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Mo, 15:03 Uhr
09.04.2012

Unterwegs in Nordhausen

Am "GRÜN"EN-Donnerstag informierten sich Christian Darr und John Dauert über die Entwicklung des Südharz-Tourismus im Landkreis Nordhausen. Begleitet wurden die Beiden dabei vom Wahlkreisabgeordneten und tourismuspolitischen Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Dirk Adams...


Im Gespräch mit den regionalen Akteuren im Tourismus wurde deutlich, dass Blockadehaltung und Konzeptlosigkeit der Entwicklung der Südharzer Region in den letzten 20 Jahren erheblich geschadet hat. Während im Hainich mit seinem Nationalpark oder im Biospärenreservat Rhön die Vermarktung der Region erfolgreich angeschoben werden konnte, hat sich im Thüringer Südharz vergleichsweise wenig getan.

Der vor einem Jahr gegründete Naturpark Südharz steht jetzt vor den enormen Herausforderungen. Mit Initiativen zur Qualitätsverbesserung in den vorhandenen Beherbergungsbetrieben, der Ausbildung von Naturpark- und Landschaftsführern und zur Verbesserung der Wanderwege wurden zwar wichtige Themen angegangen, berichtete Andre Richter vom Südharzer Verkehrsverband. „Allerdings können bei der aktuellen personellen und finanziellen Ausstattung des Naturparks kaum richtungsweisende Impulse gegeben werden,“ ist sich Dirk Adams sicher.

„Andere Thüringer Naturparke wie der Kyffhäuser, Thüringer Schiefergebirge oder Eichsfeld-Hainich-Werratal haben jetzt einen Vorlauf von 20 Jahren, sind gut vernetzt und können Naturparkentwicklung vorleben,“ findet Adams. Grundlage dafür war ein eigenes Haus in der Region, in der Aufgaben der Umweltbildung und Maßnahmen der Landschaftspflege miteinander verbunden wurden. John Dauert spricht sich deshalb auch vehement dafür aus, ein Naturpark-Haus in der Region zu etablieren. „Wir brauchen dieses Zentrum in der Region, dass sowohl ein touristischer Magnet sein muss aber eben auch unabhängiger Projektentwickler für die Region,“ ist sich der GRÜNE Kandidat Dauert sicher.
Unterwegs in Nordhausen (Foto: privat)
Unterwegs in Nordhausen (Foto: privat)
Unterwegs in Nordhausen (Foto: privat)
An ein alternatives Kulturprojekt, die "Kulturkonditorei", welches sein Domizil in einer ehemaligen Bäckereigeschäft gefunden hat, übergab Dirk Adams einen Scheck über eine Zuwendung in Höhe von 100 Euro. Mit diesem Geld soll die Anschaffung von künstlerischem Material unterstützt werden. "Ich finde die Idee der jungen Leute super. Zum einen kann sich hier an unterschiedlichen künstlerischen Techniken ausprobiert werden. Zum anderen kommt damit auch wieder Leben in einen Bereich der Altstadt, der in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde", erklärt Dirk Adams hierzu.

Darrs Standpunkt: Hier wird die Belebung der Nordhäuser Altstadt ganz praktisch vorgemacht. In Zukunft sollte neuen und unkonventionellen Ideen noch mehr Raum gegeben werden. Die Kulturkonditorei hat bereits jetzt deutliche Impulse für die gesamte Altstadt gesetzt.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Nordhäuser Altstadt machten die BÜNDNISGRÜNEN auch Halt beim Südharzer Fachwerkzentrum im Altentor 48. Vereinsvorsitzender Thomas Müller machte bei der Führung durch das historische Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert deutlich, um welches Kleinod es sich hier handelt. Mit einer repräsentativen Bohlendecke, einer historischen Bäckerei und einem 6 m tiefen Brunnen im Keller ist das Haus ein wichtiges Stück erhaltenswerter Nordhäuser Stadtgeschichte.

Der Verein hat das Haus allerdings nicht nur vor dem drohenden Abriss bewahrt, sondern setzt sich neben der Erhaltung des Gebäudes auch für den Aufbau einer regionalen Börse für historische Baustoffe ein. Erstes Beispiel für die Arbeit des Vereins ist die Rettung in Nordhausen produzierter Ziegel vom Dach eines anderen Gebäudes in der Altstadt. Diese sollen jetzt weiterverwendet werden. „Mit dem symbolischen Verkauf der Dachziegeln soll die kommende Sanierung finanziert,“ informiert Thomas Müller.

Mit dem Kauf eines Traufziegel machte Dirk Adams von dem exklusiven Angebot spontan Gebrauch. Ganz praktisch dagegen sehe ich mein Engagement, denn ich möchte mich als Neumitglied im Verein zukünftig an der praktischen Sanierung beteiligen.
Autor: nnz

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