Sa, 07:29 Uhr
28.01.2012
Aufstieg in die Landesklasse
An die Rückfahrt nach dem letzten Spiel der Vorsaison in der Fußball-Landesklasse können sich Steve Jochmann (26) und Dominik Kohlhause (27) noch gut erinnern. So beginnt der Rückblick auf die bisherige Saison der Wacker-Reserve...
Na klar waren wir enttäuscht, dass wir trotz eines Sieges abgestiegen sind, aber Uwe Etzrodt und Maik Jödecke haben uns wieder aufgerichtet. Sie sind aufgestanden und haben uns mitgeteilt, dass sie trotz des Abstieges weitermachen. Die Worte des Trainers und seines Co von der Verbandsliga-Reserve des FSV Wacker 90 Nordhausen waren wie ein Signal, dass es nur gemeinsam weitergeht, auch eine Klasse tiefer.
Die Gegner tragen nun wieder bekannte Namen wie TSV Urbach und SG Blau-Gelb Görsbach oder auch neue wie BSV Eintracht Sondershausen II und VfB Oldisleben. Das Wacker-Team gilt als heißer Aufstiegsfavorit in der Regionalklasse, Staffel 5. Dieser Rolle wurden es nur bedingt gerecht, die Schützlinge von Etzrodt beendeten die Hinrunde nur auf Rang drei. Die Herbstmeisterschaft war das anvisierte Etappenziel, doch das letzte Spiel in der Hinrunde beim VfB Werther, Wacker II verlor 1:2, ließ diesen Traum zerplatzen.
Wir liegen aber in Schlagdistanz zum Spitzenreiter, beruhigt Etzrodt. So sind es nur zwei Punkte, die sein Team vom Platz an der Sonne trennt. Auf diesem räkelt sich gegenwärtig die Verbandsliga-Reserve des BSV Eintracht Sondershausen. Zuvor waren es an insgesamt acht Spieltagen die Nordhäuser, die die schöne Aussicht genossen und von der Spitze grüßten. Auf der Zielgerade büßte das Team wichtige Zähler ein. Unnötige, wie Kohlhause betont. Für uns ist das natürlich bitter, weil wir die Hinrunde als Herbstmeister abschließen wollten. Die Niederlage gegen Werther war unnötig.
Ebenso wie die 4:5-Niederlage am achten Spieltag beim SV Kleinfurra. In diesem Spiel hat die Mannschaft enttäuscht. Die Einstellung stimmte einfach nicht, bringt es Jödecke auf den Punkt. Wir hatten den Gegner eigentlich gut im Griff, aber in der Folge führten individuelle Fehler zu Gegentreffern und schon stand es 2:2. Kleinfurra bekommt die zweite Luft und wir haben unnötig Punkte liegengelassen. Auch die Spieler trauerten den verschenkten Punkten hinterher.
Besser lief es für das Wacker-Team vor allem in den sechs Heimpartien, die es alle für sich entschied. Die Heimstärke führt Jochmann auf das künstliche Geläuf zurück: Wir trainieren zweimal die Woche auf dem Kunstrasenplatz. Als spielerische Mannschaft bietet uns der Platz optimale Bedingungen, während die anderen Mannschaften eine gewisse Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen. In der Eingewöhnungszeit hatten die Gastgeber in den meisten Fällen schon eingenetzt.
Sebastian Gösel war beispielsweise an 15 der insgesamt 44 Treffer beteiligt. Sebastian ist ein fester Bestandteil in der Mannschaft und hat sich sehr gut etabliert, freut sich Jochmann über die Entwicklung des Angreifers. Ein anderer, Marcel Pezely nämlich, war in der Hinrunde aufgrund einer Verletzung am Knie noch zum Zuschauen verdammt. Marcel befindet sich gegenwärtig im Aufbautraining. Wenn alles gut verläuft, dann ist er in der Rückrunde wieder mit dabei, hoffen Kohlhause und Jochmann auf die Rückkehr des 24-Jährigen. Für reichlich Treffer sorgte nicht nur Gösel, sondern auch Lars Pohl.
Er holte sich mit seinen neun Toren vor allem eins, viel Selbstvertrauen für seine Einsätze in der Ersten. Sechs Treffer sprechen eine klare Sprache. Neben Pohl holten sich auch Alexander Töpfer und Adil Boukantar die nötige Spielpraxis. Wir haben zwar 20 bis 25 Spieler auf dem Mannschaftszettel stehen, aber viele sind oftmals am Wochenende berufsbedingt verhindert, so dass wir froh über die Unterstützung aus der ersten Mannschaft sind, erklärt Jochmann. Richtig angespannt war die Situation nur einmal, am zehnten Spieltag, ausgerechnet im Spitzenspiel beim SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen. Am Ende jubelten die Gäste aus der Rolandstadt dank eines Kopfballtors von Philipp Stritzel.
Angeführt wurde das Team in zwölf der 13 Punktspiele von Kohlhause, der die Kapitänsbinde von André Wybranietz zu Saisonbeginn übernahm. Er wird Vater und wollte daher etwas kürzer treten. Sollte es zu Engpässen kommen, dann stände er uns im Notfall zu Verfügung, macht Kohlhause deutlich. Dass er nun die Kapitänsbinde trägt, kam für ihn nicht überraschend. Ich war bereits Vizekapitän in der vergangenen Saison und der Trainer hatte mich gefragt, ob ich das Amt nicht übernehmen würde. Das war okay für mich. Mittlerweile können Kohlhause und Jochmann auf 20 Jahre Vereinstreue zurückblicken. Beide durchliefen die Nachwuchsabteilungen des FSV, schafften bereits in jungen Jahren den Sprung in die Erste. In der Zweiten gehören sie mittlerweile zum festen Inventar. Wir müssen Führungsspieler sein, vorneweg gehen und für die jüngeren Akteure da sein, wissen beide um ihre Position im Team.
Das wollen sie auch in der Rückrunde. Das Ziel ist der Aufstieg, macht Kohlhause unmissverständlich klar und Etzrodt ergänzt: Wir werden alles versuchen, um es zu erreichen. Dieses Projekt wird mit Sorusch, er ist Iraner und studiert an der Fachhochschule, auch ein Neuzugang in Angriff nehmen. Er trainiert seit einigen Wochen bei uns mit. Ich habe ihn gesehen und bin der Meinung, dass er uns in der Rückrunde eine sehr große Hilfe sein kann. Er ist technisch versiert und soll uns im Offensivbereich unterstützen, zeigt sich der Trainer von den spielerischen Fähigkeiten des 21-Jährigen begeistert.
Das erste Freilufttraining steht am Donnerstag, den 2. Februar, auf dem Plan. In die Rückrunde startet das Team am Sonntag, den 11. März, um 14 Uhr beim VfB Oldisleben. Wir müssen uns auf einen heißen Tanz einstellen, richtet Etzrodt das Augenmerk schon auf den ersten Gegner, den er zum Saisonauftakt in Sondershausen beobachtet hat. Eine Niederlage zum Auftakt wäre fatal. Nicht nur für einen guten Start in die Rückrunde, sondern auch für das große Ziel, das Aufstieg heißt.
Sandra Arm
Autor: nnzNa klar waren wir enttäuscht, dass wir trotz eines Sieges abgestiegen sind, aber Uwe Etzrodt und Maik Jödecke haben uns wieder aufgerichtet. Sie sind aufgestanden und haben uns mitgeteilt, dass sie trotz des Abstieges weitermachen. Die Worte des Trainers und seines Co von der Verbandsliga-Reserve des FSV Wacker 90 Nordhausen waren wie ein Signal, dass es nur gemeinsam weitergeht, auch eine Klasse tiefer.
Die Gegner tragen nun wieder bekannte Namen wie TSV Urbach und SG Blau-Gelb Görsbach oder auch neue wie BSV Eintracht Sondershausen II und VfB Oldisleben. Das Wacker-Team gilt als heißer Aufstiegsfavorit in der Regionalklasse, Staffel 5. Dieser Rolle wurden es nur bedingt gerecht, die Schützlinge von Etzrodt beendeten die Hinrunde nur auf Rang drei. Die Herbstmeisterschaft war das anvisierte Etappenziel, doch das letzte Spiel in der Hinrunde beim VfB Werther, Wacker II verlor 1:2, ließ diesen Traum zerplatzen.
Wir liegen aber in Schlagdistanz zum Spitzenreiter, beruhigt Etzrodt. So sind es nur zwei Punkte, die sein Team vom Platz an der Sonne trennt. Auf diesem räkelt sich gegenwärtig die Verbandsliga-Reserve des BSV Eintracht Sondershausen. Zuvor waren es an insgesamt acht Spieltagen die Nordhäuser, die die schöne Aussicht genossen und von der Spitze grüßten. Auf der Zielgerade büßte das Team wichtige Zähler ein. Unnötige, wie Kohlhause betont. Für uns ist das natürlich bitter, weil wir die Hinrunde als Herbstmeister abschließen wollten. Die Niederlage gegen Werther war unnötig.
Ebenso wie die 4:5-Niederlage am achten Spieltag beim SV Kleinfurra. In diesem Spiel hat die Mannschaft enttäuscht. Die Einstellung stimmte einfach nicht, bringt es Jödecke auf den Punkt. Wir hatten den Gegner eigentlich gut im Griff, aber in der Folge führten individuelle Fehler zu Gegentreffern und schon stand es 2:2. Kleinfurra bekommt die zweite Luft und wir haben unnötig Punkte liegengelassen. Auch die Spieler trauerten den verschenkten Punkten hinterher.
Besser lief es für das Wacker-Team vor allem in den sechs Heimpartien, die es alle für sich entschied. Die Heimstärke führt Jochmann auf das künstliche Geläuf zurück: Wir trainieren zweimal die Woche auf dem Kunstrasenplatz. Als spielerische Mannschaft bietet uns der Platz optimale Bedingungen, während die anderen Mannschaften eine gewisse Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen. In der Eingewöhnungszeit hatten die Gastgeber in den meisten Fällen schon eingenetzt.
Sebastian Gösel war beispielsweise an 15 der insgesamt 44 Treffer beteiligt. Sebastian ist ein fester Bestandteil in der Mannschaft und hat sich sehr gut etabliert, freut sich Jochmann über die Entwicklung des Angreifers. Ein anderer, Marcel Pezely nämlich, war in der Hinrunde aufgrund einer Verletzung am Knie noch zum Zuschauen verdammt. Marcel befindet sich gegenwärtig im Aufbautraining. Wenn alles gut verläuft, dann ist er in der Rückrunde wieder mit dabei, hoffen Kohlhause und Jochmann auf die Rückkehr des 24-Jährigen. Für reichlich Treffer sorgte nicht nur Gösel, sondern auch Lars Pohl.
Er holte sich mit seinen neun Toren vor allem eins, viel Selbstvertrauen für seine Einsätze in der Ersten. Sechs Treffer sprechen eine klare Sprache. Neben Pohl holten sich auch Alexander Töpfer und Adil Boukantar die nötige Spielpraxis. Wir haben zwar 20 bis 25 Spieler auf dem Mannschaftszettel stehen, aber viele sind oftmals am Wochenende berufsbedingt verhindert, so dass wir froh über die Unterstützung aus der ersten Mannschaft sind, erklärt Jochmann. Richtig angespannt war die Situation nur einmal, am zehnten Spieltag, ausgerechnet im Spitzenspiel beim SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen. Am Ende jubelten die Gäste aus der Rolandstadt dank eines Kopfballtors von Philipp Stritzel.
Angeführt wurde das Team in zwölf der 13 Punktspiele von Kohlhause, der die Kapitänsbinde von André Wybranietz zu Saisonbeginn übernahm. Er wird Vater und wollte daher etwas kürzer treten. Sollte es zu Engpässen kommen, dann stände er uns im Notfall zu Verfügung, macht Kohlhause deutlich. Dass er nun die Kapitänsbinde trägt, kam für ihn nicht überraschend. Ich war bereits Vizekapitän in der vergangenen Saison und der Trainer hatte mich gefragt, ob ich das Amt nicht übernehmen würde. Das war okay für mich. Mittlerweile können Kohlhause und Jochmann auf 20 Jahre Vereinstreue zurückblicken. Beide durchliefen die Nachwuchsabteilungen des FSV, schafften bereits in jungen Jahren den Sprung in die Erste. In der Zweiten gehören sie mittlerweile zum festen Inventar. Wir müssen Führungsspieler sein, vorneweg gehen und für die jüngeren Akteure da sein, wissen beide um ihre Position im Team.
Das wollen sie auch in der Rückrunde. Das Ziel ist der Aufstieg, macht Kohlhause unmissverständlich klar und Etzrodt ergänzt: Wir werden alles versuchen, um es zu erreichen. Dieses Projekt wird mit Sorusch, er ist Iraner und studiert an der Fachhochschule, auch ein Neuzugang in Angriff nehmen. Er trainiert seit einigen Wochen bei uns mit. Ich habe ihn gesehen und bin der Meinung, dass er uns in der Rückrunde eine sehr große Hilfe sein kann. Er ist technisch versiert und soll uns im Offensivbereich unterstützen, zeigt sich der Trainer von den spielerischen Fähigkeiten des 21-Jährigen begeistert.
Das erste Freilufttraining steht am Donnerstag, den 2. Februar, auf dem Plan. In die Rückrunde startet das Team am Sonntag, den 11. März, um 14 Uhr beim VfB Oldisleben. Wir müssen uns auf einen heißen Tanz einstellen, richtet Etzrodt das Augenmerk schon auf den ersten Gegner, den er zum Saisonauftakt in Sondershausen beobachtet hat. Eine Niederlage zum Auftakt wäre fatal. Nicht nur für einen guten Start in die Rückrunde, sondern auch für das große Ziel, das Aufstieg heißt.
Sandra Arm


