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Di, 13:08 Uhr
14.02.2012

Hagelstanges Künstlerfreunde

Am Sonntag bietet Heidelore Kneffel ab 15.00 Uhr eine weitere Führung in der Sonderausstellung an, in der besonders auf die Bücher Rudolf Hagelstanges hingewiesen wird, die von Künstlern illustriert wurden.
Bereits in seiner ersten in Buchform gedruckten Erzählung „Ich bin die Mutter Cornelias“, 1939 in Nordhausen bei C. Haake erschienen, sind mehrere Zeichnungen von Friedrich Graf eingefügt.


Während seines Einsatzes als Kriegsberichterstatter in Frankreich/Paris lernte Hagelstange 1941 den Maler und Journalisten Joachim Lutz (1906-1954) kennen, der schon 1930 durch Zeichnungen und Aquarelle von Fels- und Höhlenbilder bekannt geworden war, die er während der Forschungsreise des Ethnologen Leo Frobenius in Südafrika geschaffen hatte. Sie treffen sich 1945 im Krieg in Italien wieder und sind danach beide in kurzer amerikanischer Gefangenschaft.

Bär an der Stadtautobahn (Foto: privat) Bär an der Stadtautobahn (Foto: privat)

Im September gehen beide nach Ziegelhausen bei Heidelberg, wo sie auf den mit Lutz befreundeten Künstler Will Sohl (1906-1969) treffen. In der Gefangenschaft lernte Hagelstange noch einen weiteren Künstler kennen, Heinz Hindorf (1909-1990), der als Kriegsmaler in der Sowjetunion und in Italien eingesetzt worden war und in der BRD vor allem als Glasfensterkünstler bekannt wird. Diese Freundschaften hielten und über Sohl und Hindorf verfasste der Schriftsteller Essays.

Symbol der Berlinale (Foto: privat) Symbol der Berlinale (Foto: privat)

Zur Zeit sieht man im Fernsehen und Internet besonders oft die Abbildung eines Bären, denn er ist das Zeichen für die Filmfestspiele Berlinade. Nur wenige wissen, dass die Urplastik des Preises von der Künstlerin Renee Sintenis (1888-1965) stammt, mit der Hagelstange schon vor dem Krieg in Berlin bekannt geworden war. In Nordhausen schrieb er 1946 einen ersten Essay über sie, ein weiterer folgte.

Diese Bärplastik wird in Gold und Silber als Preis während der Berlinade vergeben, sie steht in großer Ausführung auch als Begrüßung kurz vor Berlin an der Autobahn 115. In der Nordhäuser Ausstellung ist der Sintenis eine Vitrine gewidmet, zu deren Sammlern auch der Schriftsteller Ernest Hemingway gehörte.

Bereits die Erwähnung dieser fünf Künstlerpersönlichkeiten macht deutlich, wie abwechslungsreich die Begegnung mit „Rudolf Hagelstange - Literatur und Kunst“ in der Villa in der Alexander-Puschkin-Straße 31 ist.
Autor: nnz

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