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Di, 18:13 Uhr
06.12.2011

"Harztor" wird geöffnet

Lange und intensiv wurde in den vergangenen drei Wochen über die Zukunft der noch nicht genehmigten Landgemeinde "Harztor" zwischen Niedersachswerfen und Ilfeld gestritten. Jetzt scheint es eine Lösung zu geben...


Der Koalitionsausschuss von SPD und CDU hat sich nach nnz-Informationen auf seiner heutigen Sitzung darauf geeinigt, dass der Bildung einer Landgemeinde "Harztor" zugestimmt werden kann. Gleiches gelte auch für die anderen drei bislang strittigen Gemeindefusionen in Thüringen.

Morgen jedoch, das erfuhr die nnz in Erfurt, müssen diesem Kompromiss noch die gesamte SPD-Fraktion noch ihren Segen erteilen. Politische Beobachter gehen davon aus, dass es in diesem Gremium eine Zustimmung geben werden, letztlich, um den Koalitionsfrieden zu wahren.

Die Position der SPD, dass benachbarte Mittelzentren wie Nordhausen, durch eine solche Fusion Schaden nehmen würden, konnten in der mehrstündigen Sitzung ausgeräumt werden, hieß es in Erfurt.

Noch in dieser Woche wird sich der Innenausschuss des Landtages mit dem Thema beschäftigen, in der kommenden Woche soll im Landtag (vermutlich am Freitag) der Landtag das "Harztor" per Beschluss öffnen.
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
06.12.2011, 21:31 Uhr
Na Glückwunsch!
Dem Koalitionsfrieden sei Dank wird die Fusion von zwei „Armen“ (beide Kommunen zählen mit einer pro Kopf Verschuldung von ca. 1200 € je Einwohnern zu den negativen Spitzenreitern in unserem LK) genehmigt mit der Hoffnung es entsteht eine „reiche“, oder sagen wir besser eine überlebensfähige Kommune.

Aber statt finanzieller Entlastungen entstehen jetzt erst mal weitere Mehrkosten von 80.000 €uro pro Jahr für einen neu zu wählenden hauptamtlichen Bürgermeister. Dann kommen die sinkenden Zuweisungen vom Land Thüringen hinzu, Schulden wird man keine neuen machen wollen (oder können bzw. dürfen) und der LK kann auch nicht helfen.

Also wird in den kommenden Jahren zusammengestrichen was das Zeug hält! Viel Spaß dabei! Hauptsache nicht nach Nordhausen, Ziel erreicht auch wenn es weiter bergab gehen wird.

Da wird erst groß Wind seitens der SPD in Erfurt gemacht um dann doch umzufallen. Was für eine peinliche Vorstellung. Sei es wie es ist, wir sprechen uns in wenigen Jahren wieder… (meine Meinung)
Roland82
06.12.2011, 23:57 Uhr
Klatsche für Jendricke!!!!
Na, das ist ja mal eine richtige Klatsche für den OB-Kandidaten der SPD. Seine eigenen Genossen lassan ihn im Stich und wollen die Landgemeinde" Harztor" genehmigen!! Einen OB mit so wenig (gar keinen??) Einfluß in Erfurt brauchen wir nun wirklich nicht!!
Peppone
07.12.2011, 00:38 Uhr
Vernunft scheint zu siegen!
Als ob ein Zusammenschluss NSW's mit Ilfeld Nordhausens Zukunft gefährdet hätte! Wer glaubt denn an solche traurigen Geschichten?

Natürlich hat die Stadt Nordhausen eine Funktion als Mittelzentrum, das ist für einen gebürtigen und wohnhaften Nordhäuser wie mich auch gut so! Um so mehr ist es wünschenswert, dass gut aufgestellte Einheits- und Landgemeinden den Status der Stadt in der Region mit bewahren und sichern helfen!

Und wenn Nordhausen eine Verwaltung aufgebaut hat, die 60.000 Einwohner verwalten könnte, dann ist das ja nicht die Schuld der Umlandgemeinden, sondern der Nordhäuser Stadtverwaltung. Dort muss man natürlich den Stellenplan der Stadt auf die gegebenen Einwohnerzahlen von 44.000 und die dazugehörigen Haushaltsmittel anpassen. Da wurde ganz offensichtlich jahrelang nur Verwaltung aufgebaut, ohne die Kosten im Blick zu behalten!

Das erinnert mich persönlich irgendwie an den Landkreis NDH, in dem der jetzige Bürgermeister und Finanzdezernent der Stadt NDH bis zur Pleite des LK anfang 2000 als 1. Beigeordneter und Finanzdezernent tätig war!

Hoffe, das wiederholt sich nicht in der Stadt!
NDHler
07.12.2011, 07:08 Uhr
Ich weiß nicht...
... ob das eine Klatsche für Jendricke oder eher für die Bürger vom Harztor ist. Hier entsteht etwas, was finanziell keine Zukunft hat und daher zum Scheitern verurteilt ist.Und das ist nicht richtig!
Zorro
07.12.2011, 07:43 Uhr
Klatsche für die SPD
Da sieht man wieder einmal, wie unfähig die kleine SPD-Fraktion im Thüringer Landtag ist. Oder wie hinterhältig, weil sie Kommunen zum Spielball ihrer Deals macht. Das kann man einfach nicht mehr ertragen, Herr Matschie!!!
Retupmoc
07.12.2011, 08:02 Uhr
Harztor - Jubilierer
Der Unsinn nimmt seinen Lauf. Fragen Sie doch mal die Gemeinden "Oberharz" was Ihnen durch den Zusammenschluß und die Namensneugebung passiert ist. Die Kurzfassung lautet: Sie sind pleite!

Meinen Glückwunsch an alle Kurzsichtigen!
NDHler
07.12.2011, 08:15 Uhr
Einen Blick ins Archiv der NNZ
empfehle ich allen Befürwortern des Hartores:
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=71261
Die beiden größten Sorgenkinder der VG schließen sich zusammen und was in dem Artikel 2010 die Bahnübergänge waren sind in diesem Jahr die Eigenmittel für den Straßenbau! Diese Lösung spart keine Kosten, sie schafft neue!!!

Begrüßenswert wäre nur eine Lösung gewesen, mit der die laufenden Kosten gesenkt werden können und das sind nun mal Eingemeindungen entweder nach Ellrich oder nach Nordhausen oder das Bilden einer Einheitsgemeinde aller VG Mitglieder. Wie es geht hat Heringen vorgemacht, die haben durch die Hintertür eingemeindet, jetzt ist alles Heringen, ob Landgemeinde oder Stadt, das ist doch egal!

Und da sprechen hier einige von einem Sieg der Vernunft, nicht zu fassen! Ich bin mal gespannt ob die selben Kommentatoren in ein paar Jahren immer noch genau so argumentieren, wenn beispielweise der kommende verregnete Sommer das erste der beiden Freibäder in Frage stellt. Eine solch kleine Kommune ohne Geld und mit zwei Freibädern (die sind immer ein Zuschußgeschäft!) habe ich noch nicht gesehen. Das zur Verfügung stehende Geld wird in den kommenden Jahren nicht mehr sondern weniger und die laufenden Kosten durch diesen Zusammenschluss höher und nicht geringer, eben eine Entscheidung der Vernunft?! Das ist genau so falsch wie eine Phrase aus der Wirtschaft: „Die Masse macht`s“
MA1990
07.12.2011, 10:34 Uhr
CDU will Nordhausen klein halten
Mal sehen, ob dies nun für Niedersachswerfen und Ilfeld ein guter Weg ist - die Zukunft wird es nun erst zeigen.

Primas und Zeh haben auf jeden Fall im Landtag gut zusammen gegen die Stadt Nordhausen gekämpft, damit Nordhausen bloß nicht größer wird.
geloescht.20240214
07.12.2011, 11:56 Uhr
Einfache Mathematik
Gebe NDHler recht. Minus plus minus bleibt immer noch minus. Und in ein paar Jahren, wenn die Politik in Erfurt wieder nach Gemeindevergrößerung schreit, kann die Pleite-Landgemeinde mit Ellrich zusammengehen.

Wird finanziell sicher dasselbe Minusgeschäft wie oben beschrieben. Da der Landkreis auch pleite und auf Dauer wohl nicht zu halten ist wäre ein größeres Nordhausen sicher die bessere Alternative gewesen.

Mir tun nur die übrigen Gemeinden der VG Südharz-Hohnstein leid. Irgendwann werden die wohl zwangsweise der Landgemeinde zugeschlagen.
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