Mi, 09:26 Uhr
28.03.2012
Gesunde Tour
Die Thüringer Bündnisgrünen machen in der kommenden Woche innerhalb einer Gesundheitstour Station in Nordhausen. Bei einer Podiumsdiskussion stehen Pflege und eine alternde Gesellschaft im Mittelpunkt...
Mit dieser zweiten Etappe der Gesundheitstour wollen Bündnis90/Grüne das Thema Sichern, Ausbauen, Vorbeugen: Pflege und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft aufgreifen. Ärztemangel ist in aller Munde, aber wir wollen auch den alarmierenden Mangel an und die Qualität der Pflege thematisieren. Qualifiziertes und gut bezahltes Personal in der ambulanten und stationären Pflege ist wichtiger denn je und bedarf dringend der Förderung.
Wir nähern uns der Problematik anhand drei grundsätzlicher Fragen: Wie kann gute Pflege gesichert werden? Wie kann Pflege verbessert und ihre Strukturen an die Veränderungen angepasst werden? Was kann jede/r selbst tun, um möglichst lange fit und selbstständig zu bleiben?
Wichtig ist aber nicht nur zu klären, wie wir morgen gepflegt werden sollen, sondern vor allem, wer uns pflegen kann. Was ist uns gute Pflege wert, sodass der Bedarf an Pflegepersonal sichergestellt wird?
Angesichts des demografischen und sozialen Wandels wird es bereits 2015 zirka 95.000 Pflegebedürftige im Freistaat geben, sodass die Nachfrage an Versorgungsangeboten massiv steigt. Infolge des größer werdenden Anteils älterer Menschen nehmen nicht nur chronische Krankheiten bzw. multiple Morbidität zu, welche einer aufwendigen Behandlung bedürfen, sondern auch die familiären Strukturen, das geschlechterbezogene Rollenverständnis und das Erwerbsleben wandeln sich radikal. Oft sind die Angehörigen nicht mehr oder nur noch begrenzt in der Lage, sich um die pflegebedürftige Verwandtschaft zu kümmern.
Neben den Fragen der Finanzierung und Organisation von Pflege entstehen durch veränderte Lebens- und Wohnformen neue Bedarfslagen. Angesichts dessen stehen bisherige Konzepte und Versorgungsstrukturen im Gesundheits- und Pflegebereich vor großen Herausforderungen. Kreativität und Innovation sind gefordert, um unter den gegebenen Umständen die beste Versorgungsstruktur zu entwickeln.
Gemeinsam mit politischen EntscheidungsträgerInnen, LeistungserbringerInnen sowie Menschen, die von Pflegebedürftigkeit heute oder vielleicht in Zukunft betroffen sind, wollen wir über die Entwicklung menschenwürdiger Pflege diskutieren. Nur gemeinsam können wir Reformen im Pflegebereich entwickeln und die derzeitigen Schwachstellen der Versorgung beseitigen.
Die Vernetzung zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung ist dabei ebenso wichtig wie die Chancen der Mischformen der Versorgung oder die Qualifikation und Motivation des professionellen Pflegepersonals, dessen Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten gesichert werden müssen.
Podiumsdiskussion: Sichern, Ausbauen, Vorbeugen: Pflege und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft
Montag, 2. April 2012, 18 Uhr
in der Pro Vita Akademie Nordhausen
Autor: nnzMit dieser zweiten Etappe der Gesundheitstour wollen Bündnis90/Grüne das Thema Sichern, Ausbauen, Vorbeugen: Pflege und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft aufgreifen. Ärztemangel ist in aller Munde, aber wir wollen auch den alarmierenden Mangel an und die Qualität der Pflege thematisieren. Qualifiziertes und gut bezahltes Personal in der ambulanten und stationären Pflege ist wichtiger denn je und bedarf dringend der Förderung.
Wir nähern uns der Problematik anhand drei grundsätzlicher Fragen: Wie kann gute Pflege gesichert werden? Wie kann Pflege verbessert und ihre Strukturen an die Veränderungen angepasst werden? Was kann jede/r selbst tun, um möglichst lange fit und selbstständig zu bleiben?
Wichtig ist aber nicht nur zu klären, wie wir morgen gepflegt werden sollen, sondern vor allem, wer uns pflegen kann. Was ist uns gute Pflege wert, sodass der Bedarf an Pflegepersonal sichergestellt wird?
Angesichts des demografischen und sozialen Wandels wird es bereits 2015 zirka 95.000 Pflegebedürftige im Freistaat geben, sodass die Nachfrage an Versorgungsangeboten massiv steigt. Infolge des größer werdenden Anteils älterer Menschen nehmen nicht nur chronische Krankheiten bzw. multiple Morbidität zu, welche einer aufwendigen Behandlung bedürfen, sondern auch die familiären Strukturen, das geschlechterbezogene Rollenverständnis und das Erwerbsleben wandeln sich radikal. Oft sind die Angehörigen nicht mehr oder nur noch begrenzt in der Lage, sich um die pflegebedürftige Verwandtschaft zu kümmern.
Neben den Fragen der Finanzierung und Organisation von Pflege entstehen durch veränderte Lebens- und Wohnformen neue Bedarfslagen. Angesichts dessen stehen bisherige Konzepte und Versorgungsstrukturen im Gesundheits- und Pflegebereich vor großen Herausforderungen. Kreativität und Innovation sind gefordert, um unter den gegebenen Umständen die beste Versorgungsstruktur zu entwickeln.
Gemeinsam mit politischen EntscheidungsträgerInnen, LeistungserbringerInnen sowie Menschen, die von Pflegebedürftigkeit heute oder vielleicht in Zukunft betroffen sind, wollen wir über die Entwicklung menschenwürdiger Pflege diskutieren. Nur gemeinsam können wir Reformen im Pflegebereich entwickeln und die derzeitigen Schwachstellen der Versorgung beseitigen.
Die Vernetzung zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung ist dabei ebenso wichtig wie die Chancen der Mischformen der Versorgung oder die Qualifikation und Motivation des professionellen Pflegepersonals, dessen Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten gesichert werden müssen.
Podiumsdiskussion: Sichern, Ausbauen, Vorbeugen: Pflege und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft
Montag, 2. April 2012, 18 Uhr
in der Pro Vita Akademie Nordhausen

