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Mi, 13:27 Uhr
18.04.2012

Gedenken in Ellrich

Anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des KZ-Außenlagers „Juliushütte“ fand gestern eine Gedenkveranstaltung statt. Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, eröffnete diese und übergab das Wort an Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, der ganz besonders Herrn Zoni Weisz begrüßte....

Gedenken in Ellrich (Foto: G. Schröter) Gedenken in Ellrich (Foto: G. Schröter)

Im Anschluss hielt General a.D. Louis Garnier eine bewegende Rede. Unter den Ehrengästen waren auch ehemalige Häftlinge des Außenlagers „Juliushütte“ sowie Mittelbau-Dora und Zoni Weisz aus Holland. Wir erfuhren, dass die Mutter und die Geschwister des Herrn Weisz in den Gaskammern des KZ „Ausschwitz“ ermordet wurden. Sein Vater überlebte zunächst, er kam im August 1944 über Buchenwald und Dora in das Außenlager „Juliushütte“, wo er im November 1944 an den Folgen der unmenschlichen Zwangsarbeit starb.

Auch in diesem Jahr legten Bürgermeister Ehrhold, sowie der Vertreter der Samtgemeinde Walkenried, Dieter Haberland, gemeinsam einen Kranz nieder (Bild). In einer sehr bewegenden Zeremonie wurde durch die Angehörigen, der in Ellrich ums Leben gekommenen Häftlinge gedacht.

Ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald, Mittelbau-Dora und Juliushütte verneigten sich am Dienstagnachmittag in Trauer und Respekt vor dem Gedenkstein eines Arbeitslagers, das zu den barbarischsten der Nazis zählte. Sie und viele Bürger sowie Vertreter der Parteien, legten im Gedenken an die Ermordeten Kränze und Blumen nieder. Mit einer Schweigeminute wurde der vielen umgekommenen Häftlingen gedacht.

In diese Schweigeminute wurden auch all diejenigen mit einbezogen, die maßgeblich durch ihr Wirken an diesem Gedenkort dazu beigetragen haben, dass dieser nicht in Vergessenheit gerät. Für alle Anwesenden, die an der Gedenkveranstaltung teilnahmen, war es ein historischer und ergreifender Moment, als sich die Überlebenden vor dem Gedenkstein aufstellten.
Gisela Schröter
Autor: nnz

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