Kommentare
ANS_Norm
03.04.2012, 12:31 Uhr
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Hans Dittmar
03.04.2012, 15:30 Uhr
Störung der Gedenkfeier
Es ist schon traurig, dass man nicht ohne Polizeiaufgebot eine Gedenkfeier in Nordhausen durchführen kann. Wer dies miterlebt hat, dieses Erschrocken sein. Stadtratsmitglied der NPD rannte auf Frau Rinke zu, vermutlich um ihr den Kranz wieder zu entreißen, Ordnungskräfte aber auch Dr. Zeh gingen sofort dazwischen, letzterer streckte schützend die Arme vor die Oberbürgermeisterin.
Das ist kein Wahlkampf!!! Das ist gesunder Menschenverstand und sekundenschnelles Handeln aller Beteiligten um schlimmeres zu verhindern.
ANS_Norm
03.04.2012, 16:02 Uhr
Und noch einmal...
Schaut euch das Video genau an. Eure Geschichte bröselt..
NDHler
03.04.2012, 16:57 Uhr
Eine Schande ist das!
Ich denke mal, dass jetzt jeder kapiert hat warum die Stadt ein Film und Fotoverbot verhängt hat. Die Schande wäre noch größer wenn unsere Stadt jetzt auch noch in diversen NPD Foren mit dieser Aktion zu sehen wäre. Diese ewig gestrigen gehört es zu bekämpfen. Jeder Volldepp, der diese Leute wählt, sollte sich ernsthaft hinterfragen!
Retupmoc
03.04.2012, 17:06 Uhr
Vorfristig
Ja, denn anscheinend wusste man schon einen Tag vorher was passiert. Interessant. Ist ja eigentlich auch klar. Wenn man eine Gedenkfeier macht, und man darf keinen Kranz hinlegen. Ich frage mich, was wäre gewesen, wenn man als Privatperson einen Kranz niedergelegt hätte? Zum Beispiel für einen durch amerikanische Tiefflieger nach dem eigentlich Bombardement getöteten Angehörigen. Ob der Kranz auch zurückgegangen wäre? Nicht das wir uns falsch verstehen - ich bin keineswegs für Rechte. Nur irgendwie ist hier etwas faul.
abc123
03.04.2012, 17:27 Uhr
Toleranz ist keine Einbahnstraße
Ich finde es immer wieder interessant, auf welcher Art und Weise in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird. Es ist langsam ein alter Hut aber es ist nunmal eine Tatsache, dass die Neo-Nazis die selben Rechte inne haben, wie alle anderen Veranstaltungsteilnehmer auch. Wenn kein Weg gefunden wird, die NPD zu verbieten bzw. Rechtsextreme von solchen Veranstaltungen von vornherein auszuschließen, muss man ihnen diese Rechte einfach anerkennen und gewähren.
Die Toleranz, die die Gesellschaft von Rechtsextremisten stetig abverlangt, muss auch von der Gesellschaft selbst gelebt werden. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die eine andere Meinung als die eigene vertreten. Man muss die Meinung nicht unterstützen oder befürworten aber man muss ihr Vorhandensein akzeptieren.
Zum Thema Weiße Rosen: Von einem generellen Verbot andersartiger Blumen habe ich in keinem der von der Presse veröffentlichten Artikel etwas gelesen. Die Bevölkerung wurde lediglich darum gebeten, weiße Rosen mitzubringen. Auch Herr Jendricke sagte in seinen Einführungsworten nichts von einem Verbot anderer Blumen. Er sagte lediglich, dass nur Blumen und keine Transparente oder ähnliches zulässig sind. Ich bin jetzt im nachhinein ja richtig froh, dass gegen die Frau die ein Stück vor mir stand und die verschieden-farbige Tulpen mitgebracht hatte nicht auch noch vorgegangen wurde.
Dass die NPD mit ihrem Gesteck provozieren bzw. polarisieren wollte war ja von vornherein klar. Es muss ihnen trotzdem gestattet werden, mit einem eigenen Gesteck an der Veranstaltung teilzunehmen. (da wären wir wieder beim Thema gleiche Rechte für alle)
Frau Rinke hat den Rechtsextremen mit ihrer Aktion nur in die Hände gespielt, denn sie haben ihr Ziel, öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen, spätestens dadurch erreicht. Ob die Aktion des humpelnden, an einer Krücke gehenden Mannes als Angriff gesehen werden kann, sei mal dahin gestellt. Für mich sah es eher so aus, als ob er sich Frau Rinke lediglich in den Weg stellen wollte, um zu verhindern, dass sie das Gesteck entfernt.
Das in der NNZ verfügbare Video zeigt dies auch recht deutlich wenn man ehrlich ist. Das kann man ihm auch nicht unbedingt verübeln, denn mit welchem Recht entfernt Frau Rinke das Gesteck? Wenn man von einem Angriff spricht dann ging der von dem zweiten Rechtsextremen aus. Warum Herr Ebert (ich habe später erfahren, dass er Herr Ebert heißt, ich kannte ihn vorher nicht) von der Polizei festgesetzt und warum ihm Handschellen verpasst wurden verstehe ich nicht so ganz (vorallem nicht warum sich so viele Polizisten um einen offenbar verletzten Mann "kümmern" müssen) oder erfolgen diese Aktionen neuerdings schon beim Tatbestand der Beleidigung?
Ich als neutraler Beobachter kann dazu nur eins sagen. Hätte man diese Hand voll Neo-Nazis mit ihren fragwürdigen Ansichten einfach ignoriert hätte dies in meinen Augen dem Charakter der Veranstaltung weitaus weniger geschadet, als die durch die verschiedenen Aktionen herbeigeführte Eskalation.
Abschließend möchte ich auf meine Überschrift zurückkommen. Toleranz ist keine Einbahnstraße und jeder von uns sollte einmal genau darüber nachdenken, wie tolerant er wirklich ist. Ich bin keinesfalls ein Sympathisant der NPD aber ich bin der Meinung, dass unsere Demokratie auch diesen Personenkreis aushalten muss.
Pe_rle
03.04.2012, 18:44 Uhr
Gedenken gestört???
das war keine gute Aktion von Frau Rinke.
Ich glaub nicht das man jemanden vorschreiben kann was er für Blumen und Kränze auf einer Gedenkfeuer niederlegen darf.
Damit hat sich die Sozialdemokratie hier keinen guten Dienst erwiesen. Man muß nicht rechts denken um diese Spielchen zu durchschauen.
Da ja diese Bilder über das MDR-Fernsehen gelaufen sind hat auch Herr Jendricke die schwarze Karte gezogen. Er war ja für ein Film und Fotoverbot.
Aber nun war es ja in ganz Europa zu sehen.
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NDHler
03.04.2012, 19:07 Uhr
Verstehe nicht ganz...
Es geht hier nicht um Toleranz, sondern darum, dass eine Partei wie die NPD nicht wahr haben will, dass diejenigen, welche sie vergöttern für das was da im April 1945 geschehen ist mit verantwortlich sind. Ich möchte an diesem Mahnmal keinen Nazikranz sehen. Und vor diesem Hintergrund hat Frau Rinke vorbildlich gehandelt. Ich glaube auch, dass Herr Zeh und alle anderen Kandidaten genauso gehandelt hätten. Da sollten sich alle Nordhäuser einig sein! Mit dieser Geste und vor dem Hintergrund, dass in Nordhausen ein KZ Dora betrieben wurde, war das eine eindeutige Aktion gegen Rechts und gegen das Vergessen!
@ Retupmoc & abc123 ich glaube kaum, dass sie verstehen um was es hier überhaupt geht. Aus ihren Kommentaren kann man das jedenfalls nicht erkennen!
Paulinchen
03.04.2012, 20:09 Uhr
Geschichtsunterricht
für alle die, die noch immer daran glauben, dass die Amerikaner Bomben über Nordhausen abgeworfen haben.
Es ist schon mehr als bemerkenswert, dass es noch Zeitgenossen gibt, die es noch immer nicht begriffen haben, dass es nur die Engländer waren, die Nordhausen, Halberstadt, Dresden u.a.m. bombardiert haben. Wie kann es nur möglich sein, dass jeder Blindgänger der in unserer Stadt entschärft wurde aus England kam? Hier wäre es von Vorteil, sich mal mit der Geschichte unserer Heimatstadt zu beschäftigen. Übrigens – sehr geehrte Frau Rinke, wenn es offiziell bekannt gewesen ist, dass nur Blumen der Farbe weiß heute abgelegt werden, dann ist Ihnen mein Respekt sicher! Sollte dies aber nicht der Fall gewesen sein, dann wäre Ihr Verhalten vielleicht etwas unangemessen, meint Paulinchen.
PS: Ich hege großen Zweifel an der berechtigten Teilnahme der NPD an der Gedenkveranstaltung, da sie ja wohl einen großen Anteil daran hat, dass unsere Heimatstadt 8.800 Opfer beklagen muss.
NDHler
03.04.2012, 20:21 Uhr
@Pe_rle
Sicher haben sie auch einen entsprechenden Gegenvorschlag wie Frau Rinke hätte besser reagieren sollen. Vielleicht mit den Nazis gemeinsam gedenken und diesen im Anschluss lobend auf die Schulter klopfen? Nein, sie hat genau das richtige getan, genauso wie alle anderen es auch getan hätten. Auch Herr Zeh, der sich schützend vor unsere OB gestellt hat verdient Anerkennung!
Aber nun sagen sie doch mal, wie hätten sie als OB reagiert? Was hätten sie besser gemacht, aber bitte nicht wieder ein Herumgehacke auf ihrem Erzfeind Jendricke, das gehört nicht hierher!
TeeEff
03.04.2012, 20:24 Uhr
Welch Pyrrussieg!
"Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern!" - das waren Rosa Luxenburgs Worte, die sie sogar im Gefängnis noch schrieb. Aber das gilt ja heute scheinbar nichts mehr.
Und wenn da der größte Feind kommt und einen Kranz für die Toten niederlegt - man bewahrt Haltung und Contenance. Denn auch er betrauert seine Toten! Aber eben auch dies zuzulassen ist menschlich und vor allem ist es christlich!
Alles andere ist eine zu tiefste Entmenschlichung des Gegners. Und wo das letztlich hinführt...
Die Reaktion war letztlich spätestens mit der Aufnahme des Kranzes und Rückgabeversuch provoziert. Und deeskalierend, oder weitsichtig, dass vielleicht genau das beabsichtigt wurde, ist definitiv anders! Aber etwas das ich von meine politischen Vertretern fordere!
Und die Bilder, wie Mann an Krücken fast niedergestreckt wird, sind für die rechte Propaganda nicht mit Geld aufzuwiegen, genau wie das Herumgegröhle und Schirmgefuchtel bei einer Gedenkveranstaltung alles andere als diesem Anlass würdig ist.
Luftikus
03.04.2012, 21:47 Uhr
Ursache und Wirkung
Man sieht an den verschiedenen Sichtweisen der Komentatoren, das auch hier auf der demokratischen Seite verschiedene Meinungen über den Umgang mit Neonazis vorgeschlagen wird. Natürlich ist es einfacher, einfach wegzusehen, zu dulden das andere mit einen hönischen Lächeln auch Kränze niederlegen.
Muss man mit Regenschirmen den Nazis in den Rücken stoßen oder soll man lieber warten bis die 4-5 Mann ihren Kranz niederlegen. Es ist die typische Frage, die wir uns immer wieder stellen: sollen wir wegsehen und dulden oder von vornherein gegen Rechts eintreten und jeden Anfang im Keim ersticken.
Wir sind nicht irgendeine Stadt, Nordhausen bildet mit seiner Geschichte einen Sonderstatus. Wir haben hier einen Luftwaffenstandort gehabt, das "Kampfgeschwader General Wever 252". Wir waren also seit den 1930er Jahren Garnisionsstadt, deren Flugzeuge Bomben auf Städt warfen, z.b. Antwerpen, wir haben im nahegelegenen Kohnstein die Vergeltungswaffe V1 und V2 produziert, mit denen wir englische Städte bombardierten und bei deren Produktion ca. 20.000 Häftlinge ums Leben kamen. Ca. 30.000 Zwangsarbeiter waren in Nordhausen, fast so viel wie die Einwohnerzahl der Stadt selbst betrug. Diese Stadt war nicht nur einfach eine schöne Fachwerkstadt im Harz, welche am 3. und 4. April bombardiert wurde, sie war ein wichtiger Rüstungsstandort!
Nach dem Wiederaufbau dieser Stadt aus den Trümmern der Apriltage von 1945, haben sich die Einwohner geschworen, das kein Nazi jemals diese Stadt wieder ins verderben bringen soll.
Es ist daher mehr also lobenswert, das Frau Rinke als Oberbürgermeisterin die Courage besitzt diesen Kranz zu entfernen, um mit dieser Handlung schon den Keim zu ersticken. Politisch hat Sie das kurz vor der Rente nicht nötig.
die lange
04.04.2012, 04:17 Uhr
tolleranz?
was war denn das ziel der npd mit dem niederlegen eines kranzes?
anders sein, als alle anderen?
abrücken von dem symbol der geschwister scholl?
mit einer aufschrift auf der schleife den "absender" hinterlassen?
und mehr noch: mit der aufschrift die schuld den alliierten zuweisen? - na bravo!
ursache und wirkung!
aus dem video entnehme ich persönlich einen wirklich guten einsatz der "schreienden bevölkerung" und von frau rinke!
was ich allerdings zugegebener maßen nicht kenne, ist "die absprache im vorfeld" die erwähnt wird. heisst für mich: es wurde angekündigt, dass nichts anderes als blumen - mgl. weisse rosen - erwünscht sind.
damit ist für mich klar, dass der kranz eine reine provokation war.für mich immer noch ein klares: hut ab vor frau rinke und... schön, dass sich manche in stresssituationen outen.... da sieht man das wahre gesicht!
hätte der herr an der gehhilfe etwas ändern wollen an der situation, hätte er reden können... REDEN STATT REMPELN?
NDHler
04.04.2012, 07:39 Uhr
@TeeEff
Der Mann mit den Krücken war aber am Ende des Videos wieder ziemlich agil, als er nicht mehr im Focus der Kameras stand...
Es ist richtig, dass diese rechte Propaganda im Keim erstickt wurde und zwar gemeinsam, Parteiübergreifend!
Esmeralda
04.04.2012, 08:08 Uhr
Wie's gemacht, so ist' verkehrt...
Bisher war ich nur Leser der nnz- online. Aber hier kann ich mir einen Kommentar beim besten Willen nicht verkneifen. Erst mal an Frau Ob Rinke: Hut ab, sie haben meinen vollen Respekt.An alle anderen Kommentatoren: stellt euch vor, Frau Rinke hätte den "braunen" Kranz akzeptiert... Was wäre dann für eine Diskussion gewesen.
Es ist nun leider passiert: die haben ihren Auftritt als "Opfer" gehabt. Aber man merkte auch, dass sich viele Nordhäuser einig sind. Und nur so kann man sich gegen solche Leute wehren.
Retupmoc
04.04.2012, 08:11 Uhr
Gesetze
Man kann zu Links oder Rechts stehen, wie man will. Aber in diesem Land gelten Gesetze. Schauen wir also auf die Fakten:
Es war eine öffentliche Veranstaltung. Der Platz war frei zugänglich und jede Person hatte das Recht den Platz zu betreten. Das weisse Rosen gestreut werden sollten stand in der Zeitung. Dies ist ein Hinweis gewesen und keine polizeiliche Anordnung.
Es gab ja auch Menschen die Tulpen niedergelegt haben. Solange also nicht durch Gegröle, Parolen oder Hetze auf den Kranzschleifen der Charakter der Veranstaltung gestört wird, ist erst einmal alles legal. Und jetzt kommen wir dann zu den Verstößen gegen das Gesetz.
Dürfen Linke mit bunten Schirmen andere Bürger attackieren? Was sollen bunte Schirme auf einer Gedenkveranstaltung. Darf man das Eigentum anderer Bürger von der Stele wegnehmen? Was wäre gewesen, wenn ich (kein Rechter oder Linker) einen Kranz niedergelegt hätte?
Ich sehe das so, das gestern von BEIDEN Seiten der Stadt Nordhausen ein schwerer Schaden zugefügt wurde. Die Wegnahme des Kranzes und die Schirme waren eine Provokation die die Stadt (Rinke) nicht nötig hatte. Wenn man die Rechten nicht haben will, macht man entweder eine geschlossene Veranstaltung daraus oder man erteilt den betreffenden Personen im Vorfeld eine Platzsperre. So ist die Aktion wie schon einige Vorredner sagten nur Wasser auf die rechten Mühlen. Frau Rinke hat der Demokratie einen Bärendienst erwiesen.
Und wissen Sie, was dabei untergegangen ist? Das Gedenken an die tausenden Toten, egal ob von Nazis oder Alliierten getötet. Und das, meine Damen und Herren, ist sehr traurig. Die Menschen, die so viel Leid erfahren mussten hätten mehr Achtung verdient, als ein unsinniges Parteigerangel.
I.H.
04.04.2012, 09:21 Uhr
Chapeau Frau Rinke!
Wer hinter dieser Handlung nur Parteiengerangel sieht ist einfach nicht in der Lage die Komplexität des Zusammenhanges zu erkennen. Die NPD ist keine demokratische Partei auch wenn die Demokratie eine NPD, zumindest aktuell, zuläßt.
Ich bin stolz auf die demokratischen Parteien meiner Stadt, weil sie kein Parteiengerangel im Zuge dieses Anlasses veranstalten. Im Gegenteil sie stehen endlich mal alle geschlossen gegen diese Operetten-NPDler, die bewußt provozieren und die die Geschichte auf den Kopf stellen wollen.
Danke Frau Rinke, dass Sie diesen Leuten mit Ihrer Handlung die biedere Maske vom Gesicht gerissen haben. Demokratie muss sich auch wehren und Sie haben sich gewehrt, Hut ab!
Dieter
NDHler
04.04.2012, 09:29 Uhr
@Retupmoc
Lesen sie sich doch einmal die genauen Abläufe der Geschehnisse an bzw. schauen sie sich das Video genau an. Gegen welches Gesetz hat Frau Rinke denn ihrer Meinung nach verstoßen. Der Nazi durfte doch seinen Kranz niederlegen und kurz gedenken. Frau Rinke hat abgewartet bis er damit fertig war.
Erst dann hat sie als Stadtoberhaupt das Recht wahrgenommen den Kranz wieder zu entfernen und wollte diesen den Nazis wieder zurück geben. Dabei wurde sie tätlich angegriffen und massiv bedroht. Wer hat denn jetzt hier gegen welches Recht verstoßen? Die Nazis, die nicht nur mit Gewalt drohten sondern diese auch anwandten und mit brennenden Autos drohten oder unser Stadtoberhaupt welche lediglich einen Kranz vom Mahnmal entfernte? Ich jedenfalls sehe keinen Rechtsverstoß unserer Oberbürgermeisterin aber jede Menge Zivilcourage!
Retupmoc
04.04.2012, 10:02 Uhr
@NDHler
Muss ich Ihnen Demokratie erklären. Erst einmal würde ich an Ihrer Stelle Bürger nicht als Nazis bezeichnen. Nazis haben Millionen Menschen umgebracht, sie in Lager gesteckt usw.! Nazis haben Kriege gegen andere Länder geführt. Ich bezweifle jetzt einmal ganz stark, das auch nur einer der Personen aus Nordhausen dies auch getan hat. Wenn - dann sind es Symphatisanten der rechten Szene.
Ich persönlich bin auch für ein Verbot der NPD. Solange dies aber nicht in dem Gesetzbuch der BRD steht hat auch ein Mitglied dieser Partei das gleiche Recht, wie jeder andere Bürger. Solange er nichts gegen geltende Gesetze tut. Einen Kranz niederzulegen, dürfte gegen kein Gesetz verstoßen. Eher wenn man bunte Schirme aufspannt, um jemanden daran zu hindern.
Wenn Frau Rinke dann den Kranz wegnimmt, muss sie das konsequenterweise auch mit dem anderen Kranz tun, der dort schon lag. Oder die anderen Blumen, die nicht weiss waren. Hätte man den Kranz liegen gelassen und 30 Minuten später entfernt, wäre es auch gut gewesen. Nein - man muss Nordhausen auf diese Art in die Medien bringen.
Und das da Leute mit bunten Schirmen waren zeigt mir auch das die Aktion geplant war. Eine Aktion der Linken, die vor 30 Jahren in diesem Land noch Stasi und Schießbefehl unterstützt haben. Die dürften nämlich dann auch nicht auf dem Platz sein. Nur mal so gesagt... Weil - das dürfen wir dann auch nicht vergessen, diese Mauertoten
NDHler
04.04.2012, 10:23 Uhr
Lesen
sie den Beitrag von Herrn Schroepke, der bringt es mit wenigen Worten auf den Punkt. Vielleicht verstehen sie es dann! Wenn nicht kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen!
Retupmoc
04.04.2012, 12:10 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Geschichtsunterricht Paulinchen
nur soviel zur Korrektur des Abschlußsatzes: Die NPD selbst hat ja wohl auch keinen Anteil an den Toten der Stadt Nordhausen.
kati0074
04.04.2012, 16:24 Uhr
Gedenkfeier
. Es war ja zum Gedenken der Opfer des Bombenangriffes....(öffentl.veranstaltung)....die Rechten waren dafür verantwortl. was damals geschehen ist,aber einen Kranz niederzulegen,sagt doch auch,das man den Opfern Respekt zollt.
Alle die von der NPD da waren, haben vor 67 Jahren nicht gelebt und haben nur einen Kranz niedergelegt. Ob sie das ernst gemeint haben wissen nur diese Menschen.
Deutsche Politiker reisen auch nach Jerusalem....was war denn damals in den KZ´s...? Nimmt dort ein Politiker den Kranz weg und gibt ihn zurück??? Ich habe das noch nie im TV gesehen,oder irgendwo gelesen.
Ich bin weiß Gott nicht Rechts eingestellt. Aber die Reaktion von OB Rinke fand ich nicht in Ordnung...
Jeder hat das Recht, der vielen Opfer dieser schrecklichen Bombennacht zu gedenken. auch Menschen, die anders denken und ein verklärtes geschichtsverständnis haben. Solange auf diesem Kranz keine verfassungsfeindlichen Symbole oder Hetzparolen draufstehen, sondern nur "in Gedenken der Opfer",hätte man nicht so reagieren sollen....es war ja wie bereits erwähnt eine öffentl. Veranstaltung ;)
H.Buntfuß
04.04.2012, 19:09 Uhr
Die Linken
Ich will hier auf keinen Fall DIE LINKE mit der NPD vergleichen, aber die Linke hat bestimmt nicht das moralische Recht, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen.
Man soll und muss der NPD jeden Nährboden entziehen, aber die Linke sollte dann auch darüber nachdenken was für Verbrechen während der SED-Herrschaft begannen wurden.
Mauertote, Freiheitsberaubung, Familientrennung, Berufsverbot usw. Darüber darf man nicht den Mantel des Vergessenes legen.
Peppone
04.04.2012, 20:04 Uhr
Vorsicht, Laienschauspieler unterwegs!
Sowohl hier, als auch auf dem Rathausplatz. Das wirklich Schlimme ist die Pietätlosigkeit und die Kaltschnäuzigkeit mit der NPD'ler auf dem Platz und NPD-Versteher hier im Kommentar vorgehen.
Unter dem Deckmantel der Demokratie versuchen sie dort und hier ihren "Dorfkarneval" abzuziehen. Auffallen um jeden Preis und wenn es eine Kloschüssel ist, mit der man sich auf die Bühne setzt, Hauptsache man glaubt für's billige Schauspiel die Aufmerksamkeit und den Applaus erhascht zu haben!
Frau Rinke hat das einzig Richtige gemacht, sie hat diesen Typen für das Stören dieser Gedenkveranstaltung ihre Grenzen aufgezeigt.
Pe_rle
04.04.2012, 22:02 Uhr
Gedenken ( NDHler)
ich werde Ihre Frage beantworten. Als OB hätte ich wenigstens bis nach der Gedenkfeier gewartet,oder es aber geduldet. Anders rum gefragt,wer kann sich das Recht raus nehmen, jemanden vorzuschreiben was er bei solch einem Anlass nieder zulegen hat. Nicht mal an diesem Tag, an dieser Stelle wird Ruhe gehalten.
Frau Rinke sollte auch mal darüber nachdenken, das es Bürger dieser Stadt waren,die dafür gesorgt haben das es einen NPD-Stadtrat gibt. Das war dann nichts anderes wie der Protest gegen die restlichen Parteien.
Als Parteiloser lehne ich mich jetzt wieder zurück und warte auf das nächste Donnerwetter
Retupmoc
05.04.2012, 08:48 Uhr
Anstand
Das ist so nicht richtig @ Hubertus. Es geht auch nicht darum die NPD zu verstehen - das geht nämlich überhaupt nicht. Es war eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer von 1945. Daran darf jeder Bürger gedenken. Und jeder Bürger darf das auf seine Weise. Der eine hält ein paar Minuten inne und lässt die Geschehnisse vor seinem Auge ablaufen. Ein anderer Mensch legt weisse Rosen nieder, andere einen Kranz.
Wenn man Blumen oder einen Kranz vom Friedhof wegnehmen würde, wäre das eine Grabschändung. Einen Kranz zu entfernen, auf dem nichts Schändliches stand, setze ich auf die gleiche Stufe. Vor allem, weil es vor dem politischen Hintergrund eine Farce ist. Frau Rinke ist Mitglied einer Partei, die Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien oder Israel zulässt. Und hier wird auf Gutmensch gemacht?
Ich wette, das dieser Beitrag wieder der Zensur in die Hände fällt - von wegen Demokratie.
Krimderöder
05.04.2012, 09:32 Uhr
Keine Zustimmung für Rinke
Die Gedenkveranstaltung wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Nicht nur durch die Präsenz irgendwelcher rechter Subkulturanhänger, sondern auch durch das Gebaren unserer Stadtverwaltung. Wie kann man den Leuten auf einer Gedenkveranstaltung mehr oder weniger verbieten, Kränze abzulegen? Rinkes Handeln war nicht zivilcouragiert, sondern töricht und unter der Würde der Veranstaltung. Wie auch diese Regenschirmaktion. Eine Eskalation wurde billigend in Kauf genommen.
Gedenken
eine organisierte Gedenkveranstaltung braucht man ohnehin nicht - und jeder Bürger dieser Stadt kann an diesen beiden Tagen der Opfer der Bombenangriffe gedenken, egal welcher Partei er angehört.
Ickarus
13.04.2012, 07:21 Uhr
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