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So, 12:52 Uhr
11.12.2011

Emily Brontë in Limlingerode

Im Haus der Dichtung in Limlingerode werden in regelmäßigen Abständen neben deutschsprachigen Poeten auch solche aus anderen Ländern vorgestellt. Am kommenden Samstag wird die Engländerin Emily Brontë, geboren 1818, geststorben 1848, mit ihren Gedichten zu erleben sein. Der kulturelle Vorgeschmack von Heidelore Kneffel...

HausART in Limlingerode (Foto: privat) HausART in Limlingerode (Foto: privat)

Schon als Kinder erdachten sich die vier Brontë-Geschwister Charlotte, Brandwell, Emily und Anne die fiktiven Länder Angria, Gondal und Gaaldine, die sie in kurzen Geschichten beschrieben.

Emily Brontë besuchte zusammen mit ihrer Schwester Charlotte, ebenfalls als Autorin berühmt, Internatsschulen und arbeitete dann an einer von ihnen als Lehrerin. 1842 gingen beide Schwestern zum Studium nach Brüssel. Nach der Rückkehr übernahm Emily den Haushalt und die Finanzen der Familie. Neben dem Schreiben, das zunächst ein Hobby war, liebte Emily das Beschäftigen mit Tieren, das Wandern und die Naturbetrachtung, was im frühen Viktorianischen Zeitalter ungewöhnliche Interessen für eine Frau waren. Seit dem Aufenthalt in Brüssel sprach sie Französisch, außerdem beherrschte sie Latein und Altgriechisch.

1846 veröffentlichten die drei Schwestern Emily, Anne und Charlotte den Gedichtband „Poems“ unter den männlichen Pseudonymen Ellis, Acton und Currer Bell. Diese lassen sich den Anfangsbuchstaben der Vornamen zuordnen. Die Qualität der Gedichte von „Ellis“ (Emily) wurde von der zeitgenössischen Kritik gegenüber denen der beiden anderen Autoren hervorgehoben, ein Urteil, das bis heute besteht. Ihre lyrische Arbeit, die sich oft auf das Traumreich Gondal bezieht, setzte Emily Brontë bis zu ihrem frühen Tod fort.

1847 veröffentlichte sie ihren einzigen Roman „Wuthering Heights“ (Sturmhöhe), der ein Klassiker der englischen Literatur ist. Auch er erschien unter dem Pseudonym. Die Schriftstellerin trat selbstbewusst auf, zeigte häufig unkonventionelles Handeln, wirkte für Außenstehende schroff. Durch zwei farbige Arbeiten ihres Bruders ist ihr Äußeres überliefert. Emily Brontë starb 1848 an einer Lungenerkrankung. Überliefert ist ihre Weigerung, ärztliche Hilfe anzunehmen, und ihr Wunsch, „der Natur ihren Lauf zu lassen“. Sie legte sich während der Erkrankung tags über bis zu ihrem Tod nicht ins Bett und versuchte, ihren Alltag gewohnt weiter zu führen.

In der HausART Nr. 3/2011 sind weiterhin „Erstagsbriefe aus der DDR und der BRD“ aus den Sammlungen von Heidelore Kneffel und Eva Müller zu besichtigen.

17. Dezember 2011, 14.30 Uhr, Dichterstätte Limlingerode
Autor: nnz

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