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Do, 09:28 Uhr
08.12.2011

Wir sind Metropole

Über eine künftige Mitarbeit in der „Metropolregion Mitteldeutschland“ hat jetzt der Stadtrat abgestimmt. Die Verwaltung wurde in einem entsprechenden Beschluss beauftragt, die frühestmögliche Aufnahme der Stadt Nordhausen als Mitglied der „Metropolregion Mitteldeutschland“ vorzubereiten. Welchen Nutzen soll das bringen?


Seit Anfang 2010 besteht die Metropolregion Mitteldeutschland aus den Städten Dresden, Chemnitz, Leipzig, Zwickau, Dessau-Rosslau, Halle, Magdeburg, Erfurt, Gera, Jena und Weimar. Die länderübergreifende Kooperation der elf Städte, bei der auch über die jeweiligen Stadtgrenzen hinaus regionale Abstimmungsprozesse zu berücksichtigen sind, wird von den drei beteiligten Landesregierungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützt.

Im Entwurf des Landesentwicklungsprogramms Thüringen 2025 heißt es dazu in den Leitvorstellungen zur Metropolregion Mitteldeutschland u. a.: "Die Metropolregion Mitteldeutschland soll als Motor der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit der beteiligten Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im europäischen und globalen Wettbewerb stärken. Handlungsfelder der Metropolregion Mitteldeutschland, die sich aus ihren Stärken und Potenzialen ergeben sind „Wirtschaft und Wissenschaft“, „Verkehr und Mobilität“ sowie „Kultur und Tourismus“.

Die Stadt Nordhausen sei wichtigster Thüringer Industrie- und Dienstleistungsstandort abseits der Städtereihe entlang der A 4. Aufgrund ihrer prosperierenden Wirtschaftskraft, dem wissenschaftlichen Know-how aus der Fachhochschule Nordhausen und der Lage an der europäisch bedeutsamen Straßenverbindung (BAB 38) im Kreuz mit den leistungsfähig zu gestaltenden großräumigen Straßenverbindungen (B 4 und B 243) könne Nordhausen zu allen drei Handlungsfeldern der Metropolregion Mitteldeutschland gewinnbringende Beiträge leisten, heißt es in der Begründung d der Beschlussvorlage..

Insbesondere für eine nachhaltige Sicherung des Standortes erscheine aufgrund der Randlage der Stadt eine aktive Einbindung Nordhausens in die Gremien und Arbeitsgruppen der Metropolregion erstrebenswert. Zunächst sei eine intensive Zusammenarbeit in enger Kooperation mit der Stadt Jena als Vollmitglied der Metropolregion realistisch. Darauf geht die Stadt Nordhausen in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des LEP 2025 ein.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
08.12.2011, 10:19 Uhr
Metropolregion NDH: Bitte auf dem Teppich bleiben
Die Stadt scheint ja vor lauter Kraft kaum laufen zu können! Sich mit noch nicht einmal 50.000 Einwohnern in eine Reihe mit Leipzig, Weimar, Jena & Co stellen zu wollen, halte ich für größenwahnsinnig. Natürlich muss sich auch die Region Nordhausen der globalen wirtschaftlichen Realität stellen: Andererseits denke ich, dass wir eher auf dezentrale Strukturen setzen sollten, die uns unabhängig von den Unwägbarkeiten unflexibler und anfälliger wirtschaftlicher Monster machen.

Die Euro-Krise führt uns doch vor Augen, wie unfähig und hilflos die Politik ist, das von ihr selbst geschaffene globale Chaos in Genzen zu halten.

Zudem fehlt mir unter den vielen aufgeführten Arbeitsgebieten der so genannten Metropolregion der Begriff "Umwelt". Ist es denn noch immer nicht in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen, dass dieser Bereich zu den ganz großen Herausforderungen für die "größeren" Städte zählt? Der Begriff "Stadtumbau als Anpassung an den Klimawandel" wird offenbar vollkommmen von diesem Verein ignoriert!

Erwiesen ist doch aber, dass gerade Stadtbewohner besonders von hohen Temperaturen während Hitzeperioden betroffen sind und das dort im Sommer 2003 die meisten Hitzetoten zu beklagen waren. Wenn Nordhausen schon meint, in dieser Vereinigung mitmachen zu müssen: Die Aufnahme dieses Kriteriums in das Regelwerk hätte unbedingt sofort eingefordert werden müssen.

Sich den Realitäten anzupassen, heißt nicht nur, auf die wirtschaftliche Entwicklung zu schauen. Wenn aber den Verantwortlichen der Städte auch in Ostdeutschland auf diesem Gebiet nicht bald ein Licht aufgeht, werden dies die Menschen am Ende sehr teuer bezahlen müssen. Und die Wirtschaft sowieso: Bekannt ist doch, dass die Produktivität der Firmen während Hitzeperioden messbar sinkt.

Also Nordhausen: Wenn Du schon vor Kraft kaum laufen kannst, dann zeige auch, das Du zukunftsweisende Ideen in die Metropolregion einbringst und auf wichtigen Augen nicht von Blindheit geschlagen bist.
NDHler
09.12.2011, 15:28 Uhr
@Bodo Schwarzberg
Bei dem Thema Metropolregion liegt die Betonung auf Region und nicht auf Metropole! Ein gutes Beispiel für eine Metropolregion ist die Gleichnamige aus Nürnberg. Zu deren Mitgliedern zählen nicht nur Großstädte sondern auch mit Nordhausen vergleichbare Städte aber auch alle Landkreise der Region. Schauen Sie mal hier: www.metropolregionnuernberg.de
Ein Zitat der HP: „22 Landkreise und elf kreisfreie Städte arbeiten partnerschaftlich zusammen und ergeben so die Metropolregion Nürnberg.
So eine Initiative ist durchaus sinnvoll.
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