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Mi, 15:48 Uhr
04.01.2012

Mit Gewalt geöffnet

In Nordhausen-Ost zu Wochenbeginn eine Wohnung gewaltsam geöffnet. Dort soll ein Hund lange Zeit gebellt haben. Eine junge Frau berichtete heute der nnz von Willkür des Ordnungsamtes...


In Nordhausen-Ost zu Wochenbeginn eine Wohnung gewaltsam geöffnet. Dort soll ein Hund lange Zeit gebellt haben. Eine junge Frau berichtete heute der nnz von Willkür des Ordnungsamtes...

Am Vormittag rief eine junge Frau in der nnz-Redaktion an und berichtete, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes gewaltsam ihre Wohnung geöffnet und ihren Hund mitgenommen hätten. Die Ordnungshüter hätten einen karierten Zettel hinterlassen, auf dem notiert war, dass der Hund ins Nordhäuser Tierheim gebracht wurde. „Das kann doch nicht sein“, sagte Anja S. (Name geändert), wir müssen nicht auch noch die Tierheimkosten bezahlen. „Ich will meinen Hund zurück“. Von der Nordhäuser Stadtverwaltung wollten wir Aufklärung und erhielten folgendes Statement.

Am Montag, dem 2. Januar 2012, erhielt die Stadt Nordhausen als Ordnungsbehörde eine fernmündliche Mitteilung von besorgten Anwohnern über eine mögliche hilflose Person im Zusammenhang mit einem seit Stunden bellenden Hund im Wohngebiet Nordhausen-Ost. Nach Prüfung des Sachverhaltes vor Ort durch Mitarbeiter der Ordnungsbehörde nahmen die Beamten der Berufsfeuerwehr der Stadt Nordhausen eine Notöffnung der Wohnung vor. Glücklicherweise fanden die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde keine hilflose Person vor.

Bei dem in der Wohnung befindlichen Hund handelte es sich um einen Staffordshire-Bullterrier-Labrador-Mischling. Dieser gilt nach dem Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren als gefährlicher Hund und dessen Haltung bedarf der behördlichen Erlaubnis. Eine derartige Erlaubnis liegt nicht vor. Deshalb wurde der Hund sichergestellt und ins Nordhäuser Tierheim gebracht. Den Hund allein in der Wohnung zu belassen schien den Mitarbeitern auch aufgrund des andauernden Bellens nicht gerechtfertigt.

Entsprechend den Bestimmungen des Gesetzes bleibt der Hund solange in Verwahrung, bis der Halter die notwendigen Erlaubnisvoraussetzungen beigebracht hat. Der Wohnungsinhaber wurde mit einem Schreiben informiert, das in der Wohnung hinterlegt wurde. Die Ordnungsbehörde ist sich der Umstände bewusst, die mit dem Handeln verbunden waren. Die Vorgehensweise war allerdings alternativlos.
Autor: nnz

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Kommentare
andy
04.01.2012, 16:45 Uhr
ordnungsamt?????
Ja, so sind die Damen und Herren vom sogenannten Ordnungsamt. Sie solln sich lieber mal um wilde Deponien hier in Ost kümmern, da haben sie genug zu tun sowie über Wege die der Stadt gehören und nicht gepflegt werden. Macht das unsereins ist der Teufel los und es hagelt "Bußgelder".

A.
-Insider-
04.01.2012, 17:05 Uhr
unabhängig
davon, dass das ordnungsamt richtig gehandelt hat...das letzte wort "alternativlos", welches sie sich von frau ferkel aus berlin abgeschaut haben, sollte aus dem behördlichen sprachgebrauch verschwinden...
monster
04.01.2012, 18:24 Uhr
richtig so!
Wenn ein hund nicht gemeldet ist und die behördlichen Genehmigungen nicht vorliegen, dann gehört der hund nun einmal nicht zu der Frau. Wenn ich so ein Tier halten möchte, dann muss ich mich über die Voraussetzungen informieren. UND diese erfüllen. Wer das nicht tut, hat halt Pech gehabt.

Wird ein Kind von solch einem hund angefallen, dann schimpfen wieder alle, ABER wenn die Behörden vorsorglich handeln, ist es auch falsch... Komisch.
monster
04.01.2012, 18:36 Uhr
und andy...
... Ungepflegte Wege sind nicht schön anzusehen - keine frage - aber Hunderassen mit einer großen Beißkraft in unerfahrenen und unvorsichtigen Händen finde ich viel schlimmer.

Und auf der anderen Seite reden wir hier vom Ordnungsamt und nicht vom Gärtner der die Wege pflegt...
Tuffi23
05.01.2012, 17:58 Uhr
Rasse nicht gleich Wesen!!!
Also mal ehrlich, dieses engstirnige Denken nervt. Gebt den Hund der Besitzerin wieder. Komisch wenn der Hund soooo gefährlich sein soll warum hatt er sein Revier nicht verteitigt und die Leute vom Ordnungsamt angefallen? Meiner Meinung ist das Wesen nicht Rasse abhängig sondern Besitzer abhängig.

Am Ende ist der Hund wieder der Dumme der jetzt im Tierheim sitzt und weiß net was los ist, nur weil er ne "falsche" Rasse ist. Wenn der Hund so unaufällig war gegen Fremden gegenüber würd ich ihr den Hund wieder geben und die Papiere nachreichen lassen.
monster
05.01.2012, 23:53 Uhr
ich bin ganz deiner meinung Tuffi23
ich bin selber hundebesitzer und weiß, dass die tiere nur so "gut" sind, wie ihre besitzer. aus diesem grund gebrauche ich auch das wort kampfhund nicht.

allerdings sind wegen hunden mit starker beißkraft bereits menschen gestorben (ich erinnere an das mädchen in oldisleben!). natürlich beißen auch andere hunde - ganz klar. aber die auswirkungen sind dann nicht so verheerend. aus diesem grund gibt es diese verordnung. und LEIDER werden solche hunde oft als statussymbol von jüngeren menschen "genutzt" - LEIDER!!! das soll nicht heißen, dass ich denke, dass die junge frau dazu gehört!

wie ich es aus dem artikel entnehmen konnte, wurde die tür ja nur geöffnet, weil der hund sehr lang allein war und gebellt hat. und in folge wurde der hund überprüft. wenn dann die gesetzlichen bedingungen nicht erfüllt sind, dann muss man sich nicht wundern, wenn einem der hund entzogen wird. leidtragend ist nun wieder der hund - schade!

auch ich muss die hundesteuern und versicherungen zahlen - weil es als hundebesitzer meine pflicht ist. warum erfüllen dann solche hundebesitzer ihre pflichten nicht?
Andy1962
06.01.2012, 02:27 Uhr
Das Ordnungsamt ist im RECHT!
Wenn ein Gesetz raus kommt, muss man sich dran halten, macht man dieses nicht, muss man mit den Konsequenzen rechnen. Dies nur mal bezüglich der Hunderasse und das Unterbringen im Tierheim. Schließlich hat ja nicht das Ordnungsamt das Gesetz raus gebracht, sondern unser lieber Staat...

Zwecks Öffnen der Wohnungstür wurde ebenfalls völlig richtig gehandelt. Es hätte doch sein können, das sich der Verdacht bestätigt und sich eine hilflose Person dahinter befindet. Versetzt euch doch mal in die Lage, ihr werdet sicherlich auch froh gewesen, wenn ihr hilflos in der Wohnung liegt und Helfer in Anmarsch sind. Glücklicherweise war dies nicht der Fall. Aber jeder der sich darüber aufregt, dem dürfte auch nicht geholfen werden.....denkt mal drüber nach....

und hackt nicht immer auf dem Ordnungsamt rum...die machen nur Ihre Arbeit und das würdet ihr auch tun wenn Ihr da arbeitet. Überlegt mal wer der große Chef ist und die Gesetze macht, den wir allen gehorchen müssen.
Tuffi23
06.01.2012, 12:04 Uhr
Wie wärs mal mit nem sinnvollen Gesetz?!
Aus meiner Sicht wäre es mal sinnvoll ein Gesetzt zu erlassen wo man für Tierhaltung ne Erlaubnis braucht, also mal nicht nur Rassen abhängig. Wie oft hab ich selbst schon miterlebt wie Tiere leiden nur wegen unerfahrenen Besitzern. Und dann wundern sich die Leute wenn die Tiere nen Knaks wegkriegen. Und wär ist dann wieder Schuld?!

Nein nicht der Besitzer der ja angeblich keine Fehler gemacht hat, sondern das arme Tier das nur durch den Beitzer so geworden ist. KEIN Tier wird böse geboren!!! Es kommt immer auf den Umgang an! Ist beim Menschen doch genauso. Viele vergessen das Tiere auch Lebewesen sind und auch oft mehr Verstand haben als der Menschen. Müsste mal wie in Amerika sein. Hab mal ne Sendung gesehen da gibts ne Tierpolizei die SPCA und die geht den Leuten nach diezu unfähig sind Tiere zu halten. Und diese werden dann richtig für bestraft. Find ich Super. Aber hier interessierts ja keinen. Meist heißt es ja leider es ist ja nur ein Tier. Immer dran denken ein Tier ist KEIN Gegenstand sondern ein LEBEWESEN!!!
monster
06.01.2012, 18:52 Uhr
wie wäre es denn...
... Wenn wir hier nicht über den Inhalt von Gesetzen diskutieren? Die werden wir sowieso nicht ändern und wir müssen uns daran halten.

Fakt ist das die Frau sich nicht daran gehalten hat und jetzt mit den Konsequenzen leben muss!
Freidenker 1304
06.01.2012, 20:23 Uhr
Hundehaltung und Tierliebe
Um es gleich vorwegzunehmen, meines Erachtens haben Nachbarn und Behörde völlig richtig gehandelt. Wenn stundenlanges Hundegebell nervt, kann es ein einsamer Hund sein. Oder ein verhaltensgestörter Hund. Oder ein Hund, der Hilfe für seine Besitzer benötigt. Ich kenne die Hintergründe nicht, aber wenn die Behörde den Hund mitnimmt, muß ja etwas nicht stimmen. Wobei ich der Halterin nicht fehlende Versorgung und Tierliebe unterstellen will.

Doch gerade zum Thema Tierliebe und Tierschutz läuft einiges schief hier im Staate. Gern, jeder soll sein Haustier halten dürfen. Aber bitte artgerecht und tolerant. Mittlerweile wohnen in manchem Wohngebiet oder Mehrfamilienhaus mehr Tiere als Kinder. Und für manche Mitbewohner haben diese auch scheinbar einen höheren Stellenwert als Kinder. Da wird der Hund verhätschelt, beim Gassigehen darf’s auch mal in den Sandkasten sein und Haufen machen die wenigsten Besitzer weg. Und dabei ist ein Hund noch recht harmlos. Was da so in Deutschlands Wohnstuben und Kinderzimmers kreucht und fleucht ....

Ich weiss nicht, wie sie reagieren würden, wenn da plötzlich eine Kobra in dem Toilettenbecken liegt, gar eine Tarantel über den Balkon spaziert oder ein Skorpion im Keller rumkriecht. Ausgebüchst ist schon manches Haustier. Aber in Deutschland kann man ja so was frei kaufen. Sachkunde, was ist denn das ? Und wo sind Haltungsgrenzen ? Wie wäre es mit einer Waffenbesitzkarte für gefährliche und giftige Tiere. Ein giftiger Kugelfisch oder Rotfeuerbarsch im Aquarium muß doch auch nicht sein, oder? Da ist Ratte, Gecko und Boa ja direkt schon harmlos. Warum regt sich darüber niemand auf ? Wo bleiben denn da die lieben Tierschützer ?

Na ja, lieber mal schnell einen Jäger vom Hochsitz gesägt, nech. Und dabei noch ein paar Mücken erschlagen, die gerade stechen. Aber ein Hoch auf unseren Tierschutz, und wenn die Sauen durch die Strassen laufen ! Doch noch mal zum Thema Hund, um den es ja geht. Ich beispielsweise finde ich es immer wieder toll, wenn ein Schäferhund, Rottweiler oder ein Dobermann ein zehnjähriges Mädchen Gassi führt. Ja, richtig rum geschrieben. Oder zwei Hundebesitzer ihre sich angeifernden Hunde versuchen zu trennen. Da geht es eine ganze Viertelstunde: „Hör auf - aus – Pfui“. Erziehung, hier Fehlanzeige ! „Aber er ist ja sooo lieb“, „und er tut auch keinen was“ !

Hier in diesem Falle ist ja alles gut abgelaufen. Es gab keine hilflose oder tote Person, der Hund war zu beruhigen und ist erst einmal versorgt. Hätte der Hund einen Kameraden der Feuerwehr angegriffen und ihn ernst verletzt, wäre er bestimmt anders behandelt worden. Und die Tierhalterin auch, diese hätte jetzt ein riesiges juristisches Problem ! Dagegen ist der Tatbestand der ungerechtfertigten Haltung eines erlaubnispflichtigen Hundes und die Unterbringung im Tierheim bis zur Klärung des Verbleibs das kleinere Übel. Ich will das nicht verharmlosen, Gesetze sind für alle da.

Und hier ist gegen eine Verordnung verstoßen worden. Und das sollte auch geahndet werden. Was wäre denn, wenn dieser Hund wirklich irgendeinmal aggressiv wird. Na ja, das kann bei jedem anderen Tier auch so sein. Egal ob Hund oder Katze oder Pferd und anderes. Nur mich nervt immer wieder der Spruch „mein Tier macht so was nicht“. Und alle sind entsetzt, wenn etwas passiert. Beispiele gibt es genug, das jahrelang „liebe“ Hunde auch mal austicken. Die Hundehalterin sollte froh sein, das nichts passiert ist. Noch dazu, wenn ich es richtig verstanden habe, wenn die Behörde der Frau die Möglichkeit einräumt eine Erlaubnis durch Sachkundenachweis und Wesenstest zu erlangen.

Aber mal zum Thema Tierfreund oder Tierfreundin. Ich habe nichts gegen Hunde und Katzen. Aber ich bezeichne es auch als Tierquälerei, einen verängstigten oder verstörten Hund über Stunden allein zu lassen. Wenn man arbeiten geht und keine Zeit für das Tier hat, solch Tierhaltung zeugt wohl auch von falsch verstandener Tierliebe, oder ? Und wenn Nachbarn ständiges Gekläff dann als Notfall deklarieren, wer will es ihnen verdenken. Es sei denn, sie wissen, das der Hund täglich bellt ... ein Schalk, der Arges dabei denkt. Auf alle Fälle ein Grund für die Tierhalterin, sich bei den Nachbarn wegen der Lärmbelästigung zu entschuldigen...
monster
07.01.2012, 12:40 Uhr
freidenker...
Es ist bereits Pflicht, alle Hunde und gefährlicherdn Tiere jeglicher Art beim Ordnungsamt anzumelden. Sicher wird es, wie immer, Tierbesitzer geben, die das nicht tun. So ist es nun einmal...

Und um noch einmal auf die Tierschützer zu sprechen zu kommen: Organisation wie peta und der wwf sind 365 Tage im Jahr für den Tierschutz aktiv. Aber leider können sie nicht überall sein um jeden einzelnen Tierbesitzer zu überprüfen. Und dann wären da ja auch noch die Gesetze an die sich die Tierschützer halten müssen und die ihr handeln stark einschränken...
Pe_rle
08.01.2012, 00:32 Uhr
der doch so schlechte Hund
mir fällt hier bei den Schreiberlingen auf das der größte Teil überhaupt gar keinen Hund hat.Nur,man will ja einfach mal mitreden.Fest steht,es gibt ein Gesetz und das sollte nach Möglichkeit eingehalten werden,bin ich auch dafür.Mich ärgert das immer nur über Hunde geschimpft wird.

Aber komischerweise ist gerade er,der Hund, der einzige für den eine Steuer fällig ist. Man bedenke nur das so mancher der heute über den Hund schimpft,irgendwann mal auf die Rettung durch den Hund angewiesen sein kann,dann hätte ich gern mal hingehört,wie das Mäntelchen in den Wind gedreht wird.

Für mich ist die Spezie Mensch das Untier,er zerstört die Erde jeden Tag ein klein bissl mehr.
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