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Do, 13:11 Uhr
10.11.2011

Wem die Stunde schlägt

Das ist zwar der Titel eines Buches von Ernest Hemingway, aber als Ergebnis der Betrachtung der vielen gemalten Turm- und tatsächlich laufenden Wanduhren in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen drängt er sich unwillkürlich auf. Eine Betrachtung dazu in der nnz...


Schumann, Asche (Foto: J. Seifert) Schumann, Asche (Foto: J. Seifert) Und diese Chronometer wiederum sind Teil einer Ausstellung des Nordhäuser Malers und Grafikers Axel Schumann, die am Dienstag eröffnet wurde (nnz-tv berichtete). Dass er zumindest in der Region als Mensch und Künstler bekannt und geschätzt ist, zeigte sich an der ungewohnt großen Zahl der Gäste der Vernissage, nach allen Erfahrungen wohl überwiegend Bekannte und Freunde.

Sparkassendirektor Wolfgang Asche drückte seine Freude über die große Resonanz aus. Nachdem der Direktor der Kreismusikschule, Holger Niebhagen, einen seiner Trompete spielenden Schüler am Klavier begleitet hatte und so musikalisch den Auftakt gestaltet hatte. Den Ausführungen Asches war danach zu entnehmen, dass Schumann Jahrgang 64 und ein sehr umgänglicher Mensch ist, in Sachen Malen und Zeichnen Autodidakt.

Als solcher überzeugt er nicht nur mit viel Talent, er übt sein Metier auch mit viel Leidenschaft und Engagement aus. Mit eindrucksvollen Ergebnissen. Ohne aber als Künstler bisher das Profil und die Popularität zu besitzen wie manch andere in dieser Region. Er lässt offensichtlich seine Bilder für sich sprechen. Und deren Sprache ist überzeugend. Kunstinteressierte erinnern sich sicher gern noch an Ausstellungen im Tresor der Nordhausen-Information und im Kunsthaus Meyenburg.

Er verbindet jedenfalls die Qualität seiner Bilder mit einer persönlich sympathischen Art, die natürlich und verbindlich wirkt. Das offenbarten auch gestern die Dialoge zwischen Asche und Schumann, die auf Anregung der Gäste angelegt waren, sich selbst mit den ausgestellten Bildern konfrontieren zu lassen, um zu einen eigenen Urteil zu kommen.

Das wiederum beschränkt auch den Berichterstatter auf die Aussage, dass Schumann ein breites künstlerisches Spektrum abdeckt. Er malt gegenständlich, leicht vergleichbar mit seinen Motiven. Was in dieser Ausstellung vor allem auf die (Kirch-)Türme zutrifft, auf denen die eingangs erwähnten Uhren zu finden sind. Er malt aber ebenso abstrakt und überlässt es dann den Betrachter, dazu eine Einstellung zu finden. Dabei bedient er sich unterschiedlicher Techniken und Materialien, zu denen Acrylfarbe ebenso gehört wie Mischtechnik, Papier und Leinwand.

Was bei den künstlerischen Themen seit Jahren auffällt, ist das „Zeit & Spiel“-Fenster, durch das er immer wieder Einblicke in seine Intuitionen und deren Ergebnisse ermöglicht, die ihn neben seiner Qualität als Maler auch als kreativen Werbedesigner ausweisen und empfehlen.

Auch die gegenwärtige Ausstellung bildet ein solches „Zeit & Spiel-Fenster, durch das man in der Galerie der Kreissparkasse eine Vielzahl Bilder mit den unterschiedlichsten Motiven, Formaten und ausgeführt in verschiedenen Techniken sieht. Und in deren Betrachtung zu eigenen Eindrücken und Vorstellungen gelangen kann. Bei vielen Bildern fällt es leicht, bei anderen ist die eigene Phantasie und das kreative Vorstellungsvermögen gefragt. Die zuvor gehörten Musikstücke im Duett des Virtuosen mit seinen jungen Eleven könnten anregend gewirkt haben.

Sei abschließend erwähnt, dass Axel Schumann einen Kalender für das kommende Jahr erstellt hat, der Uhren auf den verschiedensten Türmen der Region enthält, die auch als Bilder in der Ausstellung zu sehen sind: naturnah und volkstümlich gestaltet, gefällig und außerordentlich sympathisch ausgeführt. Für 19,50 Euro ist er an der Reception (Information) in der Kreissparkasse und im Atelier von Axel Schumann zu erhalten.
Autor: nnz

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