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Sa, 16:45 Uhr
10.03.2012

Schonungslose Offenheit

Mehr als 200 begeisterte Gäste erlebten am Freitag einen urkomischen Abend mit der Kabarettistin Tatjana Meissner im Bleicheröder Kulturhaus. Ihre kurzweilige Show sorgte für nicht enden wollende Lachsalven beim Publikum...


Dabei war es egal, ob sie von ihrer Mittlebenskrise und den untrüglich sichtbaren Zeichen des Altwerdens an ihrem Körper (der zugegebner maßen noch sehr jugendlich wirkt) erzählt; Anekdoten von sexuellen Experimenten preisgibt oder einen Blick zurück in ihre Jugend in der DDR wagt – frech-frivol, charmant schmeichelnd und gekonnt pointiert bringt Tatjana Meissner in ihrer Show „Alles außer Sex“ ihre feinen Alltagsbeobachtungen zur Sprache.

Sie singt, tanzt, liest durch den Abend, der zu keinem einzigen Moment gekünstelt wirkt. Tatjana Meissner scheint keine Grenzen zu kennen: Sie belächelt den Jugendwahn von Eltern, die jünger als die eigenen Kinder erscheinen wollen; erklärt, woran es liegt, dass die Lust am Sex sich im Alter ändert; singt davon, dass sie nie werden wollte wie Mama und es doch nicht schafft.
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Alles außer Sex in Bleicherode (Foto: S. Spehr)
Für wahnwitzige Lachsalven sorgten ihre ständigen Dialoge mit dem Publikum: Rotzfrech erklärt sie Fritz aus Fulda, wie unterschiedlich Jugendliche in Ost und West aufgewachsen sind auch „wenn wir damals jede Gurke für eine verkleidete Banane gehalten haben“. Anita und Martin aus Heringen durften sich über freche Tipps für Eheprobleme freuen. Für ihren „Tiescher“ Karl-Heinz aus Bleicherode zog sich der Erotik-Vamp sogar aus...

Nach der Show verrät Tatjana Meissner noch, dass im September ihr neues Buch erscheinen wird in dem sie über ihre Jugend schreibt. Denn wie sagt sie so schön gleich am Anfang der Show: „Seit ich merke, dass ich älter werde, erzähle ich so gern von früher.“

Fazit des Abends: Zum Altwerden gibt es keine Alternative – aber Altwerden kann auch ganz viel Spaß machen
Sylvia Spehr
Autor: nnz

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