Mi, 06:56 Uhr
21.12.2011
nnz-Interview: Fußball und Seepferdchen
Die Liste der Legenden ist lang. Ob Guido Buchwald, Dariusz Wosz, Jürgen Raab oder Ralf Minge: Sie alle lockte das Organisationsteam am Tag der Legenden bereits nach Nordhausen, um in den vergangenen drei Jahren für ein oder mehrere soziale Vorhaben aufzulaufen, zuletzt für Alice im Wunderland, ein Projekt des Nordhäuser Theaters. Sandra Arm fragte nach dem neuen Projekt, das unterstützt werden soll...
Ein Wiedersehen mit ehemaligen Fußballgrößen wird es auch bei der vierten Auflage am Dienstag, dem 27. Dezember 2011 geben, wenn unter anderem der Ex-Bochumer Dariusz Wosz oder Ex-Nationalspieler Bernd Schneider mit ihren jeweiligen Teams für hoffentlich viel Spannung und natürlich für volle Zuschauerränge sorgen wollen. In diesem Jahr gehen die Einnahmen des Turniers an das Projekt Seepferdchen. Im Interview, das Sandra Arm für die nnz führte, verrät der Geschäftsführer des Badehauses Nordhausen, Jens Eisenschmidt, was es mit diesem auf sich hat und warum er sich auf einen weißen Brasilianer ganz besonders freut.
Jens Eisenschmidt (Foto: privat)
nnz: Herr Eisenschmidt, in welchem Alter haben Sie das Schwimmen erlernt?
Eisenschmidt: Ich glaube, das war im Sommer 1974 – ich war sechs Jahre alt. Ich machte, wie in jedem Jahr Urlaub bei meinen Großeltern und fast täglich traf ich mich mit Freunden unabhängig von der Wetterlage im Freibad.
nnz: Gibt es eine Schwimmart, die Sie besonders gut können?
Eisenschmidt: Das Kraulschwimmen passt ganz gut zu mir, wobei der Beineinsatz verbesserungswürdig ist. Ich schwimme am liebsten kurze Strecken schnell. Für längere Distanzen fehlt mir im Wasser die Ausdauer.
nnz: In welchem Alter sollten Kinder mit dem Erlernen des Schwimmens beginnen?
Eisenschmidt: Aus meiner Sicht macht das Erlernen der Schwimmfähigkeiten ab einem Alter von fünf Jahren Sinn, wobei es natürlich physiologische Unterschiede geben kann.
nnz: Warum ist dieses gerade im Vorschulalter so wichtig?
Eisenschmidt: Die Sicherheit im Wasser ist natürlich das vorrangige Thema, wobei sich die Kinder in der Schulzeit auf andere Themen fokussieren bzw. erlernte Fähigkeiten weiter entwickeln können.
nnz: Im Rahmen des Fußballturniers Tag der Legenden wird in diesem Jahr das Projekt Seepferdchen finanziell unterstützt. Was verbirgt sich hinter diesem Vorhaben?
Eisenschmidt: Mit den Erträgen aus dem Turnier, ob Spenden der Unterstützer oder durch die Eintrittsentgelte, soll 150 Vorschulkindern der Stadt Nordhausen die Möglichkeit gegeben werden, das Schwimmen zu erlernen.
nnz: Sie leisten ebenfalls einen Beitrag und schnüren wie bereits bei den vergangenen drei Auflagen als Spieler der Traditionself des FSV Wacker 90 Nordhausen die Töppen. Was ist für Sie das Besondere an diesem Turnier?
Eisenschmidt: Es ist immer wieder schön, alte Weggefährten zu treffen. Der Vergleich mit den ehemaligen Bundesliga-Profis ist sicher interessant, wobei der Spaß in jedem Fall im Vordergrund steht.
nnz: Im vergangenen Jahr belegten die Wacker-Oldies hinter dem All-Star-Team der ehemaligen Fußballprofis wie Guido Buchwald, Roy Präger und Uwe Bein den zweiten Platz. Was können die Zuschauer bei der vierten Auflage von Ihrem Team erwarten?
Eisenschmidt: Das Teilnehmerfeld ist in diesem Jahr ausgeglichener besetzt und wir treten als Außenseiter an. Unser Coach Arndt Forberger hat in der letzten Trainingseinheit den dritten Platz als Zielvorgabe ausgegeben.
nnz: Können Sie sich von den ehemaligen Profis aus der Bundesliga noch etwas abschauen?
Eisenschmidt: Ja klar beeindrucken die technischen Fertigkeiten der Stars, eines Dariusz Wosz oder eines Bernd Schneider. Das wollen die Fans ja auch sehen und wir wünschen, dass die Freude am Fußball im Zusammenhang mit dem Projekt im Vordergrund steht.
nnz: In diesem Jahr bereichern unter anderem Dariusz Wosz & friends sowie Bernd Schneider & friends das Turnier. Was ist das für ein Gefühl gegen ehemalige Bundesligastars spielen zu dürfen?
Eisenschmidt: Schon in meiner aktiven Zeit hatten wir zu den DFB-Pokalspielen Bundesligisten in Nordhausen zu Gast. Da ging es aber um mehr.
nnz: Gibt es einen Spieler, auf den Sie sich besonders freuen?
Eisenschmidt: Dariusz Wosz ist wieder ein Highlight, wobei ich natürlich auch auf den beziehungsweise die weißen Brasilianer gespannt bin.
nnz: Bernd Schneider. Was macht diesen Spieler für Sie zu einer Legende?
Eisenschmidt: Bernd Schneider beeindruckt schon durch seine Tricks und Schnicks – so auch sein Spitzname unter den Fußballern -, wobei der Nordhäuser Ingo Görke ähnlich zu bewerten ist. Ich hoffe, er ruft am 27. Dezember sein Potenzial ab.
nnz: Im Anschluss des Turniers sitzen die Akteure der beteiligten Mannschaften meist noch in gemütlicher Runde zusammen und kommen locker ins Gespräch. Welcher Akteur hat Sie in den bisherigen Gesprächen am meisten beeindruckt und aus welchem Grund?
Eisenschmidt: Guido Buchwald – im Fernsehen kommt er immer so reserviert und kontrolliert rüber. In den vergangenen Jahren erfuhren wir in den Gesprächen am Abend schon einige Interna aus der Fußballszene. Trotz seiner Erfolge ist er sehr bodenständig geblieben.
nnz: Warum sollte man sich aus Ihrer Sicht dieses Turnier nicht entgehen lassen?
Eisenschmidt: Natürlich können die Zuschauer feinen Fußball erwarten und Stars zum Anfassen sind vielleicht so schnell nicht wieder in Nordhausen. Jeder Fan hat aber auch einen Anteil bei der Umsetzung des wichtigen Projektes, in dem die Sicherheit der Kinder im Vordergrund steht.
Karten gibt es im Vorverkauf beim Kreissportbund Nordhausen e.V. (Geseniusstraße 26 in Nordhausen), im O2 & Vodafone Shop (Rautenstraße 34 in Nordhausen) und bei Heck Immobilien (Rautenstraße in Nordhausen) sowie an der Abendkasse am 27. Dezember in der Wiedigsburghalle für 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Einlass ist um 17 Uhr. Das Turnier beginnt um 18 Uhr.
Autor: nnzEin Wiedersehen mit ehemaligen Fußballgrößen wird es auch bei der vierten Auflage am Dienstag, dem 27. Dezember 2011 geben, wenn unter anderem der Ex-Bochumer Dariusz Wosz oder Ex-Nationalspieler Bernd Schneider mit ihren jeweiligen Teams für hoffentlich viel Spannung und natürlich für volle Zuschauerränge sorgen wollen. In diesem Jahr gehen die Einnahmen des Turniers an das Projekt Seepferdchen. Im Interview, das Sandra Arm für die nnz führte, verrät der Geschäftsführer des Badehauses Nordhausen, Jens Eisenschmidt, was es mit diesem auf sich hat und warum er sich auf einen weißen Brasilianer ganz besonders freut.
Jens Eisenschmidt (Foto: privat)
nnz: Herr Eisenschmidt, in welchem Alter haben Sie das Schwimmen erlernt?Eisenschmidt: Ich glaube, das war im Sommer 1974 – ich war sechs Jahre alt. Ich machte, wie in jedem Jahr Urlaub bei meinen Großeltern und fast täglich traf ich mich mit Freunden unabhängig von der Wetterlage im Freibad.
nnz: Gibt es eine Schwimmart, die Sie besonders gut können?
Eisenschmidt: Das Kraulschwimmen passt ganz gut zu mir, wobei der Beineinsatz verbesserungswürdig ist. Ich schwimme am liebsten kurze Strecken schnell. Für längere Distanzen fehlt mir im Wasser die Ausdauer.
nnz: In welchem Alter sollten Kinder mit dem Erlernen des Schwimmens beginnen?
Eisenschmidt: Aus meiner Sicht macht das Erlernen der Schwimmfähigkeiten ab einem Alter von fünf Jahren Sinn, wobei es natürlich physiologische Unterschiede geben kann.
nnz: Warum ist dieses gerade im Vorschulalter so wichtig?
Eisenschmidt: Die Sicherheit im Wasser ist natürlich das vorrangige Thema, wobei sich die Kinder in der Schulzeit auf andere Themen fokussieren bzw. erlernte Fähigkeiten weiter entwickeln können.
nnz: Im Rahmen des Fußballturniers Tag der Legenden wird in diesem Jahr das Projekt Seepferdchen finanziell unterstützt. Was verbirgt sich hinter diesem Vorhaben?
Eisenschmidt: Mit den Erträgen aus dem Turnier, ob Spenden der Unterstützer oder durch die Eintrittsentgelte, soll 150 Vorschulkindern der Stadt Nordhausen die Möglichkeit gegeben werden, das Schwimmen zu erlernen.
nnz: Sie leisten ebenfalls einen Beitrag und schnüren wie bereits bei den vergangenen drei Auflagen als Spieler der Traditionself des FSV Wacker 90 Nordhausen die Töppen. Was ist für Sie das Besondere an diesem Turnier?
Eisenschmidt: Es ist immer wieder schön, alte Weggefährten zu treffen. Der Vergleich mit den ehemaligen Bundesliga-Profis ist sicher interessant, wobei der Spaß in jedem Fall im Vordergrund steht.
nnz: Im vergangenen Jahr belegten die Wacker-Oldies hinter dem All-Star-Team der ehemaligen Fußballprofis wie Guido Buchwald, Roy Präger und Uwe Bein den zweiten Platz. Was können die Zuschauer bei der vierten Auflage von Ihrem Team erwarten?
Eisenschmidt: Das Teilnehmerfeld ist in diesem Jahr ausgeglichener besetzt und wir treten als Außenseiter an. Unser Coach Arndt Forberger hat in der letzten Trainingseinheit den dritten Platz als Zielvorgabe ausgegeben.
nnz: Können Sie sich von den ehemaligen Profis aus der Bundesliga noch etwas abschauen?
Eisenschmidt: Ja klar beeindrucken die technischen Fertigkeiten der Stars, eines Dariusz Wosz oder eines Bernd Schneider. Das wollen die Fans ja auch sehen und wir wünschen, dass die Freude am Fußball im Zusammenhang mit dem Projekt im Vordergrund steht.
nnz: In diesem Jahr bereichern unter anderem Dariusz Wosz & friends sowie Bernd Schneider & friends das Turnier. Was ist das für ein Gefühl gegen ehemalige Bundesligastars spielen zu dürfen?
Eisenschmidt: Schon in meiner aktiven Zeit hatten wir zu den DFB-Pokalspielen Bundesligisten in Nordhausen zu Gast. Da ging es aber um mehr.
nnz: Gibt es einen Spieler, auf den Sie sich besonders freuen?
Eisenschmidt: Dariusz Wosz ist wieder ein Highlight, wobei ich natürlich auch auf den beziehungsweise die weißen Brasilianer gespannt bin.
nnz: Bernd Schneider. Was macht diesen Spieler für Sie zu einer Legende?
Eisenschmidt: Bernd Schneider beeindruckt schon durch seine Tricks und Schnicks – so auch sein Spitzname unter den Fußballern -, wobei der Nordhäuser Ingo Görke ähnlich zu bewerten ist. Ich hoffe, er ruft am 27. Dezember sein Potenzial ab.
nnz: Im Anschluss des Turniers sitzen die Akteure der beteiligten Mannschaften meist noch in gemütlicher Runde zusammen und kommen locker ins Gespräch. Welcher Akteur hat Sie in den bisherigen Gesprächen am meisten beeindruckt und aus welchem Grund?
Eisenschmidt: Guido Buchwald – im Fernsehen kommt er immer so reserviert und kontrolliert rüber. In den vergangenen Jahren erfuhren wir in den Gesprächen am Abend schon einige Interna aus der Fußballszene. Trotz seiner Erfolge ist er sehr bodenständig geblieben.
nnz: Warum sollte man sich aus Ihrer Sicht dieses Turnier nicht entgehen lassen?
Eisenschmidt: Natürlich können die Zuschauer feinen Fußball erwarten und Stars zum Anfassen sind vielleicht so schnell nicht wieder in Nordhausen. Jeder Fan hat aber auch einen Anteil bei der Umsetzung des wichtigen Projektes, in dem die Sicherheit der Kinder im Vordergrund steht.
Karten gibt es im Vorverkauf beim Kreissportbund Nordhausen e.V. (Geseniusstraße 26 in Nordhausen), im O2 & Vodafone Shop (Rautenstraße 34 in Nordhausen) und bei Heck Immobilien (Rautenstraße in Nordhausen) sowie an der Abendkasse am 27. Dezember in der Wiedigsburghalle für 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Einlass ist um 17 Uhr. Das Turnier beginnt um 18 Uhr.

