Mi, 14:35 Uhr
25.01.2012
Erklärung für Umzug
Die nnz hatte gestern über den Umzug eine städtischen Amtes in das Waisenhaus berichtet. Eine Begründung aus dem Rathaus blieb aus. Heute wurde sie nachgeholt...
Das Problem der Geruchsbelästigung in den Räumen des Umweltamts im Dachgeschoss des neuen Rathauses sind seit Ende 2007 bekannt. Es hat seit dem mehrere Untersuchungen gegeben sowie mehrfache Sanierungen und Reinigungsarbeiten – zuletzt eine Reinigung des an die Räume angrenzenden Dachraumes von erheblichen Mengen Taubenkot.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Luft- und Bodenproben entnommen. Dabei wurden zwar keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt, jedoch erhöhte Werte gemessen. Da trotz diverser konventioneller Maßnahmen (u.a. häufiges Lüften usw.) keine Besserung eintrat, wurde der Fußboden in diesem Bereich erneuert. Anschließende Vergleichsmessungen ergaben deutlich gesunkene Messwerte. Allerdings blieben die Beschwerden der MitarbeiterInnen bestehen.
Nach Konsultation der MitarbeiterInnen beim Betriebsarzt empfahl dieser, die Mitarbeiter aus dem betroffenen Bereich umzusetzen, um kein weiteres Risiko für die MitarbeiterInnen einzugehen. Darauf entschied die Oberbürgermeisterin, den minimalen Aufwand für eine Wiederinbetriebnahme eines Teils des Waisenhauses zu ermitteln. Nach Behebung der statischen Mängel und einer Sicherung der Decken kann das Waisenhaus jetzt wieder in Teilen genutzt werden.
Der Komplett-Leerzug des Waisenhauses geschah aus Sicherheitsgründen. Aktueller Anlass war der Absturz einer Decke im Eingangsbereich zum Waisenhaus. Ein anschließendes Gutachten listete zahlreiche Baumängel auf. Um deren Schwere festzustellen, waren weiter gehenden Untersuchungen – zum Beispiel hinter den Decken – nötig. Diese konnte man allerdings nicht im bewohnten Zustand vornehmen.
Hinzu kam, dass nachweislich einige Räume in den Obergeschossen mit Archivmaterial zu schwer belastet waren, dass zu DDR-Zeiten verwendete Nägel an den Decken untauglich geworden waren, dass sich das Gebäude wegen eines Regenwasserschadens und den damit verbundenen Auswaschungen zu neigen begann und dass Teile der doppelschaligen Außenwand mit Ankern verbunden werden mussten. Die Untersuchungen dauerten mehrere Monate – ein Amtsbetrieb wäre nicht möglich gewesen, deshalb der Umzug in die Post.
Nachdem das volle Schadensausmaß feststand, stellten sich die Fragen ach Gesamtsanierung oder Teilreparatur. Für eine Gesamtsanierung standen keine Fördermittel bereit – deshalb die Entscheidung zur Teilreparatur, die es letztlich auch möglich gemacht hat, dass das Umweltamt Teile des Gebäudes nun nutzen kann. Dies kommt letztlich auch dem Gebäude zugute, da eine leer stehendes Gebäude schneller Schaden nimmt als ein genutzte Immobilie. Dies ist um so mehr von Bedeutung, als das Waisenhaus einen beträchtlichen historischen Wert für Nordhausen besitzt.
Ziele ist nach wie vor eine komplett-Sanierung dieses Gebäudes.
Patrick Grabe, Pressesprecher
Autor: nnzDas Problem der Geruchsbelästigung in den Räumen des Umweltamts im Dachgeschoss des neuen Rathauses sind seit Ende 2007 bekannt. Es hat seit dem mehrere Untersuchungen gegeben sowie mehrfache Sanierungen und Reinigungsarbeiten – zuletzt eine Reinigung des an die Räume angrenzenden Dachraumes von erheblichen Mengen Taubenkot.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Luft- und Bodenproben entnommen. Dabei wurden zwar keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt, jedoch erhöhte Werte gemessen. Da trotz diverser konventioneller Maßnahmen (u.a. häufiges Lüften usw.) keine Besserung eintrat, wurde der Fußboden in diesem Bereich erneuert. Anschließende Vergleichsmessungen ergaben deutlich gesunkene Messwerte. Allerdings blieben die Beschwerden der MitarbeiterInnen bestehen.
Nach Konsultation der MitarbeiterInnen beim Betriebsarzt empfahl dieser, die Mitarbeiter aus dem betroffenen Bereich umzusetzen, um kein weiteres Risiko für die MitarbeiterInnen einzugehen. Darauf entschied die Oberbürgermeisterin, den minimalen Aufwand für eine Wiederinbetriebnahme eines Teils des Waisenhauses zu ermitteln. Nach Behebung der statischen Mängel und einer Sicherung der Decken kann das Waisenhaus jetzt wieder in Teilen genutzt werden.
Der Komplett-Leerzug des Waisenhauses geschah aus Sicherheitsgründen. Aktueller Anlass war der Absturz einer Decke im Eingangsbereich zum Waisenhaus. Ein anschließendes Gutachten listete zahlreiche Baumängel auf. Um deren Schwere festzustellen, waren weiter gehenden Untersuchungen – zum Beispiel hinter den Decken – nötig. Diese konnte man allerdings nicht im bewohnten Zustand vornehmen.
Hinzu kam, dass nachweislich einige Räume in den Obergeschossen mit Archivmaterial zu schwer belastet waren, dass zu DDR-Zeiten verwendete Nägel an den Decken untauglich geworden waren, dass sich das Gebäude wegen eines Regenwasserschadens und den damit verbundenen Auswaschungen zu neigen begann und dass Teile der doppelschaligen Außenwand mit Ankern verbunden werden mussten. Die Untersuchungen dauerten mehrere Monate – ein Amtsbetrieb wäre nicht möglich gewesen, deshalb der Umzug in die Post.
Nachdem das volle Schadensausmaß feststand, stellten sich die Fragen ach Gesamtsanierung oder Teilreparatur. Für eine Gesamtsanierung standen keine Fördermittel bereit – deshalb die Entscheidung zur Teilreparatur, die es letztlich auch möglich gemacht hat, dass das Umweltamt Teile des Gebäudes nun nutzen kann. Dies kommt letztlich auch dem Gebäude zugute, da eine leer stehendes Gebäude schneller Schaden nimmt als ein genutzte Immobilie. Dies ist um so mehr von Bedeutung, als das Waisenhaus einen beträchtlichen historischen Wert für Nordhausen besitzt.
Ziele ist nach wie vor eine komplett-Sanierung dieses Gebäudes.
Patrick Grabe, Pressesprecher

