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Mo, 14:25 Uhr
06.02.2012

Ungenau erklärt, falsch verstanden

Es sei eine Debattenlage, die sich in den vergangenen Tagen „nach oben gefahren“ habe, so beschrieb Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Diskussion zu den Bemessungsgrenzen der Kita-Gebühren. Heute wurde seitens der Verwaltungsspitze noch einmal Stellung bezogen...


Man wollte eine moderate Gebührenerhöhung, man wollte Rechtssicherheit und man wollte mehr Beitragsgerechtigkeit herstellen, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) am Vormittag im Rathaus. All das wurde bislang aus Sicht vieler Eltern aber verpasst.
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Die Argumentation der Verwaltung (Foto: Stadtverwaltung)
Es sei letztlich ein Kommunikationsproblem gewesen. Am Mittwoch sollen die freien Träger gebeten werden, die fehlende Kommunikation mit der Verwaltung wieder herzustellen, bat die Oberbürgermeisterin. So „stringent“ soll die Gebührenordnung nicht angewandt werden. Bis Ende Juni soll gesprochen und geredet werden, schließlich solle man nicht von Vermutungen leben, sagte Rinke. Vor allem solle die Schärfe aus der Debatte herausgenommen werden.

Klar müsse auch sein, dass sich die Kosten der Betreuung erhöht haben. Klar sei auch, dass die Gebühren seit sechs Jahren nicht erhöht wurden. Jetzt sei die Stadt Nordhausen an dem Punkt angekommen, dass diese Kostensteigerungen nicht mehr abgefangen, sondern auch an die Eltern weitergegeben werden müssen.

Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) betonte nochmals, dass die Stadt Nordhausen lediglich für den Petersdorfer Kindergarten eine neue Satzung anwenden musste und stellte noch einmal dar, wie es zu dieser „Petersdorf-Satzung“ kam. Da sei zu Beginn der Diskussion die einkommensunabhängige Gebühr gewesen. Hier jedoch haben schließlich zwei freie Träger dagegen votiert.

Die Träger hätten sich mehrfach mit der Verwaltung besprochen, aus Sicht des Stadtrates habe es jedoch eindeutige Signale einer einkommensabhängigen Variante gegeben. „Ich habe Verständnis, wenn nicht jeder einzelne Stadtrat die Komplexität nicht verstanden hat, jedoch hätten das die Fachleute in jeder Fraktion verstehen müssen. Und zu denen gehört eben auch Herr Klodt“, so Jendricke, der danach viele Vergleiche an die Projektionsfläche beamte.

Letztlich, so seine Argumentation, würden sich die Erhöhungen für niedige und mittler Einkommen auf 20 Euro pro Monat belaufen. In einer Modellrechnung würde sich sogar eine Einsparung von 19 Euro bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Brutto-Gehalt von 2.580 Euro ergeben. Ähnlich sieht es bei einer Familie mit einem Verdiener mit rund 6.000 Euro brutto aus. Auch hier würde es kaum Erhöhungen in der monatlichen Belastung geben, weil man sich viel Geld der Betreuungskosten vom Finanzamt wiederholen könnte. Die Modellrechnungen, das betonte Jendricke, beruhen nicht auf Vollständkeit aller Fälle, da hinter den 1.800 betreuten Kindern rund 3.000 verschiedene Einkommensverhältnisse stehen würden.

Im Tenor geht es um die Summen, die einst und dann immer wieder genannt wurden. 20 Euro mehr für Kita- und 40 Euro mehr für die Krippenbetreuung. Das sind Mehreinnahmen von rund 400.000 Euro, wenn die Satzung zu Beginn dieses Jahres gewirkt hätte. Und übrigens fehle es an der Kommunikation zwischen den freien Trägern und den Eltern. Fest steht aber auch, dass die Brutto-Grundlage zu höheren Gebühren für als die Netto-Grundlage.

„Es wurde bei den Beratungen mit den Trägern niemand ausgetrickst. Es wurde zum Beispiel immer über Werbungskosten gesprochen. Da gehe ich immer davon aus, dass die Fachleute in den Ausschüssen und bei den Trägern wussten, das Brutto die Grundlage der Berechnung bedeutet“, so das Fazit von Matthias Jendricke, der noch anfügte, dass die beschlossene Satzung für Petersdorf nicht zurückgenommen werden kann. Nur hatte Jendricke auch vom Brutto in den Sitzungen gesprochen? Eine konkrete Antwort blieb er schuldig, trotz mehrfacher Nachfragen.

Fazit der nnz-Redaktion: Wer die Komplexität dieser Berechnungen verstehen soll, der sollte einen Lehrgang im Steuerrecht sowie im Beitragsrecht und gleich noch im Satzungsrecht an der Kreisvolkshochschule besuchen. Verstehen wird das niemand. Das, was nicht verstanden wird, kann auch nicht kommuniziert werden. Nachhilfe ist also aus Sicht der Verwaltung sowohl bei den Eltern der 1.800 Kinder als auch bei den Fachleuten der freien Träger angebracht. Volkshochschul-Direktor Gerhard Tölle wird sich freuen.
Autor: nnz

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Kommentare
pumpnC
06.02.2012, 15:04 Uhr
Ich zitiere
"Letztlich, so seine Argumentation, würden sich die Erhöhungen für niedige und mittler Einkommen auf 20 Euro pro Monat belaufen"

Das kann man wohl getrost unter inkompetentes Politiker-Geschwafel abheften. Wir müssen 60 Euro mehr bezahlen und da kann ja wohl irgendwas an Frau Rinkes Aussagen nicht stimmen.Überhaupt ist diese Rechtfertigung hier eine Verdummung am mündigen Bürger.

Sich hinter irgendwelchen Satzungen, Verordnungen und steuerrechtlichen Irrwegen zu verstecken ist ein Armutszeugnis, welches sich hoffentlich bei der anstehenden Wahl rächen wird. Ich denke die SPD hat damit ihren nächsten richtig großen Bock geschossen.

Aber meine Damen und Herren so macht man wirklich positiven Wahlkampf. Immer weiter so, dann muss ich mir keine Sorgen machen, dass der nächste OB Herr Jendrike heißt.
Hans Dittmar
06.02.2012, 15:40 Uhr
Also doch getrixt
Wenn ich der Argumentation von Herrn Jendricke nachgehe, weiß er, dass die Mehrheit der Stadträte keine Steuerprofis sind. Ach ja: man hat ja immer von Werbungskosten gesprochen, naklar dann gehe ich ja vom Brutto aus!

Oder kann ich etwa beim Finanazmat keine Werbekosten absetzen, nur weil da der Kindergarten die Nettolöhne anrechnet. Na Herr Bürgermeister Jendricke, jetzt wollen Sie aber neben den Stadträten auch noch den normalen Bürgern einen aufbinden. Das ist schon ein starkes Stück.

Mir ist auch neu, das die Stadträte, welche ja alle politisch (außer der Braune) eine Fraktion bilden, auf einmal unter sich schlauer sind als im Stadtrat. Es sind doch die selben Kandidaten.

Jetzt erzählen Sie, die Satzung wäre aber nur für Petersdorf ursprünglich gewesen. Aus der Presse kann ich entnehmen, das hier die Stadträte parteiübergreifend gegen eine simple Satzung für Petersdorf waren, genau weil diese dann, wie jetzt geschehen, für alle als Mustersatzung gelten soll. Ich war immer SPD-Wähler aber das wird sich vermutlich dieses Jahr mal ändern.
Dick
06.02.2012, 16:42 Uhr
Gerecht????
Gerecht? Was ist hier gerecht? Das ich ab April 280 Euro für den Kita-Platz (incl. Essen) zahle und andere 50 Euro??? Warum jetzt die Erhöhung und warum gleich so hoch? Das es die letzten 6 Jahre keine Erhöhung gab, kann doch wohl nicht die Begründung sein. Sie rechnen mit Einkommen das man garnicht zur Verfügung hat. Mir platzt die Hutschnur!!!

Schön das Familien mit 2 Kindern weniger zahlen. Aber was ist mit zwei Verdienern und einem Kind? Was ist mit Alleinerziehenden? Wir zahlen nun 60 Euro mehr, aufs Jahr gerechnet 720!! Das ist ein Urlaub in der Hochsaison. Ich werde meinem 3jährigen Kind erklären, dass die Stadt Nordhausen das Geld dringend braucht! Es wird dafür Verständnis haben...
buchwurm89
06.02.2012, 16:43 Uhr
(Un)fassbar...!?
Also ich komme mit der Darstellung gut klar. Sicherlich ging bei der vorherigen Darstellung nicht hervor, dass sich die Erhöhung erst nach Einreichung einer Steuererklärung so minimal verhalten. Aber man sollte bei all dem nicht vergessen, was man wir den minimalen Betrag alles geboten bekommt: sehr kompfortable Öffnungszeiten für Beruftätige, so gut wir keine Schließzeiten und die Einrichtungen sind alle top ausgestattet (personell und baulich), da sieht es woanders ganz anders aus. Klar ärgert ein die Erhöhung, aber diese hält sich schließlich (nach Steuererklärung)im Rahmen.
pumpnC
06.02.2012, 17:05 Uhr
Aha...
Komfortable Öffnungszeiten? Vielleicht für Hartz4-Bezieher, aber für Vollzeitberufstätige sind die Öffnungszeiten sicherlich alles andere als moderat. Bis auf den Petersberg-Kindergarten sind die Öffnungszeiten der Einrichtungen ehr Arbeitnehmerunfreundlich vor allem für - wie oben geschrieben - Vollzeitbeschäftigte. Aber das soll gar nicht das Thema sein. Es geht um Familien die ein geringes Einkommen haben und dank der Brutto-Berechnung nun noch tiefer in die Taschen greifen müsen. Da bringt es auch nichts wenn man das von der Steuer absetzen kann, denn es handelt sich hier um monatliche Fixkosten, und da gehört eine Einkommenssteurrückerstattung nicht dazu.
lavie
06.02.2012, 17:20 Uhr
Fast 500 Euro
Dafuer, dass beide Eltern arbeiten gehen. Es reicht. Ich lass mich nicht mehr hochnehmen. Familienfreundliche Politik, wo jeder zweite nun überlegt seine Kinder nur noch halbtags betreuen zu lassen. Familie und Arbeit ist einfach nicht mehr unter einen Hut zu bekommen.

Wir leisten uns eh schon nix. Einmal im Monat Schwimmbad, mehr ist nicht drin. Na gut, ab sofort wahrscheinlich nur noch alle 3 Monate. Verein ist garnicht mehr drin. Naja, und an urlaub ist nicht mehr zu denken. Vielen herzlichen dank.
Und was interessiert mich da die Steuererklärung, wenn ich jeden Monat zu sehen muss, dass wir über die Runden kommen und keinen bildungszuschuss beantragen müssen.

Unter komfortablen Öffnungszeiten verstehe ich auch etwas anderes. Unser Kindergarten hat bis um fünf auf. Nimmt man die Öffnungszeiten im Einzelhandel müsste eine Kinderbetreuung mind. Bis 18.30 gewaehrleistet sein. Naja, und über die personelle Ausstattung kann ich eigentlich auch nur weinen. Oder findet jemand 2 Betreuer für 20 Kinder ausreichend.
jens81
06.02.2012, 19:16 Uhr
kita
Das Geld am Jahresende..? Wer hat sich das mur wieder ausgedacht. Den Herrschaften sollten mal wieder für ein Jahr normal Arbeiten,ohne Fahrer und Bedienstete. Mal sehen ob sie mit normalem Einkommen noch zurecht kommen, ich glaug sie Wissen nicht das zb ein hohes Einkommen auf Montage bei vielen mit Leistungen der Firmen wie Auslöse, Sonderzulagen für Erschwernisse ( Staub Dreck Lärm, Nachtarbeit )inbegriffen sind. Bis jetz wurde dieses nämlich nicht mit berechnet, aber jetz dann schon und dann Reichen auch keine 100 Euro im Manat mehr aus. Aber immer dankbar sein das es noch genug "Dumme" gibt die fleißig in das System noch mehr abgeben dürfen..Aber die OB Zeiten scheinen ja eh gezählt..
Sissi
06.02.2012, 20:12 Uhr
Warum ?
Ich möchte nur gerne mal wissen, Warum sind die Kita und Krippengebühren so teuer ?
Werden die Kinder jetzt irgendwie besser betreut als vor der Wende? Als mein Sohn in die Kita ging, kostete der Kitaplatz 30,00 Mark im Monat. Deshalb frage Ich mich wirklich, wie kommen diese überhöhten Kitagebühren zustande ?
andreas66
07.02.2012, 08:34 Uhr
Bravo...
NNZ-Team. Verfolge nun täglich die Beiträge hier auf diesen Seiten. Was würden wir ohne ihre Veröffentlichungen machen. Hier wird sachlich und fair über das politische Geschehen in unserer Region. Vor allem jetzt aktuell über die Kita-Gebühren. Wir sind nicht direkt betroffen, indirekt nur über unsere Kinder. Bin nicht für CDU, nie gewählt,aber die Zeit für einen Machtwechsel im Rathaus ist reif. Wer weiß was über 20 Jahre unterm SPD-Mantel gekuschelt wurde.
buchwurm89
07.02.2012, 11:14 Uhr
SPD wenigstens ehrlich!
Die SPD ist wenigstens ehrlich im Umgang mit den Bürgern und hält nicht bei allen unpopulären Entscheidungen die Füsse still, sondern sieht die Stadt als großes Ganzes. Ich finde die SPD-Politik ist zwar nicht immer für jeden Bürger gleich, aber für die Stadt im Ganzen sehr erfolgreich.
andreas66
07.02.2012, 13:09 Uhr
Buchwurm89
Hat man den Beschluss zur Erhöhung der Kita-Gebühren nicht im Stadtrat abgesegnet? Ich kenne die Mehrheitsverhältnisse dort nicht. Bestimmt eine Menge von der SPD mit dafür gestimmt. Gab es denn nicht genug veröffentlichte Fakten das Herr Jendricke herum ruderte und von Kommunikationsproblemen sprach. Jetzt muß es Frau Rinke wieder richten. Schade das sie nicht wieder zur Wahl antritt. Meine Stimme hätte sie bekommen. So werden es wohl die Anderen richten wer uns regieren darf.
Nordh734
07.02.2012, 13:11 Uhr
Volksvertreter oder Volksverdummer?
Leider ist es so, dass durch die Beschlüsse die wie auch immer gefasst wurden, nur die Bürger die Leittragenden sind. In Zeiten der allgemeinen (kommunalen) Kostenexplosion wie Abwasser(über 100%), Energie, Müllgebühren ist die Erhöhung die KITA-Kosten ein weiterer Schlag in das Gesicht.

Treffen wird es vorraussichtlich wieder den Mittelstand, der auf Grund seines Einkommens stets die höchste Einstufung erfahren darf. Im Gegensatz stehen ihm wiederum auf Grund seines Einkommens keinerlei Zuschüsse zu.

Im Vergleich der monatlichen Abgaben kann man als eigentlicher Gutverdiener froh sein wenn man am Monatsletzten noch ein paar Euro übrig hat. Im meinen Fall würden sich die zusätzlichen Ausgaben auf ca. 60,- Euro und nicht wie durch diverse Volksvertreter besagte 20 Euro belaufen.
Aber wie ich unsere Rathausbesatzung kenne, fahren die das System Wulff, "In einem Jahr spricht niemand mehr davon"

Wenn unsere Politiker etwas richtig können, dann ist es Schönreden und dem gemeinen Volk einen Schimmel als Rappen zu verkaufen.

Heute gehe ich zu einer Elternversammlung und hoffe, dass dort etwas Konstruktives erreicht wird.
Frank78
07.02.2012, 13:13 Uhr
alles schön günstig im Osten
Freunde von uns bezahlen für die Vollzeit KITA ihrer Kinder im Ruhrpott weniger als das was wir bisher schon für halbtags zahlen mussten..., aber so ist das bei uns im Osten, - man verdient nicht nur weniger - man zahlt auch noch mehr. Da kann man Werbung machen um Fachkräfte zur Rückkehr zu bewegen bis man schwarz wir. Die können sich die Rückkehr schlichtweg nicht leisten...

Alle Eltern mit Kindern sollten am Besten ebenfalls sich gen Westen aufmachen, und das alternde Nordhausen sich selbst überlassen!!!
Retupmoc
07.02.2012, 14:10 Uhr
Fast richtig, Frank 78
Schön das Sie erkannt haben, das diese Regierung den Osten ausbluten lassen will. Genau das ist nämlich das Ziel. Das war es schon seit 1989. Aber wegrennen ist der falsche Weg. Man muss die Verursacher angehen. Das Volk sind wir.
I.H.
07.02.2012, 14:28 Uhr
W. Brandt würde sich im Grabe umdrehen.
Ich bin bekennender Wechselwähler und setze meine Stimme immer gezielt ein. Wenn ich zb denke es bedarf mehr Wirtschaft dann bekommen die mit der Wirtschaftskompetenz mein Kreuz. Wenn das Pendel mehr zum Sozialen ausschlagen soll, dann hat bisher immer die SPD meine Stimme bekommen. Darüber brauche ich aber nicht mehr nachdenken, dank der Nordhäuser SPD.

Leute, die im Jahre 2012 immer noch nicht begriffen haben, dass unser gesamtes gesellschaftliches Gefüge auch auf Solidarität beruht, die wähle ich nicht. Wer in Zeiten der Vergreisung dieses Landes Kosten für Kinderbetreuung möglichst hoch auf die Eltern abwälzen will um mit den frei gewordenen Mitteln Löcher für Jux und Dallerei wie Kulturbibo zu stopfen, der handelt nicht nur unsozial, der hat die Zeichen der Zeit überhaupt nicht verstanden.

Diese Leute haben nicht verstanden, dass es gerade die jungen Familien sind, die einerseits mit jedem Euro rechnen müssen, andererseits aber über ihre Arbeit diese Gesellschaft maßgeblich tragen. Zur Nordhäuser SPD fällt mir momentan nichts mehr ein.

Dieter
Wolfi65
07.02.2012, 14:33 Uhr
Man hat schnell gelernt
Schnell gelernt hat man von seinen Brüdern und Schwestern aus den alten Bundesländern. Sozial ja, aber nur so lange wie es erträglich erscheint.
Da wird auch vor Kindern nicht halt gemacht. Die Kita-Plätze werden aus der öffentlichen Hand finanziert und da ist man dem Steuerzahler zur Vernunft verpflichtet.

Dass aber gerade der Steuerzahler die höheren Kita-Gebühren zahlen muß, ist wiederum eine Ironie. In Anbetracht der zu erwartenden Angleichung der Ost Löhne und Renten an das West Niveau, erscheint aber eine Erhöhung der Kita-Gebühren als erträglich, da die Wirtschaft in Deutschland brummt und ein Ende des Aufschwunges nicht zu erwarten ist.
Jetzt kommen endlich die goldenen Zeiten auf die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu.
Harzer_Wolf
07.02.2012, 15:09 Uhr
Schröpfen Sie uns nicht alle?
Sorry für das Wortspiel Herr Schroepke - aber ebenso gut können wir uns über Praxisgebühr (die stammt zum Beispiel nicht von der SPD), höhere Müllgebühren oder E 10 - Schröpfung unterhalten. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Herr Taft
07.02.2012, 16:53 Uhr
@Dieter: Welche Kompetenz brauchen wir dann jetzt ?
Sozialkompetenz beweisen, bedeutet doch in unserem knallroten Parteiensalat zunächst, diejenigen zu stützen, die am absolut unteren Ende der Einkommenshirarchie stehen.

Gelbe Parteien, die Wirtschaftskompetenz für sich verbuchen, stärken die Wirtschaft und damit die "Besserverdienenden" (Selbstständige und Freiberufler).

Die schwarzen und roten Parteien der Mitte, die eigentlich ihre Kompetenz für den abhängig beschäftigten Mittelstand ausspielen sollten tun dieses nicht, wie wir in den letzten Jahren schmerzvoll erfahren haben.

"Arbeit muss sich wieder lohnen !", rief einst die FDP - der richtige Ansatz, wie ich finde. Dummerweise ist die FDP nicht die Partei, die in der Lage ist an Zielen festzuhalten und diese umzusetzten.

Das Alles ist nicht auf unsere regionale Parteienlandschaft übertragbar. Unsere kleinen refionalen Probleme können am besten von klaren Köpfen gelöst werden - unabhängig vom Parteibuch.

Die Gekniffenen sind in jedem Fall die normal arbeitenden Leute.

Was wählen Sie nun, lieber Dieter ?
Motte83
07.02.2012, 17:43 Uhr
Auch ein Bürgermeister benötigt mehr Sachkunde
Wer um Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen werfen. Hier meine sachliche Einschätzung. Es ist eine Sache, Stadträten und freien Trägern mangelnde Sachkunde vorzuwerfen; das kann man aber nur dann tun, wenn man selbst in der Sache sicher ist:

- Die Modellrechnung Nr. 3 ist FALSCH. Steuerliche Geltendmachung von Kinderbetreuungskosten ist zulässig, wenn beide Partner berufstätig sind. Im 3. Modell ist das nicht gegeben.
- die steuerliche Abzugsfähigkeit hat auch nichts mit der neuen Satzung zu tun. Die gab es zuvor auch schon, kompensiert also nicht wie angegeben nahezu die ganze Gebührensteigerung.

Auch einem Finanzdezernenten würde ein wenig Steuerrecht in der beruflichen Bildung nicht schlecht tun.
MA1990
07.02.2012, 18:26 Uhr
Da hat der Bürgermeister wohl doch recht!
Da liegt Logix mal wieder falsch und der Bürgermeister hat wohl doch recht. Und ich finde es übrigens auch gerecht, wenn man den Steuervorteil bei den Besserverdienern mit anrechnet - ist doch nur gerecht so.

Hier ein Auszug aus dem Internet zur Änderung bei den Kinderbetreuungskosten ab 2012:
Mit dem so genannten Gesetz zur Steuervereinfachung 2011 - 2012 wird die Abwicklung der steuerlichen Absetzbarkeit deutlich erleichtert. Danach gilt ab dem Jahr 2012: Durch den Verzicht auf den Nachweis der persönlichen Voraussetzungen der Eltern für den Anspruch zur Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten können ab dem Jahr 2012 alle Eltern die Kosten der Kinderbetreuung im Rahmen der Höchstbeträge steuerlich absetzen.

Kinderbetreuungskosten werden somit ab dem 01. Januar 2012 ohne Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen bei den Eltern anerkannt. Als Folge kommen mehr Eltern in den Genuss dieses Steuervorteils. Alle Eltern können 2/3 der Betreuungskosten pro Kind und maximal 4.000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Diese Steuerbegünstigung gilt für alle Kinder bis zum Lebensalter von 14 Jahren sowie bei behinderten Kindern zeitlich unbegrenzt, sofern die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist.

Im neuen § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG ist dann geregelt, dass zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens aber 4.000 Euro je Kind, für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes als Sonderausgaben absetzbar sind. Diese Steuervergünstigung gilt für alle Kinder bis zum Alter von 14 Jahren und bei behinderten Kindern sogar zeitlich unbegrenzt, sofern die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist.

Also erst einmal informieren und nicht immer gleich so tolle Kommentare schreiben, wenn man sich im Steuerrecht nicht auskennt Herr Logix.
Harzer_jung
07.02.2012, 21:54 Uhr
Kita öffnungszeiten
weiter oben steht was sehr sinnvolles.

ich weiß das es sehr teuer währe, und schewierig umzusetzen ist. aber die idee von weiter oben Arbeitsfreundliche Kitaöffungszeiten zu haben hat was.
würde natürlich bedeuten das es irgendwie machbar sein müsste die Kita auch Samstag und sonntags zu öffnen. und wenn wir schon mal bei wunschträumen sind: bitte gern auch länger als 16 oder 17 Uhr.
Meine arbeitskollegin währe glücklich wenn sowas möglich währe. das standardmodell Kita von Mo bis FR. von 9 bis 16 Uhr ist wirklich nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. aber irgendwie passt es leider nicht in die Arbeitswelt.

ich möchte damit ganz ausdrücklich nicht sagen das eine familie mit einem Alleinverdiener ihr kind nicht in eine Kita geben soll gleich verneinen. eine Kita ist erst in zweiter und dritter Stelle eine Kinderverwahrstelle:-) von Mo- bis Fr. ist es eine Kindersozialisierungs und lehrstelle? (kindliche Früherziehung usw)
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