ganz und gar nicht befriedigend. Es gibt hier scheinbar eine Lobby für diesen Gestank, da kann niemand ran... Ich gehe auch davon aus, dass das Ausbringen von Gülle auf die Nutzflächen bzw. der Abbauprodukte aus Biogasanlagen nicht gerade förderlich sind. Mutierende Colibakterien sind doch was Feines. Und wenn keine Argumente mehr vorliegen, kommt wieder der Appell, dass Bratwürste sonst viel teurer wären und Schweinefleisch auch jeder essen will...

Habe ich persönlich alles schon gehört, auch von "exponierten Persönlichkeiten". Das ist eine heilige Kuh bzw. ehr ein heiliges Schwein, was da geschlachtet werden soll, wird sich keiner die Finger dran verbrennen.

Aber wir haben ja neu gewählt, da wird alles gut!:=)
H.Buntfuß
22.04.2012, 19:11 Uhr
Vor Jahren schon........
habe ich das in dieser zeitung angeprangert, als antwort bekam ich zum teil arge beschimpfungen zu hören. die „STINKEFIRMA“ würde ja schließlich arbeitsplätze schaffen. sie sorgt dafür, dass leute in der region arbeit haben, es fragt aber niemand nach den bedingungen.

die maßgeblichen möchte gern politiker haben eben einfach keine courage etwas zu unternehmen, da wird sich auch nach dieser wahl nichts ändern. der GESTANK ist schon zum MARKENZEICHEN von nordhausen geworden. Früher war es mal der korn,heute der gestank.
Klam
22.04.2012, 19:56 Uhr
Stinkefirma
Ich kann dem o.g. Beitrag nur zu stimmen.
Vor einiger zeit regte ein User an das Stadtwappen zu ändern. mit einem Schwein. Leider war er nur durchreisender und vom Gestank angetan. Das Wappen von NDH hat einen Blechhelm und keinen Roland.
Mein Vorschlag ein Stern mit den vier Himmelsrichtungen und oben auf die fünfte Windrichtung "van ASTEN".

Wir müssen uns nicht mit anderen vergleichen nur weil es da auch stinkt.
Wäre der Betreiber ein heimischer, dem hätte das Amt schon mit sämtlichen Umweltauflagen zu Gemüllt !
Sind es so viele Arbeitsplätze? in einer modernen Mastanlage wohl kaum.
Wobei es jeden Arbeitsplatz zu erhalten gilt.
Ich lasse auch die schnippischen ausreden
" SCHWEINESTEAKE" will jeder fressen nicht gelten.
Es gibt andere Möglichkeiten, nur die kosten Geld. Und das muss der Betreiber endlich in die hand nehmen.
Hans Hofer
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