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Mo, 16:01 Uhr
23.01.2012

Reaktionen aus dem Rathaus

Die nnz hatte heute über die neuen Entwicklungen für die Betreibung des Kinderhauses Ost berichtet. Jetzt gibt es dazu auch eine offizielle Stellungnahme aus dem Nordhäuser Rathaus...

Besichtigt (Foto: privat) Besichtigt (Foto: privat)
Frau Rinke mit Heiko Müller vom städtischen Bauamt vor dem „Kinderhaus Ost“

„Es nimmt Konturen an“, sagte heute Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) bei einer Beratung auf der Baustelle für das „Kinderhaus Ost“. Unter einem Dach sollen dort Kindergarten, Kinderkrippe, sozialdiakonische Beratungsstelle, eine schulvorbereitende Einrichtung des Pestalozzi-Förderzentrums sowie ein Kinder- und Seniorentreff gemeinsam ein neues Domizil beziehen.

„Der Termin Ende Mai, Anfang Juni kann aus baulicher Sicht gehalten werden“, so Frau Rinke weiter. Voraussetzung sei, dass die nötigen Beschlüsse der zuständigen Gremien des Stadtrats fallen können. So müsse in den Ausschüssen nochmals darüber entschieden werden, „ob der Kindergarten kommunal betrieben werden soll oder ob seine Betreibung zur Vergabe an Freie Träger ausgeschrieben wird.

„Zu Beginn des Prozesses hatten wir eine kommunale Betreibung des Kindergartens favorisiert. Allerdings waren im Laufe der langen Zeit tief gehende Konzeptänderungen nötig – Integration einer Kinderkrippe, um 3 Millionen Euro gesunkene Landeszuweisungen und damit verbundene veränderte Personalkosten - die eine kommunale Betreibung zum jetzigen Zeitpunkt wesentlich teurer- und erhebliche Umschichtungen im Haushalt nötig machen würden. Die von der Verwaltung dazu vorgeschlagenen Möglichkeiten fanden keine Mehrheit im Stadtrat. Deshalb ist die Vergabe der Kita-Betreibung an Dritte aktuell vielleicht der bessere Weg. Diese Entscheidung liegt allerdings in den Händen der Stadträte“, so Frau Rinke.

Im Obergeschoss – hier haben die Kindertagesstätten ihren Platz – sind bis auf Fußboden- und Deckenarbeiten alle Vorbereitungen abgeschlossen. Im Erdgeschoss - hier ziehen Kindertreff, Beratungsstelle, schulvorbereitende Einrichtung und ein großer Speisesaal ein -, müssen noch die Fußboden-, Trockenbau- und die Malerarbeiten abgeschlossen werden. Darüber hinaus müssen in beiden Etagen noch Küchen bzw. Essenausgabestationen eingebaut- und der Speisesaal ausgestattet werden.

Ob die Mittel dazu im Haushalt umgeschichtet werden können, darüber soll jetzt der Finanzausschuss entscheiden. „Das Ursprungs-Konzept der Küchen wurde erheblich verkleinert. Den Speisesaal sollen auch die Schüler der benachbarten Grund- und Regelschule mitbenutzen“, so Frau Rinke.

Erste Reaktionen auf den nnz-Beitrag gab es auch aus dem Stadtrat. So sagte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Rainer Bachmann: "Ein modernes Kinderzentrum unter dem Dach der Kommune ist eine gute Sache und sollte nicht am Geld scheitern!"
Autor: nnz

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Kommentare
WR-NDH
24.01.2012, 07:38 Uhr
Wieso
kann denn ein freier Träger Kindereinrichtungen preiswerter betreiben als eine Kommune?
• Wenn die Organisation und Leitung der Betreibung bei den „Freien“ zu höherer Effektivität und damit niedrigeren Kosten führen sollte, kann ich nur empfehlen: nachmachen!
• Wenn die niedrigeren Betreiberkosten der „Freien“ allerdings lediglich dadurch realisiert würden, dass diese ihren MitarbeiterInnen für die gleiche Leistung weniger bezahlen als die Kommunen gibt es doch nur eine Lösung: Gleicher Lohn für gleiche Leistung. Die Kommunen müssten doch eigentlich im Vorteil sein, denn im Gegensatz zu den privaten Dienstleistern müssen sie ja nicht Gewinne für die Firmeninhaber erwirtschaften. Kostendeckend arbeiten genügt doch, oder?
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