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Mi, 13:26 Uhr
11.01.2012

Gedenktafel und Vernissage

Am Samstag ehrt die Stadt Nordhausen anlässlich seines 100. Geburtstages den Nordhäuser Dichter und Schriftsteller Rudolf Hagelstange. Was da alles geplant ist, das hat die nnz erfahren...


Um 15.00 Uhr wird an seinem Geburtshaus in der Oskar-Cohn- Straße 4 eine Gedenktafel im Beisein der Familie Hagelstange enthüllt. Im Kunsthaus Meyenburg eröffnet um 18.00 Uhr Oberbürgermeisterin Barbara Rinke die Ausstellung „Literatur und Kunst Rudolf Hagelstange“. Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernimmt Gerd Franzke am Klavier.

„Diese Sonderausstellung präsentiert neben den literarischen Werken von Rudolf Hagelstange 124 Original-Grafiken von 10 Künstlerinnen und Künstlern, die mit dem Schriftsteller befreundet waren und seine Bücher künstlerisch gestaltet und illustriert haben“, kündigt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose an.

Gezeigt werden klein- und großformatige Holzschnitte von HAP Grieshaber und Hansen-Bahia, die zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der 60er Jahre des 20. Jh. gehören, einige Werke des belgischen Künstlers Frans Masereel sowie Radierungen und Lithographien von Käthe Kollwitz und Friedrich Dornbusch, deren Beziehung zu Hagelstange und zu Nordhausen ebenfalls in der Ausstellung thematisiert wird.

Einen Großteil der Ausstellung nehmen die Arbeiten des Kölner Grafikers und Buchkünstlers Eduard Prüssen ein. Gezeigt werden zahlreiche Vorzeichnungen und Buchillustrationen, die der Künstler zu den Werken von Hagelstange geschaffen hat, z.B. „Der sächsische Großvater“ und „Hausfreund bei Calypso“. Desweiteren werden Blätter von Helmut Bibow aus der Reihe „Allegro“, von Marianne Siedenstein-Berwig und Doris Bambach ausgestellt.

Der Münchner Grafiker Bernhard Kühlewein, der das Buch „Von großen und kleinen Tieren. Listig lustige Fabeln“ und die Erstausgabe des Titels „Letzte Nächte“ illustriert hat, präsentiert nicht nur seine Buchillustrationen, sondern wird auch zur Ausstellungseröffnung sprechen. „Wir freuen uns sehr ihn zur Vernissage begrüßen zu dürfen, bei der er ein Gedicht Hagelstanges interpretieren wird, das die humorvolle Seite des Schriftstellers zeigt, “sagt Frau Klose.

Die teils farbigen, teils schwarz-weißen grafischen Arbeiten werden durch plastische Arbeiten von Peter Genßler und Albrecht Glenz, ergänzt, die Büsten von Hagelstange geschaffen haben sowie Reliefs von Margret Böning. Einen wichtigen Bereich nehmen die zahlreichen bibliophilen Bücher ein, die größtenteils von dem Sammler Dr. med. Jörg Trekner und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln zur Verfügung gestellt worden sind. Weitere Leihgaben stammen aus dem Kunstmuseum Bayreuth und von den ausgestellten Künstlerinnen und Künstlern, aus der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung sowie von privaten Leihgebern.

Erstmalig in einer Ausstellung im Kunsthaus Meyenburg wird es einen eigenen Lesebereich geben, in dem die interessierten Besucher sich in aller Ruhe mit allen literarischen Werken von Rudolf Hagelstange beschäftigen können.

Die Ausstellung ist bis zum 18. März im Kunsthaus Meyenburg zu sehen. Öffnungszeiten: Di So 10 bis 17 Uhr
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