Fr, 11:45 Uhr
30.03.2012
Oft lauern versteckte Kosten
Wenn Reisen verschenkt oder allzu günstig angeboten werden, sollten Verbraucher wachsam sein. Oft lauern im Kleingedruckten versteckte Kosten. Jetzt warnt die Nordhäuser Verbraucherberatung....
Erst ein Preisrätsel, ein Anruf und dann eine Gewinnmitteilung … Auch Verbraucher aus Thüringen sind offensichtlich glückliche Gewinner von 300 Euro. Der Gewinn - keine Bargeldzahlung- sondern eine 3-Tage-Reise in eine deutsche Großstadt im modernen Reisebus, 2 Übernachtungen in ausgesuchten Hotels sowie ein Musical/ Konzert-Besuch, teilt eine Firma mit dem vielsagenden Namen Reisedienstleister aus Berlin mit.
Doch was auf den ersten Blick wie ein attraktiver Reisegewinn aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als Mogelpackung. In den Reisebedingungen wird darauf hingewiesen, dass es sich um gesponserte Reisen handele. Um sicher zu stellen, dass die Reiseplätze auch besetzt werden, hält sich der Veranstalter die Möglichkeit offen, vor Antritt der Reise eine Sicherheitsleistung anzufordern. Zudem werde das Transportunternehmen eine Organisationspauschale erheben, die während der Fahrt zu begleichen sei. Bei Stornierung der Gewinn-Reise sei ein pauschalisierter Schadenersatz fällig.
Von Gewinn kann bei diesen Einschränkungen keine Rede sein, Vorsicht ist deshalb geboten, so Ralf Reichertz, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale.
Verbraucher sollten auch beachten: Wird eine kostenfreie Reise zu "0" Euro ausgelobt, kann ein Reiseveranstalter im Falle des Rücktritts vom Vertrag durch den Kunden auch keine Stornogebühren verlangen, da sich diese nach dem Wortlaut der gesetzlichen Regelung nach einem Prozentsatz des Reisepreises bemessen.
Werden neben dem Reisegewinn bei oder nach Vertragsschluss sog. Servicepauschalen, Zuschläge, Kautionen o.ä. verlangt und kein Reisesicherungsschein übergeben, liegt ebenso ein Verstoß gegen geltendes Recht nahe.
Autor: nnzErst ein Preisrätsel, ein Anruf und dann eine Gewinnmitteilung … Auch Verbraucher aus Thüringen sind offensichtlich glückliche Gewinner von 300 Euro. Der Gewinn - keine Bargeldzahlung- sondern eine 3-Tage-Reise in eine deutsche Großstadt im modernen Reisebus, 2 Übernachtungen in ausgesuchten Hotels sowie ein Musical/ Konzert-Besuch, teilt eine Firma mit dem vielsagenden Namen Reisedienstleister aus Berlin mit.
Doch was auf den ersten Blick wie ein attraktiver Reisegewinn aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als Mogelpackung. In den Reisebedingungen wird darauf hingewiesen, dass es sich um gesponserte Reisen handele. Um sicher zu stellen, dass die Reiseplätze auch besetzt werden, hält sich der Veranstalter die Möglichkeit offen, vor Antritt der Reise eine Sicherheitsleistung anzufordern. Zudem werde das Transportunternehmen eine Organisationspauschale erheben, die während der Fahrt zu begleichen sei. Bei Stornierung der Gewinn-Reise sei ein pauschalisierter Schadenersatz fällig.
Von Gewinn kann bei diesen Einschränkungen keine Rede sein, Vorsicht ist deshalb geboten, so Ralf Reichertz, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale.
Verbraucher sollten auch beachten: Wird eine kostenfreie Reise zu "0" Euro ausgelobt, kann ein Reiseveranstalter im Falle des Rücktritts vom Vertrag durch den Kunden auch keine Stornogebühren verlangen, da sich diese nach dem Wortlaut der gesetzlichen Regelung nach einem Prozentsatz des Reisepreises bemessen.
Werden neben dem Reisegewinn bei oder nach Vertragsschluss sog. Servicepauschalen, Zuschläge, Kautionen o.ä. verlangt und kein Reisesicherungsschein übergeben, liegt ebenso ein Verstoß gegen geltendes Recht nahe.

