eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 10:25 Uhr
06.12.2011

Glühwein in Flaschen & Co – Alles edel, oder?

Ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentrale Thüringen offenbart: Viel Werbung, aber kaum Informationen, um gute Qualität vor dem Kosten erkennen zu können. Hier unser Markt-Check, auch zum Download...


Die Regale in den Supermärkten sind voll mit verschiedenen Glühweinen. Sie versprechen „edlen Geschmack“, „traditionelle Rezepturen“ und „ausgesuchte Zutaten“. Doch was bedeutet das? Realität sind vielmehr Fertig-Glühweine aus einfachen Grundweinen, viel Zucker und Aromen. Kann man schon beim Einkauf auf dem Etikett erkennen, wie es um die so vollmundig beworbene Qualität steht? Der Marktcheck zeigt, dass Etiketten weihnachtliche Stimmung mit Bildern und Worten vermitteln, ansonsten aber sehr rar Informationen liefern.

Der Begriff „Glühwein“ ist rechtlich geregelt. Letztlich spielt der verwendete Grundwein eine entscheidende Rolle für die Qualität Glühweins. Das Aroma kommt aus den Gewürzen, es können aber auch standardisierte Aromastoffe sein. Gesüßt wird mit verschiedenen Zuckern, so auch Invertzuckersirup. Leider ist auf dem Etikett der Flaschen nicht zu erkennen, welche Grundweine, Aromen oder Zucker eingesetzt wurden. Ein starker Süßgeschmack ist ein Indiz für den Einsatz von einfachem Grundwein, dessen Fehltöne mit Zucker und Aromen „übertüncht“ werden.

Vorgeschrieben sind nur wenige Angaben auf dem Etikett, wie der Hersteller oder Abfüller oder Vertreiber, der Alkoholgehalt, die Füllmenge, eine Chargenbezeichnung und eine Allergenkennzeichnung „enthält Sulfite“. Eine Zutatenliste ist freiwillig und kommt im Marktcheck auch nur bei 3 von 11 Glühweinen vor. So bleibt unklar, welcher Wein und welche Zuckerstoffe in der Flasche sind. Unklar bleibt auch, ob „richtige“ Gewürze oder Aromen verwendet wurden. Das Etikett hilft kaum weiter.

Beim Probieren sollte unbedingt bedacht werden: Der Alkoholgehalt liegt bei 7 bis 14 Prozent und ist vergleichbar mit „richtigem“ Wein. Glühwein hat einen hohen Kaloriengehalt. Ein einziger 0,2-Liter Becher hat ca. 180 kcal und damit schon fast ein Zehntel der Tagesenergie. Deshalb: weniger ist besser. Wichtig ist auch, den fertigen Glühwein nur bis zur Trinktemperatur zu erhitzen, nicht lange warm zu halten und keinesfalls zu kochen, da sonst Schadstoffe entstehen können.
Autor: nnz

Downloads:

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)