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Do, 12:12 Uhr
26.01.2012

Weg gemeinsam gehen

Die bisherige Mischung von Zusammenarbeit und Konkurrenz zwischen der LIFT gGmbH und dem Horizont-Verein mündet in eine enge Kooperation. Mehr dazu erfahren Sie hier...


Es ist LIFT gelungen, drei Projekte für die nächsten Jahre zu sichern - unbestritten eine wichtige Finanzierungsgrundlage für den Fortbestand des Unternehmens, das mit strafferer Struktur in das neue Jahr startet. Bezüglich der Zukunft der gemeinnützigen GmbH im Unternehmensverbund mit dem HORIZONT-Verein erklärte LIFT-Geschäftsführerin Hannelore Haase den momentanen Stand der Gespräche mit dessen Geschäftsführer René Kübler und sagte: „Wir haben einen Weg gefunden.“ Beide Institutionen, die - weil HORIZONT als Hauptgesellschafter fungiert - eine Mischung aus Zusammenarbeit und Konkurrenz verbindet, rücken enger zusammen. Warum?

Im Hinblick auf die in diesem Jahr eintretenden Veränderungen reagierte LIFT und deren Hauptgesellschafter HORIZONT äußerst vorausschauend. Denn die angekündigte Kürzung der Zuschüsse bedeutet einen enormen Einschnitt in die Finanzierbarkeit. Da bei einigen Beschäftigungs- und Tätigkeitsfeldern beider Gesellschaften ohnehin Deckungsgleichheit besteht, bietet sich die Möglichkeit, mit gestraffter Verwaltungs- und Organisationsstruktur die reduzierten Zuschüsse zu kompensieren.

Beide Unternehmen bleiben trotz Unternehmensverbund eigenständig. Die Bereiche beider werden ebenfalls so erhalten bleiben. René Kübler übernimmt die Position des 2. LIFT-Geschäftsführers und erklärte: „Bisher parallel laufende Arbeitsbereiche werden im Wege der Dienst- und Fachaufsicht zusammengeführt. Es erfolgt ein Verschlanken der Verwaltung. Die Kostenstruktur verbessert sich.“ Um zwölf Prozent reduziert sich der LIFT-Personalbestand von ehemals 65 auf 57 Mitarbeiter. Ein schwerer Einschnitt für die Betroffenen, jedoch eine unumgängliche Maßnahme im Sinne der Wirtschaftlichkeit.

Die vormals gegebene Konkurrenz paralleler Arbeitsfelder weicht auf lange Sicht einer Spezialisierung. Die gleichartigen Bereiche sollen sich separieren, den Focus auf differenzierte Ziele bzw. Zielgruppen richten. Ein gesundes Verhältnis im Mit- und Nebeneinander, mit einem sportlichen Wettbewerb im Rahmen selbstständiger Entwicklungen bei LIFT und HORIZONT, begrüßt René Kübler weiterhin. Er verspricht sich davon einen ständigen Antrieb für die Qualitätsverbesserung. Die Individualität beider Unternehmen soll und wird generell erhalten bleiben.

Haase: „Alles was bisher unter der Marke LIFT etabliert worden ist, wird es so weiter geben: Leistungen, Angebote, Ansprechpartner, Produkte.“ Alle Kunden dürfen ausnahms- und vorbehaltlos auf die Einhaltung der Verträge vertrauen. Je nach Kompetenz verschieben sich sicherlich Aufgaben. Sie können sogar effektiver durch die Ausnutzung von Synergien gelöst werden.

Zurück zu den anfangs erwähnten drei für LIFT wichtigen Projekten: MEGEHA, CORA und Demenzhilfen. Uneingeschränkt bleibt LIFT weiterhin Betreiber des Mehrgenerationenhauses. Dank der Finanzierungszusage von Bund und Landkreis sind Zuschüsse für den Fortbestand in den kommenden drei Jahren gesichert. Dies ist in erster Linie den Inhalten, der hervorragenden Arbeit, der überzeugenden Konzeption und dem Zuspruch zu verdanken.

Hinter CORA verbirgt sich ein Modellprojekt zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf über das Netzwerk Thüringer Frauenzentren. Intensiv widmet man sich der Etablierung einer leistungsfähigen Dienstleistungsdrehscheibe, eines Dienstleistungszentrums, getragen von einer effektiven internen und externen Vernetzung mit Unternehmen und Einrichtungen des Landkreises. Daraus resultierende Angebote sollen für Entlastung und mehr Lebensqualität bei Frauen und Familien sorgen.

Dem Thema Hilfen bei Demenz widmet sich in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Thüringen die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ für pflegende Angehörige. Zudem gewährt der 2011 gegründete Helferinnenkreis „Sternschnuppe“ aktive Unterstützung. Deren ehrenamtliche Helferinnen übernehmen die direkte Betreuung zur gelegentlichen Entlastung Angehöriger und werden fachlich geschult.

Ergänzend dazu erlaubt das „Café Sternstunde“ einen ersten ungezwungenen Kontakt für direkt und indirekt Betroffene. Ratsuchende bekommen in der Demenzsprechstunde Antworten, Tipps und praktisches Wissen. Der bisherige Zuspruch bestätigt den Bedarf speziell an diesen Angeboten.

Die Menümanufaktur mit Mehrgenerationenküche, Catering und Mahlzeitenmobil sowie die Alltagshilfen und das Stöbereck führen ihre Arbeit wie gewohnt weiter.

In Bezug auf die Beschäftigungsmaßnahmen verdeutlicht sich die straffere Koordinierung, Organisation und Verwaltung am eindrucksvollsten. Damit bleibt dieses Handlungsfeld sowohl bei HORIZONT als auch LIFT erhalten und orientiert sich an der aktuellen Arbeitsmarktpolitik.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
26.01.2012, 18:49 Uhr
Lift und Horizont
Allein die Überschrift lockt mir ein lächeln ins Gesicht. Dann der Text, also besser kann man eine bevor stehende Pleite nicht umschreiben.Die Geschäftsbücher von der Lift gGmbH möchte ich nicht einmal genau unter die Lupe nehmen.

Ich erinnere hier nur einmal an das Großprojekt Gärtnerei. Auch sonst gab es doch immer wieder einmal etwas zu beanstanden. Das schöne bei solchen Firmen wie Lift und Horizont ist nun mal, dass sie sich auf Kosten des Staates immer wieder sanieren können.

Oder sie werden dann kurzerhand von einer anderen Institution übernommen, man entlässt dann ein paar Mitarbeiter und der alte Tross geht weiter. War die Lift GmbH nicht unter Frau Grünwald schon einmal kurz vor der Pleite.

Frau Haase möchte OB der Stadt werden, da kann ich ihr nur raten, ihr Geschäftsgebaren gnadenlos zu ändern. Eine Stadt zu leiten ist nicht ganz so einfach, wie eine gGmbH die ständig mit Geld vom JC versorgt wurde.

Obwohl bei der Stadt auch mit Steuergeldern gewirtschaftet wird, nur sind hier die Kontrollen besser. Ich will es jedenfalls hoffen. Mein Fazit als OB ist Frau Haase ungeeignet.
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