Do, 11:35 Uhr
26.01.2012
Helfende Hände im ganzen Landkreis
Bei einem Netzwerktreffen tauschten gestern Abend Geschäftsleute, die das Projekt Helfende Hand unterstützen, im Landratsamt Nordhausen ihre Erfahrungen aus. Vor zwei Jahren ist die Helfende Hand gestartet, gemeinsam gestaltet von der Fachhochschule, dem Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes und der Koordinierungsstelle für Frühe Hilfen beim Kreisjugendrings....
Mit einem Aufkleber mit zwei Kindern auf einer geöffneten Hand an ihrer Tür signalisieren die teilnehmenden Geschäfte, dass Kinder bei Ihnen willkommen sind, wenn sie Hilfe brauchen – beispielsweise wenn sie ihre Eltern anrufen wollen, weil sie den Bus verpasst haben. Mittlerweile machen 31 Geschäfte verteilt im gesamten Landkreis mit, gut die Hälfte der Geschäftsleute war zum gestrigen Netzwerktreffen gekommen.
Es kam eine richtig tolle Diskussion auf. Viele Geschäftsleute hatten Ideen, wie sie selbst die Helfende Hand noch weiter unterstützen können, sagte Jana Urbanek, die für die Koordinierungsstelle für Frühe Hilfen das Projekt betreut. Einige haben zum Beispiel Bastel- und Malecken und wollen dort Ausmalbilder vom Logo der Helfenden Hand auslegen, damit das Bild noch bekannter bei den Kindern wird. Wir haben einen Stadtplan zunächst für Nordhausen erstellt, weil es hier die meisten Geschäfte gibt. Die Geschäfte wollen diesen Plan nun in die Tüten ihrer Kunden packen und wir wollen auch einen Stadtplan für Bleicherode zusammenstellen. Außerdem zeigten alle eine große Bereitschaft für weitere Treffen – die Resonanz war durchweg positiv, freute sich die die Diplomsozialarbeiterin.
Ich finde die Helfende Hand sehr gut. Es haben sich auch schon Kinder bei mir an der Scheibe die Nase platt gedrückt – sie haben das Logo der Helfenden Hand auf dem Aufkleber wiedererkannt, weil sie in der Schule davon gehört hatten, berichte beispielsweise Cora Aderhold, die eine Versicherungsagentur in Bleicherode hat. Betreut wird die Helfende Hand maßgeblich von Studierenden der Fachhochschule Nordhausen unter Leitung von Prof. Dr. Armin Sohns. Er wie auch Schirmherr Landrat Joachim Claus dankten gestern Abend den Geschäftsleuten für ihren Einsatz. Sie alle hier leisten bürgerschaftliches Engagement, das wir mit der Helfenden Hand fördern wollen, sagte Prof. Dr. Sohns. Ziel dieses Kinderschutzprojektes sei es auch, Kinder zu stärken und ihnen mehr Autonomie zu ermöglichen. Wir wollen ein Signal an die Eltern senden, dass wir als Gesellschaft sie nicht allein lassen und ‚Hilfeinseln’ bauen, wenn sie ihren Kindern wieder mehr Autonomie erlauben und sie die Welt draußen wieder öfter allein erschließen lassen, so Prof. Sohns.
Denn die Rolle der Eltern habe sich verändert. Im Gegensatz zu früher, wo es ganz normal gewesen sei, dass Kinder allein draußen unterwegs sind, werden sie heute meist ständig von ihren Eltern begleitet. Durch die Helfende Hand wolle man auch mit Eltern ins Gespräch kommen und sie dazu ermuntern, ihren Kindern mehr Selbstständigkeit auch auf den Wegen durch die Stadt zuzutrauen. Studierende in der fünften Generation machen sich inzwischen Gedanken um die Helfende Hand, so Prof. Armin Sohns.
Neben der Betreuung der Geschäfte und Suche nach neuen Kooperationspartnern ist ein wichtiges Element ihrer Arbeit, Kinder in Kitas und Schulen über die Helfende Hand zu informieren. Dazu boten sie zum Beispiel Spielevormittage an, organisierten eine Schnitzeljagd mit Schülern zu den Helfende-Hand-Geschäften der Umgebung und gestalteten einen Stand zum Kinderfest beim Rolandsfest, bei dem die Studierenden auch dieses Jahr wieder dabei sind.
Außerdem stehen die Studierenden den Geschäften stets telefonisch zur Verfügung, um sie beraten zu können, wenn ein Kind ins Geschäft kommt. Unter der Telefonnummer 0152/23464378 können sich aber auch Geschäfte melden, die bei der Helfenden Hand mitmachen wollen. Mehr zur Helfenden Hand steht auch unter www.fh-nordhausen.de/helfende-hand.html.
Autor: nnzMit einem Aufkleber mit zwei Kindern auf einer geöffneten Hand an ihrer Tür signalisieren die teilnehmenden Geschäfte, dass Kinder bei Ihnen willkommen sind, wenn sie Hilfe brauchen – beispielsweise wenn sie ihre Eltern anrufen wollen, weil sie den Bus verpasst haben. Mittlerweile machen 31 Geschäfte verteilt im gesamten Landkreis mit, gut die Hälfte der Geschäftsleute war zum gestrigen Netzwerktreffen gekommen.
Es kam eine richtig tolle Diskussion auf. Viele Geschäftsleute hatten Ideen, wie sie selbst die Helfende Hand noch weiter unterstützen können, sagte Jana Urbanek, die für die Koordinierungsstelle für Frühe Hilfen das Projekt betreut. Einige haben zum Beispiel Bastel- und Malecken und wollen dort Ausmalbilder vom Logo der Helfenden Hand auslegen, damit das Bild noch bekannter bei den Kindern wird. Wir haben einen Stadtplan zunächst für Nordhausen erstellt, weil es hier die meisten Geschäfte gibt. Die Geschäfte wollen diesen Plan nun in die Tüten ihrer Kunden packen und wir wollen auch einen Stadtplan für Bleicherode zusammenstellen. Außerdem zeigten alle eine große Bereitschaft für weitere Treffen – die Resonanz war durchweg positiv, freute sich die die Diplomsozialarbeiterin.
Ich finde die Helfende Hand sehr gut. Es haben sich auch schon Kinder bei mir an der Scheibe die Nase platt gedrückt – sie haben das Logo der Helfenden Hand auf dem Aufkleber wiedererkannt, weil sie in der Schule davon gehört hatten, berichte beispielsweise Cora Aderhold, die eine Versicherungsagentur in Bleicherode hat. Betreut wird die Helfende Hand maßgeblich von Studierenden der Fachhochschule Nordhausen unter Leitung von Prof. Dr. Armin Sohns. Er wie auch Schirmherr Landrat Joachim Claus dankten gestern Abend den Geschäftsleuten für ihren Einsatz. Sie alle hier leisten bürgerschaftliches Engagement, das wir mit der Helfenden Hand fördern wollen, sagte Prof. Dr. Sohns. Ziel dieses Kinderschutzprojektes sei es auch, Kinder zu stärken und ihnen mehr Autonomie zu ermöglichen. Wir wollen ein Signal an die Eltern senden, dass wir als Gesellschaft sie nicht allein lassen und ‚Hilfeinseln’ bauen, wenn sie ihren Kindern wieder mehr Autonomie erlauben und sie die Welt draußen wieder öfter allein erschließen lassen, so Prof. Sohns.
Denn die Rolle der Eltern habe sich verändert. Im Gegensatz zu früher, wo es ganz normal gewesen sei, dass Kinder allein draußen unterwegs sind, werden sie heute meist ständig von ihren Eltern begleitet. Durch die Helfende Hand wolle man auch mit Eltern ins Gespräch kommen und sie dazu ermuntern, ihren Kindern mehr Selbstständigkeit auch auf den Wegen durch die Stadt zuzutrauen. Studierende in der fünften Generation machen sich inzwischen Gedanken um die Helfende Hand, so Prof. Armin Sohns.
Neben der Betreuung der Geschäfte und Suche nach neuen Kooperationspartnern ist ein wichtiges Element ihrer Arbeit, Kinder in Kitas und Schulen über die Helfende Hand zu informieren. Dazu boten sie zum Beispiel Spielevormittage an, organisierten eine Schnitzeljagd mit Schülern zu den Helfende-Hand-Geschäften der Umgebung und gestalteten einen Stand zum Kinderfest beim Rolandsfest, bei dem die Studierenden auch dieses Jahr wieder dabei sind.
Außerdem stehen die Studierenden den Geschäften stets telefonisch zur Verfügung, um sie beraten zu können, wenn ein Kind ins Geschäft kommt. Unter der Telefonnummer 0152/23464378 können sich aber auch Geschäfte melden, die bei der Helfenden Hand mitmachen wollen. Mehr zur Helfenden Hand steht auch unter www.fh-nordhausen.de/helfende-hand.html.





