Mi, 11:47 Uhr
21.12.2011
"Ich will es nochmal wissen"
Seit 1990 sitzt der Mann ununterbrochen im Landtag, hat fünfmal die meisten Stimmen in seinem Wahlkreis erhalten - jetzt will er noch einmal die "Pferde" wechseln. Vom Landtag in das Landratsamt. nnz sprach heute mit Egon Primas (CDU)...
In dem beginnenden Wahlkampf klingt sie hin und wieder an - die Zeit vor der politischen Wende oder die Wendezeit selbst. Ein Wendehals, eine Blockflöte sei er gewesen. "Ich glaube nicht, dass dieses Uraltargument mir schadet, im Gegenteil, die Menschen würden schon genau hingucken, wer da was sagt. Sie würden genau unterscheiden, wessen Biographie in dieser Region verortet ist und wer nicht. Mein Stil wird der Blick in die Vergangenheit nicht sein", sagt der 59jährige Landespolitiker und hakt das Thema für sich ab.
Was er sich vornimmt für den Fall eines Wahlsieges im kommenden Jahr, das sagte er heute Vormittag auch,. "Ich will in den sechs Jahren, die mir bleiben, den Landkreis so aufstellen, dass er seiner Bedeutung in einem anderen Gebilde gerecht wird. Dies gilt auch und insbesondere für die Stadt Nordhausen als das wirtschaftliche Zentrum in Nordthüringen". Wie die politische Landkarte am Ende der nächsten Legislaturperiode aussehen könnte, darauf will sich Primas nicht festlegen. Wohl aber könnte man aus dem Eichsfeld einige evangelische Gemeinden zurückholen, die dann Bestandteil eines größeren Landkreises, vielleicht gemeinsam mit dem jetzigen Kyffhäuserkreis seien.
Und dann spult Egon Primas das Programm ab, das jeder auch erwarten wird. Kernaussage - ich nehme alle mit. Die Wirtschaft, das Handwerk, die Mitarbeiter des Landratsamtes, die Freiwilligen Feuerwehren, die Kreissparkasse, die Schwimmhalle in Sollstadt und das Südharz-Krankenhaus. Letzteres werde von ihm nicht zum Bestandteil des Wahlkampfes gemacht. Vielmehr wolle er der Geschäftsleitung einen Brief schreiben. Darin werde er sich klar und eindeutig zur kommunalen Zukunft des Hauses bekennen. "Mit mir als Landrat wird es keine Privatisierung geben!"
Das in den kommenden sechs Jahren die Finanzen des Landkreises, vor allem der 20-Millionen-Euro-Soll-Fehl-Betrag, in Ordnung gebracht werden, das sei illusorisch. Vor allem aber müsse man die explodierten Sozialkosten in den Griff bekommen. Dazu könne auch die Service-Gesellschaft ihren Beitrag leisten, deren neuer Gesellschaftsvertrag den Weg ebnen kann, so der Kandidat.
Im kommenden Jahr wird die heiße Phase des Wahlkampfes beginnen, ist sich Primas sicher. Er werde viel mit den Menschen reden, die ihn wählen sollen. Er werde ihnen klar machen, dass er der Richtige für die frei werdende Stelle im Landratsamt sei. Ob er dafür Unterstützung anderer CDU-Größen vom Land oder vom Bund brauche? Die konkrete Antwort lässt er offen: Die Zeit der Massenaufläufe und der markigen Reden sei vorbei. Trotzdem baut auch Egon Primas auf Schützenhilfe aus seiner Partei, hier an der kommunalen Basis.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzIn dem beginnenden Wahlkampf klingt sie hin und wieder an - die Zeit vor der politischen Wende oder die Wendezeit selbst. Ein Wendehals, eine Blockflöte sei er gewesen. "Ich glaube nicht, dass dieses Uraltargument mir schadet, im Gegenteil, die Menschen würden schon genau hingucken, wer da was sagt. Sie würden genau unterscheiden, wessen Biographie in dieser Region verortet ist und wer nicht. Mein Stil wird der Blick in die Vergangenheit nicht sein", sagt der 59jährige Landespolitiker und hakt das Thema für sich ab.
Was er sich vornimmt für den Fall eines Wahlsieges im kommenden Jahr, das sagte er heute Vormittag auch,. "Ich will in den sechs Jahren, die mir bleiben, den Landkreis so aufstellen, dass er seiner Bedeutung in einem anderen Gebilde gerecht wird. Dies gilt auch und insbesondere für die Stadt Nordhausen als das wirtschaftliche Zentrum in Nordthüringen". Wie die politische Landkarte am Ende der nächsten Legislaturperiode aussehen könnte, darauf will sich Primas nicht festlegen. Wohl aber könnte man aus dem Eichsfeld einige evangelische Gemeinden zurückholen, die dann Bestandteil eines größeren Landkreises, vielleicht gemeinsam mit dem jetzigen Kyffhäuserkreis seien.
Und dann spult Egon Primas das Programm ab, das jeder auch erwarten wird. Kernaussage - ich nehme alle mit. Die Wirtschaft, das Handwerk, die Mitarbeiter des Landratsamtes, die Freiwilligen Feuerwehren, die Kreissparkasse, die Schwimmhalle in Sollstadt und das Südharz-Krankenhaus. Letzteres werde von ihm nicht zum Bestandteil des Wahlkampfes gemacht. Vielmehr wolle er der Geschäftsleitung einen Brief schreiben. Darin werde er sich klar und eindeutig zur kommunalen Zukunft des Hauses bekennen. "Mit mir als Landrat wird es keine Privatisierung geben!"
Das in den kommenden sechs Jahren die Finanzen des Landkreises, vor allem der 20-Millionen-Euro-Soll-Fehl-Betrag, in Ordnung gebracht werden, das sei illusorisch. Vor allem aber müsse man die explodierten Sozialkosten in den Griff bekommen. Dazu könne auch die Service-Gesellschaft ihren Beitrag leisten, deren neuer Gesellschaftsvertrag den Weg ebnen kann, so der Kandidat.
Im kommenden Jahr wird die heiße Phase des Wahlkampfes beginnen, ist sich Primas sicher. Er werde viel mit den Menschen reden, die ihn wählen sollen. Er werde ihnen klar machen, dass er der Richtige für die frei werdende Stelle im Landratsamt sei. Ob er dafür Unterstützung anderer CDU-Größen vom Land oder vom Bund brauche? Die konkrete Antwort lässt er offen: Die Zeit der Massenaufläufe und der markigen Reden sei vorbei. Trotzdem baut auch Egon Primas auf Schützenhilfe aus seiner Partei, hier an der kommunalen Basis.
Peter-Stefan Greiner

