Doppelt so schnell
Am vergangenen Wochenende wurden auf der A 38 mehrere Geschwindigkeitsverstöße durch die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Nordhausen festgestellt. Der Spitzenreiter war mehr als das Doppelte des Erlaubten schneller...
Herausragend im negativen Sinne waren hierbei zwei Autofahrer, die im Bereich der Baustelle zur neuen Anschlussstelle Großwechsungen mit erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen wurden. Am Samstagmorgen wurde ein Pkw-Fahrer bei erlaubten 100 km/h mit 191 km/h gemessen. Am Sonntagmorgen setzte ein anderer Pkw-Fahrer noch einen drauf und wurde hier mit 211 km/h gemessen. Beide Fahrzeugführer erwarten nun satte Bußgelder und mehrmonatige Fahrverbote.
Autor: nnz
Kommentare
Herr Taft
05.12.2011, 09:13 Uhr
...jetzt aber !
...ich habe die Blitzerei in der Stadt verteidigt. Ich habe hier im Forum geschrieben, dass man sich ja nur an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten muss und habe den "Abzocke"-Vertretern Widerpart gehalten.
Jedoch ist die Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Baustelle NEBEN der Autobahn, an der an einem SONNTAG sowieso niemand arbeitet derart sinnlos, dass man bei einer entsprechenden Kontrolle tatsächlich von Abzocke reden muss. Kommt man aus Richtung Göttingen, hat man freie Fahrt und wird dann knallhart auf 100 runtergebremst, nur um ein paar hundert Meter weiter wieder unbeschränkt fahren zu dürfen.
Bodo Schwarzberg
05.12.2011, 10:25 Uhr
Nussbaum: Geschwindigkeitsschilder sind Gesetz!
Das, was Nussbaum anspricht, mag an der betreffenden Stelle zu dieser Zeit möglicherweise zutreffend sein. Aber: Keine auch noch so freie Straße entbindet einen Verkehrsteilnehmer von der Pflicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten! Die Auslegung der Gesetze ist nicht Sache des Bürgers! Außerdem: Wenn man den Autofahrern das Recht einräumte, selbst zu entscheiden, wo sie die vorgegebene Geschwindigkeit einhalten, und wo nicht, dann ist der Willkür im Straßenverkehr Tür und Tor geöffnet - mit möglicherweise gravierenden Folgen.
Und nicht zu letzt: Vergessen Sie nicht, dass der Verkehrsteilnehmer immer eher dazu neigt, Verkehrsregeln für sein Egomanentum zu verweichlichen, halt um schneller voranzukommen. Wer an einer ungefährlichen Stelle schneller fährt, als die Polizei erlaubt, fährt an einer gefährlichen Stelle mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu schnell. Von daher: Am Sichersten ist es daher, JEDE Geschiwndigkeitsbegrenzung einzuhalten. Denn dann steht man nie vor der sehr gefährlichen Frage: Ist das hier nur Abzockerei oder echt gefährlich?
Retupmoc
05.12.2011, 11:20 Uhr
Typisch Fall von ICH
@ Nussbaum... sehen Sie, wenn man selbst involviert ist, weil man diese Strecke öfter fährt ist es mit einem Mal Abzocke. Jetzt sehe ich das anders, denn ich bin für ein Tempolimit 120 auf ALLEN deutschen Autobahnen. Warum? Weil mehr Tempo immer auf Kosten der Sicherheit geht.
Herr Taft
05.12.2011, 12:20 Uhr
Tempolimit und Gesetz
@RWE, Tempolimit 120 auf den Autobahnen, bin ich absolut bei Ihnen. Betroffen bin ich eigentlich auch nicht...
@Herr Schwarzberg: Natürlich ist es ein Gesetz - und natürlich muss man sich daran halten. Das kritisiere ich auch mit keinem Wort.
Allerdings finde ich es dreist, die Verkehrserzieherischen Maßnahmen an einem Sonntag an einer Stelle durchzuführen, wo es absolut keine Gefährdung für irgendjemanden gibt. Das wäre genauso, als wenn Sie in der Schule mitten in der Hofpause, Mathenoten vergeben würden.
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