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Mi, 15:59 Uhr
21.12.2011

Karstwandern nach Karte

Ein wetterfestes Wanderleporello zum gesamten Verlauf des Karstwanderwegs ist neu erschienen. Mit der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft (KKV) aus Nordhausen hat ein einheimischer Verlag zum ersten Mal eine solche Kartenübersicht mit Informationen zu Orten, Kultur- und Naturdenkmalen sowie geologischen Besonderheiten mit Texten und Bildern aufgelegt...

Neue Karte (Foto: privat) Neue Karte (Foto: privat)

Ab dem 23. Dezember ist das Leporello zum als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichneten Karstwanderweg in den Tourismusinformationen der Region sowie im Buch- und Zeitschriftenhandel für 6,50 Euro erhältlich. „Die hohe Nachfrage nach Karten zum Karstwanderweg nahm die Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft zum Anlass, in enger Zusammenarbeit mit der länderübergreifenden Arbeitsgemeinschaft Karstwanderweg das neue Wanderleporello Karstwanderweg im Südharz zu veröffentlichen“, so Frank Böhme, Geschäftsführer der KKV.

Neue Karte (Foto: privat) Neue Karte (Foto: privat)

Der Karstwanderweg führt durch eine einzigartige Naturlandschaft von Förste bei Osterode in Niedersachsen bis Pölsfeld in Sachsen-Anhalt. Karsterscheinungen reihen sich am südlichen Harzrand perlschnurartig aneinander: Höhlen, Erdfälle, Karstquellen, Bachschwinden, Felsen, weiße Wände und viele weitere Phänomene des grünen Karsts erschließt dieser überregionale Wanderweg, der aus beiden Richtungen erkundet werden kann. Das rund 2,70 Meter lange, zieharmonikaartig auf Taschenformat gefaltete neue Wanderleporello stellt den gesamten Karstwanderweg mit rund 230 Kilometern Länge von Sangerhausen bis Osterode im Maßstab 1:33.000 dar.

Als Startpunkt für die Kilometrierung auf der Karte wurde Pölsfeld im Osten gewählt. In Gudersleben im Landkreis Nordhausen teilt sich der Karstwanderweg und führt auf einer Südroute über Pöhlde nach Förste und dann auf einer Nordroute über Osterode wieder zurück nach Gudersleben. Außerdem ist das Südharzer Wanderwegenetz rund um den Karstwanderweg in der Karte mit dargestellt. Ein UTM-Gitter zur GPS-Nutzung und eine Geländeschummerung runden das Leporello ab.

Wie beliebt der Karstwanderweg ist, zeigt auch die Entwicklung der Teilnehmerzahlen an den geführten Sonntagswanderungen, die die Fördervereine des Karstwanderweges in den drei Harzer Bundesländern in einer Arbeitsgemeinschaft anbieten. Kamen 2008 noch rund 1000 Wanderer zu den regelmäßigen sonntäglichen Touren, waren es in diesem Jahr fast 1850 Wanderer – ein Rekordergebnis. „Der Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen e.V. bedankt sich bei seinen Mitgliedern, Unterstützern, Wanderführern und treuen Wanderfreunden auf dem Südharzer Karstwanderweg“, sagt Andreas Heise, Vorsitzender des Fördervereins.

„2011 war für uns als junger Verein ein Jahr mit vielen tollen Ergebnissen, die ohne Unterstützung aller Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen wäre. Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung des Karstwanderwegs als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland und über das erstmalige Erscheinen der Gesamtwanderkarte des Südharzer Karstwanderwegs als wetterfestes Leporello noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest.“

Mehr zum Wanderleporello gibt es auch im Internet unter www.kk-verlag.de. Die ISBN der Karte lautet 978-3-86973-042-4. Das neue Programm mit den rund 40 Sonntagswanderungen und weiteren Veranstaltungen 2012 wird wie gewohnt als Faltblatt voraussichtlich Mitte Januar erscheinen. Schon jetzt stehen alle Termine im Internet unter www.karstwanderweg.de.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
21.12.2011, 22:37 Uhr
Kartenwerk ist zu begrüßen
Ich selbst habe zwar die Karte noch nicht, werde sie mir aber garantiert zulegen. Der angegebene Maßstab von 1:33.000 ist einerseits günstig, weil auch kleinräumigere Landschaftsausschnitte gut darstellbar sind, andererseits ist er zu den gängigen Maßstäben 1:10.000, 1:25.000 oder 1:50.000 nicht kompatibel. Wer wie ich gewohnt ist, nach Karte zu wandern, für den bedeutet ein so ungewöhnlicher Maßstab eine gewisse Umstellung.

Im ausgezeichneten Karstwanderweg sehe ich einen Multiplikator für unsere Region und für den Harz an sich: Zum einen trägt er zur Erhöhung der Identifikation der Menschen nicht nur mit ihren jeweiligen Wohnorten, sondern auch mit der diese umgebenden Landschaft bei. Zum zweiten glaube ich daher, dass er den Bestrebungen der Gipsindustrie zuwider läuft, Landschaft zu zerstören: Denn ein Weg, der seine Existenz den Naturschönheiten der Region verdankt, würde durch deren Vernichtung existenziell und als Aushängeschild gfährdet.

Drittens trägt der Weg zu einer Erneuerung und Erweiterung des verstaubten Begriffes "Wandern" bei. Im Vergleich mit anderen landschaftlich reizvollen Regionen Mitteldeutschlands trifft man im Landkreis Nordhausen zudem auf erstaunlich wenige Wanderer.

Nicht zuletzt finde ich es gut, dass das neue Kartenwerk auch benachbarte Wege herausstellt. Ein solch gut markierter und publizierter Weg wie der Karstwanderweg scheint sich, so meine persönliche Beobachtung, zunehmend auch positiv auf die Markierungssituation der untergeordneten regionalen Wanderwege auszuwirken. Allerdings gibt es auf diesem Gebiet noch einen sehr großen Nachholbedarf.

Für das Jahr 2013 plane ich eine Nonstop-Erwanderung des gesamten Karstwanderwegssystems, nachdem wir 2003 bereits den Rennsteig auf seiner gesamten Länge über 169 km und 2005 den Hexenstieg über seine Länge von 100 km in einem Stück erwandert hatten. Allerdings sind 233 km noch einmal eine Nummer größer, aber schaffbar.
Borstel
21.12.2011, 23:07 Uhr
Da kann ich nur gratulieren
Als viel wandernde Rentner lieben wir die Karstwanderwege unsere Heimat ganz besonders.
Wir sind immer wieder faziniert, Wege zu gehen, die uns noch unbekannt sind und ich kann selbst, wenn es mal einen riesen Umweg wird, weil die Karte eben zu Hause liegt sagen: "Es gibt immer einen Weg"
Danke an alle die zur Herstellung dieser Karte beigetragen haben. Wir werden sie recht bald kaufen....und auf geht;s
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