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Fr, 12:10 Uhr
20.01.2012

nnz-Forum: Freude und Genugtuung

Im Rahmen der Ausschreibung des Thüringer Umweltpreises 2011 wurde der Bürgerinitiative Steigerthai im Dezember vom Thüringer Umweltminister Jürgen Reinholz eine Auszeichnungsurkunde für ihr besonderes Umweltengagement übersandt. Dazu ein Leserbrief im Forum der nnz...


Mit großer Freude haben wir diese Ehrung entgegengenommen und hoffen nun auf eine schnelle Bereitstellung der dringend erforderlichen Fördermittel durch das Land Thüringen, damit mit den längst fälligen Bauarbeiten für den neuen Abwasserkanal und der Straßen im Ort begonnen werden kann. Dies umso mehr, da die Zeit drängt; denn laut Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie muss sich insbesondere die Grundwasserqualität im EU-geschützten FFH- und Natura 2000­ Gebiet "Alter Stolberg" bis zum Jahr 2015 in einem guten ökologischen Zustand befinden.

Zum anderen liegt die Gemeinde Steigerthai inmitten des jüngst ausgezeichneten "Naturpark Süd harz" und hat als Eingangspforte zu unserer wunderschönen, europaweit einzigartigen Gipskarstlandschaft hohes Entwicklungspotenzial. das nicht ungenutzt bleiben darf.

Die Bürgerinitiative Steigerthai dankt in diesem Zusammenhang Gisela Hartmann (Bündnis 90/Grüne) für ihre fortwährende Unterstützung, Dipl. -Geologen Reinhard Völker für das staatlich geprüfte geologische Gutachten, Bodo Schwarzberg vom BUND Nordhausen für seine Aufklärungsarbeit als Umweltschützer und allen Initiatoren der Bürgerinitiative, besonders Ingolf Etzrodt, Heidrun Schinkel und Jeanette Preuß, die sich unermüdlich für den Fortschritt und Aufwertung unserer Heimatgemeinde einsetzen.
Günter und Birgit Lungershausen, Steigerthal
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Bodo Schwarzberg
20.01.2012, 21:21 Uhr
Auszeichnung für Steigerthal beachtenswert
Ich muss schon sagen, dass ich diese Ehrung der Bürgerinitiative aus Steigerthal nicht erwartet hätte. Aber damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Ich freue mich außerordentlich für die Bürgerinitiative! Die Auszeichnung bedeutet eine Aufwertung bürgerschaftlichen Engagements im Umweltbereich. Und das benötigen wir dringend. In Ostdeutschland steckt dieses nämlich noch in den Kinderschuhen! Die Sundhäuser und Steigerthaler aber haben bewiesen, dass es auch "bei uns" ein solches ehrenamtliches Engagement gibt. Dennoch hat mich die Ehrung überrascht: Denn immerhin waren die Steigerthaler ja recht unbequem und sie fordern die klammen Geldbeutel in Land und Stadt zur Öffnung, falls sie sich denn auch tatsächlich ZEITNAHE öffnen.
Vielleicht aber ist der Preis auch Kalkül der Regierenden: Mit ihm könnte nämlich auch von anderen Problemen abgelenkt werden: So weit mir bekannt ist, gibt es ähnliche Probleme mit versickerndem Schmutzwasser wie in Steigerthal auch in Buchholz und Herrmannsacker. Sollte das stimmen, hoffe ich auch dort auf entsprechende Initiativen. Zugleich könnte die Auszeichnung von den vielen ungelösten Umsetzungsproblemen der FFH-Richtlinie in Thüringen ablenken, insbesondere bezüglich Landschaftspflege.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Äußerung von Minister Reinholz mir gegenüber, dass er kein EU-Land kennt, das für die Nichtumsetzung dieser Richtlinie bisher zur Kasse gebeten wurde. Eine solche Äußerung spricht Bände. Man könnte also annehmen: Lieber ein Preis für eine kleine, aktive Bürgerinitiative, als die ganz großen Handlungsfelder zu beackern. Ich würde mich freuen, wenn mein Misstrauen unberechtigt wäre!
In diesem Zusammenhang hoffe ich zum Beispiel, dass die Bestrebungen des neu gegründeten Landschaftspflegeverbandes von der Landeregierung nachhaltig unterstützt wird.
Denn irgendwann wird die EU auch in Thüringen vorstellig werden, um zu schauen, wie der Freistaat die FFH-Richtlinie umsetzt. Und dann nützen Ausreden mehr. Dann zählen nachprüfbare Fakten.
Herzlichen Glückwunsch nach Steigerthal. Und lasst erst nach, wenn das Karstwanderwegs-Schild "Dreckponor", das ich sogar in meinem Buch "Menschenbilder aus der Harz-und Kyffhäuserrergion" auf Seite 929 verewigt habe, durch eine naturfreundlichere Bezeichung ersetzt werden kann! - Und zwar auf Grund geschaffener Tatsachen!
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