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Fr, 11:07 Uhr
20.04.2012

Band durchschnitten

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Nordhausen (SWG) beendet noch im April die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude Gumpertstraße 1. Heute wurde schon mal ein gelb.schwarzes Band zerschnitten...

Neues Out-und Infit (Foto: nnz) Neues Out-und Infit (Foto: nnz)

Das Fachwerkgebäude Gumpertstraße 1 zählt zu den ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt Nordhausen. Es wurde unter Verwendung zahlreicher Hölzer eines älteren Gebäudes des 16. Jahrhunderts in der Bausaison des Jahres 1644 oder wenig später errichtet. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde das Haus ständig um- und ausgebaut bzw. verändert. Die ältesten erhaltenen Ausstellungsstücke des Wohnhauses stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Besitzergeschichte lässt sich archivarisch bis in die 1860er Jahre zurückverfolgen. Hauptsächlich Handwerksmeister, wie Böttcher, Schlosser, Schneider waren die Nutzer des Hauses. Der ehemals vorhandene kleine Laden wurde erst um 1900 eingebaut. Die Baugeschichte des Hauskellers widerspiegelt den beein-druckenden Zeitraum von mehr als 350 Jahren.

Band zerschnitten (Foto: nnz) Band zerschnitten (Foto: nnz)

Das Gebäude stand bereits vor 1990 leer und befand sich in einem so schlechten Bauzustand, dass vom Abbruch der Wohnhausanbauten und des im Hof liegenden Lagergebäudes ausgegangen wurde. Ein Verkauf gestaltete sich absolut unmöglich.

Dem gelungenen Kampf um Fördermittel gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadt Nordhausen ist es zu verdanken, dass wir heute auf eine gelungene Rettung wertvoller Historie blicken können. Viel konnten wir nicht von der alten Bausubstanz retten, einiges konnte jedoch wieder in das Gebäude einfließen.

Ausguck (Foto: nnz) Ausguck (Foto: nnz)
Rinke, Franke

Mit der Investition von rund 600.000 Euro möchte die SWG wiederholt auch ein Zeichen setzen für die Nordhäuser Altstadt. Noch vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurden umfangreiche bauhistorische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Die Dokumentation des alten Baubestands war Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung und zugleich Grundlage für unsere Bauplanung. "Wir haben gute Kompromisse zur Einhaltung der Bauvorschriften und zur Umsetzung unserer Ideen gefunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zeigt, dass sich derartige Investitionen durchaus lohnen können", so SWG-Geschäftsführerin Carola Franke heute.

Das Gebäude verfügt heute über drei Wohnungen mit insgesamt 220 Quadratmeter Wohnfläche. Für die Städtische Wohnungsbaugesellschaft ist die Sanierung von Wohnraum kein Neuland. Jedoch ergeben sich gerade im denkmalgeschützten Altbaubestand besondere Anforderungen. Wir standen vor der Aufgabe, die Erhaltung der historischen, denkmalgeschützten Bausubstanz mit modernem, zeitgemäßem Wohnen zu verbinden. Ich glaube, dass uns das gelungen ist.

Ursprünglich verfallen, wurde hier in enger Zusammenarbeit mit den Planern, Denkmalschützern und den Baufirmen ein weiteres Stück Altstadt gerettet.
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
20.04.2012, 11:36 Uhr
Sehr schön...
... nur bitte nicht aufhören, es gibt noch jede Menge solcher Häuser in der Altstadt.
Wolfi65
20.04.2012, 13:53 Uhr
Eine Stange Geld
für ein historisches Haus, welches nach eigenen Angaben keinen Käufer finden wollte.
Das nächste Denkmal wird wieder 600 tausend Euro kosten und vielleicht noch mehr.
Wie war das noch einmal mit den Finanznöten der Stadt, um Kindergärten und Schulen zur sanieren?
Was kostet das Wohnen in der Platte für eine Vielzahl von Jungen Familien, welche dringend preiswerten Wohnraum benötigen?
Wo ist die Partei der Linken, wenn für wenige Wohnobjekte so viel Geld herausgeworfen wird?
Mit kostenintensiven Gruß
Iffland
20.04.2012, 22:45 Uhr
Zeichen setzen für die Altstadt
Das die Wiederherstellung alter Häuser mehr Geld kostet als Abriss und Neubau mag vielen bekannt sein. Was wäre Nordhausen ohne seine Investoren und Freunden der alten Baukunst. Ich möchte an dieser Stelle an die ganzen alten Häuser aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts erinnern, die 1990 nur Abriss reif waren und von dem Münchner Invester Andreas Lesser wieder saniert wurden und nun zur Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung gehören. Darunter der Tabakspeicher und anliegende Restaurants.
Zuletzt die große Investition von Familie Stritzel welche das Eckgebäude der Bäckerstr. sanierte und neben Wohnungen auch ihr Geschäft dort einbrachten. In der Altstadt, das Felix ein beliebtes Ausflugsziel wieder raus geputzt von Axel Heck Immobilien. Letzterer hat auch das ganze Areal des ehemaligen RFT wieder ansehnlich gestaltet. Ich hoffe das Herr Heck noch viel Kraft für Nordhausen hat!
@Wolfi65 wo wären diese Gebäude heute, wenn man hier nicht mit Herz gedacht, sondern nur mit kleinem Geldbeutel gearbeitet hätte. Schauen Sie sich das große Areal an, zwischen Bäcker- und Kranichstraße. So sieht es aus, wenn man Immobilienspekulanten das Feld überlässt.
Natürlich gibt es weitere Beispiele, wo viel Herzblut und Geld investiert wurde, so jüngst das Cafe-Restaurant Brandenburg, oder Foto-Atelier Veit in der Stolbergerstraße.
Die Altstadt braucht neues Leben und das geht leider nicht mit sparen.
Pe_rle
21.04.2012, 13:07 Uhr
Iffland
an der Bäcker und Kranichstrasse sind aber nicht nur Immobilienspekulanten Schuld.Zu dieser Zeit als da gebaut werden sollte war ja schon Frau Rinke SPD Oberbürgermeisterin.

Und Sie erklärte damals vollmundig was da alles so entstehen sollte,wie gesagt sollte,oder wie sagt man doch heute in der Nordhäuser SPD "Das haben wir gemacht"

Gebaut wurde ja bekanntlich bis heute nichts.
Iffland
21.04.2012, 14:06 Uhr
@Per_le Innerstädtisch
da will ich Ihnne nicht wiedersprechen! Wollte auch nir auf die privaten Investoren hinweisen und gleichzeitig danken, sowie darauf aufmerksam machen, das erhaltung in der Stadt meisten mehr kostet, als ein Neubau auf der Wiese.
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