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Mi, 19:36 Uhr
07.12.2011

Orientieren am Einkommen

Die Gebühren für die Betreuung im kommunalen Kindergarten im Nordhäuser Ortsteil Petersdorf sollen entsprechend des Einkommens der Eltern entrichtet werden. Das hat der Stadtrat mit großer Mehrheit soeben beschlossen...

Zur Abstimmung standen sowohl die einkommensabhängige Variante als auch eine von den Einkünften der Eltern unabhängige. Vor der Abstimmung kritisierte Barbara Schenke (LINKE) eine immer noch vorhandene Ungerechtigkeit bei der Staffelung. So müsse eine Elternhaus mit einem Einkommen von 1.000 Euro rund zehn Prozent des Einkommens für die Kindergartenbetreuung ausgeben, eine Familie mit einem Einkommen von 4.000 Euro dagegen nur rund 5 Prozent.

Dem entgegnete Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), dass es einen Ausgleichsanspruch für Geringverdiener gebe, dass das Kindergeld nicht in die Berechnung des Einkommens einbezogen wurde und dass sich die Gebührenhöhe auch nach der Zahl der Kinder richte. Wer mehr Kinder hat, der zahlt auch weniger Gebühren.

Im Schnitt allerdings steigen die Gebühren für die Kinderbetreuung in Petersdorf um bis zu 20 Prozent. Der kommunale Kindergarten im Ortsteil Petersdorf hat Signalwirkung für alle anderen Kindertagesstätten, die sich in freier Trägerschaft befinden. Schließlich soll es in Nordhausen keinen Wettbewerb unter den Einrichtungen per Gebühren geben, sagte kürzlich noch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).

Für den Vorschlag der Verwaltung stimmten 24 Mitglieder des Stadtrates, fünf votierten dagegen, drei enthielten sich ihrer Stimme.
Autor: nnz

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Kommentare
undCO
07.12.2011, 21:14 Uhr
Mittelstand
Für den Mittelstand ist diese Gebührenverordnung ein Schlag in´s Gesicht. Mein Dank gilt den Stadtvätern!!
Retupmoc
08.12.2011, 07:50 Uhr
Brot und Spiele
Und so hetzt man wieder den Mittelstand gegen die Niedriglohnempfänger. Alles schön in Bewegung halten, damit man von der wichtigen (falschen) Politik schön abgelenkt wird. Kindergartenplätze sollten kostenlos sein - und zwar für jedes einzelne Kind.
llmntd
08.12.2011, 10:57 Uhr
Kann ich nicht rechnen?
Wenn die Freien Träger die Elternbeiträge so übernehmen, trifft meine Familie eine 40%-Beitragserhöhung. Nichts mit hier 10%, da 5%... VIERZIG PROZENT!

Nebenbei die Bemessungsgrundlage für die Gebühren vom Nettoeinkommen auf Einkommen geändert... Wollen Sie der Stadtverwaltung oder einem Freien Träger Ihre sensiblen Steuerunterlagen anvertrauen?!?

P.S.: Besonders interessant finde ich, dass die offiziellen Elternvertreter nicht rechtzeitig informiert bzw. angehört wurden.
Herr Taft
08.12.2011, 15:21 Uhr
da erscheint das viel geschmähte Buch...
...von Thilo Sarazzin doch gleich in anderem Licht. Dieses Land WILL keinen eigenen Nachwuchs - und schon gar nicht aus Elternhäusern, in denen die Kinder Erwerbstätigkeiten, Engagement und ein bisschen Ehrgeiz vorgelebt bekommen.

Deutschland schafft sich auf diese Art wirklich ab. Aber wir haben Bluecards für dringend benötigte Fachkräfte aus dem Ausland...

Solange wir uns an denen orientieren, die nichts oder nur ganz wenig zur Gesellschaft beitragen, solange wird es hier nicht aufwärts gehen.
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