Mo, 11:11 Uhr
02.04.2012
Radeln im Entwicklungsland
In Zeiten der steigenden Energiepreise sowie des steigenden Umweltbewußtseins der Bürger steigt auch das Interesse an Alternativen zum Autoverkehr. Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt auch den Alltagsradlern, die einfach ihre Wege per Rad erledigen wollen, eine stetig steigende Bedeutung zu. Um zu erfahren wie die Kandidaten zur OB- und Landratswahl dazu stehen, wurden sie zum öffentlichen Monatstreffen des ADFC in das Thomas Mann Vereinshaus eingeladen...
Von den 10 eingeladenen Kandidaten hatten Hannelore Haase, Kandidatin für die OB-Wahl, Christian Darr, ebenfalls Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters und Birgit Keller, Kandidatin für den zukünftigen Landrat, den Weg ins Thomas-Mann-Vereinshaus gefunden.
Nachdem sich die Kandidaten persönlich vorgestellt hatten, war dann Gelegenheit zu den speziellen Problemen des Radverkehrs in der Stadt und dem Landkreis Nordhausen, Stellung zu nehmen. Natürlich konnten wir keine festen Zusagen für die Realisierung zahlreicher, offensichtlich in Schubladen liegender Radwegeprojekte erwarten, wichtig ist aber immer wieder auf die Probleme der ständig steigenden Zahl der Radfahrer, insbesondere auch im Stadtverkehr hinzuweisen und unsere Politiker dafür zu sensibilisieren.
Es nutzt nichts die mangelnde Mobilität unserer Kinder oder die durch den Autoverkehr hervorgerufenen Probleme zu beklagen, wenn nicht aktiv und bewußt dagegen angegangen wird.
Bei der Frage nach dem Verhältnis der Kandidaten zum Radfahren, erklärten Frau Keller und Frau Haase sich als gelegentliche Radfahrer und Herr Darr als Alltagsradler.
Nacheinander wurden die Themen Radfahren im Alltag, Freizeit und Radtourismus und Wege zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen erörtert.
Dabei waren sich alle Kandidaten einig, daß für die Radverkehrsinfrastruktur Nachholbedarf besteht. In der Diskussion stellte sich dann auch heraus, daß das Sicherheitsempfinden bei Radfahrern sehr subjektiv geprägt ist und damit sehr unterschiedliche Erwartungen bestehen. Kein Wunder bei den unterschiedlichsten Radfahrertypen (Schulkind,..., Rennradfahrer, Alltagsradler,..., Rentner).
Bei Radwegen zwischen den Orten ist der Landkreis Entwicklungsland meint Frau Keller. Haupthindernis sind die finanzielle Zwänge. Allerdings gibt es auch andere Gründe, wo sich die beteiligten Partner nicht einig werden, dort will sich Frau Keller als Landrätin vermittelnd einbringen. Die Ernennung eines ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten findet ihre Zustimmung.
Frau Haase sieht die Kombination Fuß/Radweg problematisch. Auch hat sie bei den vergangenen Veranstaltungen die Erkenntnis gewonnen, daß viele Kinder und Jugendliche lieber das Rad als den Schulbus nutzen würden, wenn die entspr. sicheren Wege vorhanden wären. Das muß in Zukunft angegangen werden. Kombination Wirtschafts- und Radweg sollte mit in Erwägung gezogen werden. Sie wird u.a. auf die Mitwirkung der Vereine setzen.
Für Herrn Darr ist das Rad eine Alternative zum Auto. Vor allem auch in Kombination mit dem ÖPNV, werden die Potentiale besser ausgeschöpft. Eine autogerechte Stadt ist nicht zukunftsträchtig. Das Verkehrskonzept muß neu werden und einen höheren Stellenwert des Radverkehrs berücksichtigen.
Die Notwendigkeit der Erhaltung und Wartung bestehender Radwege erkennen alle Kandidaten, wobei Frau Keller und Frau Haase finanzielle Probleme sehen. Herr Darr fragt sich hingegen, wieso immer mehr Geld für Straßenbau eingeplant wird, ohne dabei Radwege zu berücksichtigen.
Nach zwei Stunden konnte man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen, auch wenn die Mehrzahl der Kandidaten fehlte (überwiegend entschuldigt).
Autor: nnzVon den 10 eingeladenen Kandidaten hatten Hannelore Haase, Kandidatin für die OB-Wahl, Christian Darr, ebenfalls Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters und Birgit Keller, Kandidatin für den zukünftigen Landrat, den Weg ins Thomas-Mann-Vereinshaus gefunden.
Nachdem sich die Kandidaten persönlich vorgestellt hatten, war dann Gelegenheit zu den speziellen Problemen des Radverkehrs in der Stadt und dem Landkreis Nordhausen, Stellung zu nehmen. Natürlich konnten wir keine festen Zusagen für die Realisierung zahlreicher, offensichtlich in Schubladen liegender Radwegeprojekte erwarten, wichtig ist aber immer wieder auf die Probleme der ständig steigenden Zahl der Radfahrer, insbesondere auch im Stadtverkehr hinzuweisen und unsere Politiker dafür zu sensibilisieren.
Es nutzt nichts die mangelnde Mobilität unserer Kinder oder die durch den Autoverkehr hervorgerufenen Probleme zu beklagen, wenn nicht aktiv und bewußt dagegen angegangen wird.
Bei der Frage nach dem Verhältnis der Kandidaten zum Radfahren, erklärten Frau Keller und Frau Haase sich als gelegentliche Radfahrer und Herr Darr als Alltagsradler.
Nacheinander wurden die Themen Radfahren im Alltag, Freizeit und Radtourismus und Wege zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen erörtert.
Dabei waren sich alle Kandidaten einig, daß für die Radverkehrsinfrastruktur Nachholbedarf besteht. In der Diskussion stellte sich dann auch heraus, daß das Sicherheitsempfinden bei Radfahrern sehr subjektiv geprägt ist und damit sehr unterschiedliche Erwartungen bestehen. Kein Wunder bei den unterschiedlichsten Radfahrertypen (Schulkind,..., Rennradfahrer, Alltagsradler,..., Rentner).
Bei Radwegen zwischen den Orten ist der Landkreis Entwicklungsland meint Frau Keller. Haupthindernis sind die finanzielle Zwänge. Allerdings gibt es auch andere Gründe, wo sich die beteiligten Partner nicht einig werden, dort will sich Frau Keller als Landrätin vermittelnd einbringen. Die Ernennung eines ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten findet ihre Zustimmung.
Frau Haase sieht die Kombination Fuß/Radweg problematisch. Auch hat sie bei den vergangenen Veranstaltungen die Erkenntnis gewonnen, daß viele Kinder und Jugendliche lieber das Rad als den Schulbus nutzen würden, wenn die entspr. sicheren Wege vorhanden wären. Das muß in Zukunft angegangen werden. Kombination Wirtschafts- und Radweg sollte mit in Erwägung gezogen werden. Sie wird u.a. auf die Mitwirkung der Vereine setzen.
Für Herrn Darr ist das Rad eine Alternative zum Auto. Vor allem auch in Kombination mit dem ÖPNV, werden die Potentiale besser ausgeschöpft. Eine autogerechte Stadt ist nicht zukunftsträchtig. Das Verkehrskonzept muß neu werden und einen höheren Stellenwert des Radverkehrs berücksichtigen.
Die Notwendigkeit der Erhaltung und Wartung bestehender Radwege erkennen alle Kandidaten, wobei Frau Keller und Frau Haase finanzielle Probleme sehen. Herr Darr fragt sich hingegen, wieso immer mehr Geld für Straßenbau eingeplant wird, ohne dabei Radwege zu berücksichtigen.
Nach zwei Stunden konnte man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen, auch wenn die Mehrzahl der Kandidaten fehlte (überwiegend entschuldigt).


