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Mo, 21:25 Uhr
05.12.2011

Vorläufige Rettung?

Im nicht ganz volllbesetzten Ratssaal von Bad Frankenhausen hatten die Stadträte von Bad Frankenhausen zu entscheiden, vorläufige Rettung oder Beginn des Rückbaus...

Die Stadträte haben gegen 21:00 Uhr entschieden:
Mit 9 Jastimmen, und 7 Neinstimmen, bei 3 Stimmenthaltungen, hat der Stadtrat Bad Frankenhausen entschieden, dass die Stadt den schiefen Turm der Oberkirche von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) übernehmen wird.


Oberkirche Bad Frankenhausen (Foto: Stadt Bad Frankenhausen) Oberkirche Bad Frankenhausen (Foto: Stadt Bad Frankenhausen) Wie sieht jetzt die weitere Verfahrensweise aus?
Die Stadt gemeinsam mit dem Förderverein die ersten drei Stabilisierungsmaßnahmen umgehend durchführen und sich die Kosten von 97 T € teilen. Dann hätte die Stadt Bad Frankenhausen weitere drei Jahre Zeit, die Gesamtfinanzierung mit Hilfe von Bundesmitteln, Stiftungsmitteln oder anderen Quellen abzusichern.

Sollte dies nicht gelingen, dann müsste die Kommune 2014 den Turm abreißen. Die Kosten dafür in Höhe von 150 T€ bekommt die Stadt von der Landeskirche mit dem Kauf übertragen. Diese 150 T€ könnten dann für die Stabilisierungsmaßnahme mit verwendet werden oder im schlimmsten Fall 2014 für den Abriss. „Mit dem Beschluss zur sofortigen Eigentumsübernahme auch ohne Landesmittel geht die Stadt kein finanzielles Risiko ein, im Gegenteil, die reelle Chance ist da, in den kommenden zwei Jahren sehr intensiv um Mittel zu werden und Mittel zu beantragen, um dieses einmalige kulturhistorische Baudenkmal der Nachwelt zu erhalten“, hatte Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) schon vorab gemeldet und in der Sitzung nochmals bekräftigt.
Autor: khh

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
05.12.2011, 22:25 Uhr
Schieftster Turm muss erhalten bleiben.
Wenn ich mich nicht irre, ist dieser Kirchturm der schiefste Deutschlands. Wenn er abgerissen werden müsste, wäre das ein Armutszeugnis für die Thüringer Kulturförderung und für den Denkmalschutz.

Dieser ist es doch, der von so manchem Besitzer denkmalgeschützter Gebäude oftmals kaum zu finanzierende Erhaltungsmaßnahmen fordert, die mitunter ins Lächerliche und Schikanöse gehen. Ich kenne einen Fall aus Halle, wo der (einst) stolze Eigentümer eines Backsteingebäudes im Wissenschaftspark Heide-Süd allen Ernstes die Fugen zwischen den Steinen weiß streichen musste, um den Wünschen der amtlichen Denkmalpfleger gerecht werden zu können.

Wenn nun aber mal ein "kommunaler Kirchturm" zu retten ist und hier vor allem Land und Kreis angesprochen werden, so sollten sie sich der Finanzierung nicht verschließen. Denn deren Gebäude sind meist vom Feinsten und dabei doch meist bedeutend jünger als ein Kirchturm!

Die Erhaltung des Frankenhäuser Kleinods geböte allein schon der Respekt vor dessen Alter und vor der Leistung der damaligen Baumeister, - wenngleich sie in diesem Fall vielleicht nicht ganz fehlerfrei gearbeitet haben könnten (ohne das ich die genaue Ursache der Eigenbewegung des Turmes kenne).

Nicht zuletzt krankt der Tourismus in Nord-Thüringen. Sollte der Turm also tatsächlich der schiefste der Republik oder vielleicht sogar darüber hinaus sein, dann wäre er, ordentlich bekannt gemacht, ein hervorragender Werbeträger - "Der schiefe Turm von Bad Frankenhausen" halt. Wie man das richtig anpackt: Na, liebe Frankenhäuser Stadtväter, konsultiert doch einfach mal eure Pisaer Amtskollegen!
98maschr
06.12.2011, 09:32 Uhr
Ist er überhaupt zu retten?
Bisher wurden ja bereits mehrere 100000 Euro in die Begradigung bzw. Abstützung des Turmes investiert. Das Problem ist aber der Untergrund. Genau unter dem Turm verläuft ja die Ader zur Soltherme. Das heißt, entweder man trägt den Turm ab und baut ihn an anderer Stelle wieder auf, oder man schüttet darunter alles zu...

Alles Andere wäre nur ein kleiner Zeitgewinn.
Sissi
06.12.2011, 09:39 Uhr
Spendengelder
Ich möchte nur gerne mal wissen, wo die ganzen Spendengelder hingeflossen sind, die schon für den Kirchturm gesammelt wurden.
Flitzpiepe
06.12.2011, 10:00 Uhr
Schiefster Turm kann so nicht erhalten bleiben
Langsam denke ich, dass Herr Schwarzberg eher Flitzpiepe heißen müsste. Er stellt Forderungen auf und sagt selber, dass er nicht die Ursache der Schiefe des Turmes kennt. Und ich dachte er kennt sich mit Karstgebieten aus.

Der Turm kann in der gegenwärtigen Schiefe nicht erhalten werden. (und nur so wäre er touristisch interessant).

Der Untergrund sackt weg. Dieser müsste also stabilisiert werden. Nun stellt sich die Frage bis in welche Tiefe. Das weiß keiner. Das können 10 Meter sein. Oder 100. Oder...

Demzufolge kann das 1 Mio €, 10 Mio € oder ? Mio € kosten. Dazu müsste der Turm abgetragen werden. Ich denke nicht, dass man ihn dann schief wieder aufbaut. Man hat danach dann also eine ganz normale Kirche. Nicht mehr und nicht weniger. Wobei keiner weiß, ob die Stabilisierung ausgereicht hat.

Als Land würde ich dafür kein Geld geben. Da gibt es Wichtigeres.
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