Fr, 11:51 Uhr
17.10.2003
Kürzeste Einkaufsmeile Deutschlands
Nordhausen (nnz). Für Ende November kündigt Nordhausens Bauamtsleiter Jens Kohlhause die volle Befahrbarkeit der Blasii-Straße in der Nordhäuser Altstadt an. Warum sie die vielleicht kürzeste Einkaufsmeile Deutschlands sein könnte, diese Auskunft gibt es mit dem bekannten Klick.Die seit einigen Monaten neu gestaltet wird und die zur Zeit nur für Anlieger und Baustellenverkehr geöffnet ist. Mit der Öffnung wird die Straße zwischen dem Abzweig zur Georgengasse und der Mündung auf die Barfüßer Straße Einbahnstraße sein; ab Georgengasse Richtung Hagen wird sie nach wie vor in beide Richtungen befahrbar sein.
Die neue Blasii-Straße ist künftig zugleich die Umfahrung für einen Teil der Barfüßer-Straße, deren Umwandlung in eine Fußgängerzone – mit rund 150 Metern dann die kürzeste Einkaufsmeile Deutschlands – anliegende Händler favorisiert hatten und die mit der Freigabe der Blasii-Straße in Betrieb gehen kann.
Vor der Freigabe sind allerdings noch einige Dinge zu korrigieren: Die meisten Altstadt-Leuchten auf den schmalen Stellen des Gehweges entlang der Blasii-Straße rücken auf die Grünfläche neben den Gehweg und stehen damit nicht mehr mitten auf dem Bürgersteig. Hier hat es schlicht und einfach einen Ausführungsfehler gegeben.
Nach einer Lösung suche man derzeit auch für die Schwellen auf der Blasii-Straße, die angesichts des höheren Verkehrsaufkommens die Autos zum Langsam-Fahren anhalten sollen: Wir sind noch nicht zufrieden - die zur Zeit eingebauten Schwellen sind zu niedrig. Es wird nicht einfach, eine technologisch günstige Variante zu finden, denn zum einen muss trotz hoher Schweller die Gosse frei bleiben und zum anderen muss man bei der Installation der Schwellen das Problem des Gefälles der Blasii-Straße lösen. Das Planungsbüro arbeitet zur Zeit an einer Variante, sagte Kohlhause. Mit der Neugestaltung der Blasii-Straße würden noch mehr als 30 neuen Bäume gepflanzt.

