Di, 11:09 Uhr
06.12.2011
Hände weg vom Acker, Mann
In Reaktion auf eine foodwatch-Kampagne hat die Deutsche Bank angekündigt, im Januar 2012 über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu entscheiden. Gegenüber der Verbraucherorganisation erklärte das Institut, der Vorstand werde seine Entscheidung bis Ende Januar öffentlich machen...
Um die Verantwortung der Deutschen Bank für steigende Nahrungsmittelpreise und den Hunger in der Welt zu betonen, hat foodwatch heute den Film "Hände weg vom Acker, Mann!" auf der gleichnamigen Internetseite www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de veröffentlicht. Er zeigt, wie Banker im Stile von Hütchenspielern auf Kosten der Ärmsten mit Grundnahrungsmitteln zocken.
Das kurze Video soll die Öffentlichkeit stärker für dieses Thema sensibilisieren. Eine E-Mail-Aktion, mit der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum Ausstieg aus der verheerenden Spekulation mit Agrar-Rohstoffen aufgefordert wird, unterzeichneten bislang mehr als 35.000 Menschen.
"Die Deutsche Bank macht satte Gewinne mit dem Hunger der Ärmsten", erklärte Martin Rücker, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von foodwatch. "Obwohl ihr der Zusammenhang zwischen Spekulation und steigenden Preisen bekannt sein muss, reagiert sie offenbar nur auf öffentlichen Druck. Wir setzen darauf, dass so viele Menschen wie möglich an Herrn Ackermann schreiben und ihm klar machen, was von einer verantwortungsvollen Bank zu erwarten ist: Die Zockerei mit dem Essen anderer Menschen muss beendet werden."
Mitte Oktober hatte foodwatch die E-Mail-Aktion gestartet und in dem rund 90-seitigen Report "Die Hungermacher" erdrückende Belege dafür publiziert, wie Rohstoffspekulation die Nahrungsmittelpreise nach oben treibt und damit die Hungerkrise verschärft. Einen Tag nach der Veröffentlichung reagierte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und versprach in einem persönlichen Brief an foodwatch die Überprüfung der Rohstoffgeschäfte.
Inzwischen hat Herr Ackermann eine internationale Arbeitsgruppe der Bank eingesetzt. Diese analysiert den foodwatch-Report und soll nach Angaben der Deutschen Bank bis Ende des Jahres Empfehlungen an den Vorstand erarbeiten. Bis Ende Januar 2012 will dieser dann über die Zukunft der Spekulation mit Nahrungsmitteln entscheiden.
Autor: nnzUm die Verantwortung der Deutschen Bank für steigende Nahrungsmittelpreise und den Hunger in der Welt zu betonen, hat foodwatch heute den Film "Hände weg vom Acker, Mann!" auf der gleichnamigen Internetseite www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de veröffentlicht. Er zeigt, wie Banker im Stile von Hütchenspielern auf Kosten der Ärmsten mit Grundnahrungsmitteln zocken.
Das kurze Video soll die Öffentlichkeit stärker für dieses Thema sensibilisieren. Eine E-Mail-Aktion, mit der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum Ausstieg aus der verheerenden Spekulation mit Agrar-Rohstoffen aufgefordert wird, unterzeichneten bislang mehr als 35.000 Menschen.
"Die Deutsche Bank macht satte Gewinne mit dem Hunger der Ärmsten", erklärte Martin Rücker, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von foodwatch. "Obwohl ihr der Zusammenhang zwischen Spekulation und steigenden Preisen bekannt sein muss, reagiert sie offenbar nur auf öffentlichen Druck. Wir setzen darauf, dass so viele Menschen wie möglich an Herrn Ackermann schreiben und ihm klar machen, was von einer verantwortungsvollen Bank zu erwarten ist: Die Zockerei mit dem Essen anderer Menschen muss beendet werden."
Mitte Oktober hatte foodwatch die E-Mail-Aktion gestartet und in dem rund 90-seitigen Report "Die Hungermacher" erdrückende Belege dafür publiziert, wie Rohstoffspekulation die Nahrungsmittelpreise nach oben treibt und damit die Hungerkrise verschärft. Einen Tag nach der Veröffentlichung reagierte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und versprach in einem persönlichen Brief an foodwatch die Überprüfung der Rohstoffgeschäfte.
Inzwischen hat Herr Ackermann eine internationale Arbeitsgruppe der Bank eingesetzt. Diese analysiert den foodwatch-Report und soll nach Angaben der Deutschen Bank bis Ende des Jahres Empfehlungen an den Vorstand erarbeiten. Bis Ende Januar 2012 will dieser dann über die Zukunft der Spekulation mit Nahrungsmitteln entscheiden.


