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Sa, 09:57 Uhr
05.11.2011

Fröstelnde Stubenhunde

Im Sommer war er kaum in der Wohnung zu halten – doch nun rollt er sich am liebsten vor der Heizung zusammen: Wenn es draußen kälter wird, dann ist Hund nicht gleich Hund. Während auf dem Land die Tiere wie selbstverständlich weiter ins Freie drängen, schlottert mancher Stadthund der gleichen Rasse schon, wenn er vor die Tür tritt...


Ein Grund dafür ist die unterschiedliche Haltung. „Lebt ein Hund überwiegend in der geheizten Wohnung, hat er ein anderes Fell, als der Landhund, der dauernd draußen ist“, erläutert Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Die gleichbleibend hohen Temperaturen im Haus verhindern, dass das Fell die entsprechende Winterqualität bildet. So ein Hund muss dann langsam an Wind und Wetter gewöhnt werden.

Dabei wird ähnlich vorgegangen wie bei einem Menschen, der sich gegen Erkältungen abhärten will: Möglichst viel Bewegung an der frischen Luft. Es sollten jedoch nicht gleich Gewaltmärsche auf dem Programm stehen. „Besser ist es, häufiger aber dafür nur kurz mit dem Hund rauszugehen“, so Kopernik. Während der Spaziergänge sollte der Hund in Bewegung bleiben und nicht längere Zeit regungslos warten müssen.

Zu beachten ist, dass bestimmte Rassen mit einem Fell ohne Unterwolle schneller frieren, wenn sie nicht in Bewegung sind. Das gilt unter anderem für kurzhaarige Tiere wie den Rhodesian Ridgeback oder kleine Windhundrassen. Zeigt das Gewöhnungs-Training hier nicht die gewünschte Wirkung, kann Schutzkleidung wie wärmende Hundmäntel oder -jacken helfen.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
05.11.2011, 11:40 Uhr
Abhärtung für Gesundheit, Geldbeutel, Wirtschaft und Klima gut
Wenn Hunde und Menschen gern über kühles Herbst- und Winterwetter klagen, Schnupfen bekommen und frösteln, dann gibt es ein probates und kostenloses Mittel: Abhärtung. Erwiesen ist, dass sich der "Sollwert", ab dem ein warmblütiger Organismus friert, antrainieren lässt.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Erst jüngst las ich dazu einen Beitrag, den ich hier auf Wunsch gern nenne. Als Thilo Sarrazin in geschickter Vorbereitung des Erscheinens seines Bestsellers forderte, Hartz IV-Empfänger sollten sich, wenn sie frieren, statt die Heizung hochzudrehen, lieber dicker anziehen, hat er eine vollkommen logische Handlungsempfehlung auch für alle anderen Wohlständler herausgegeben:

Denn: Die Senkung der Zimmertemperatur um 1 °C reduziert den Energieverbrauch und die Energiekosten um 6 %. Auch die Gesundheitskosten dürften sinken und damit die Kosten durch krankheitsbedingten Arbeitsaufall: Denn bekannt ist, dass warme Heizungsluft im Winter die Schleimhäute austrocknet und diese beim Wechsel ins nass-kühle Draußen empfänglich für Krankheitserreger macht. Und wer möchte sich schon unwohl fühlen, nicht arbeiten und krank werden?

Nicht zuletzt reduzieren sich durch Abhärtung in den eigenen vier Wänden die Treibhausgasemmissionen und damit die Gefahren für unser Klima. Ein malayischer Forscher (auch hier erfahren Sie die Quelle auf Wunsch) lobte in diesem Zusammenhang die Diszipliniertheit der Japaner angesichts der mehr als 50 gegenwärtig abgeschaltete Atomkraftwerke. In dem sie zu einer längst vergessenen, nicht gleichzeitig zwangsläufig wohlstandsfernen Lebensweise zurückkehrten (er nennt Beispiele), würden sie ganz wundersame positive Beobachtungen z.B. im sozialen Zusammenleben machen. Der Autor wirft die Frage auf, warum das Leben trotz 50 abgeschalteter AKW trotzdem recht normal weitergeht und von einem allgemeinen Zusammenbruch nichts zu spüren ist.

Also, liebe nnz-Leser, wenngleich ich mir Eures Protestes sicher bin: Abhärtung hat nachweisbare Effekte in allen Bereichen, ja selbst für die Zahl der Einwohner: Denn auch erwiesen ist, dass die Menschen in kühlen Räumen auch enger zusammenrücken, was zu dem in Industrieländern oft so fehlenden Nachwuchs führen kann und damit neue steuerzahlende Konsumenten hervorbringt.
Ist das nicht im Sinne unseres Gemeinwesens?
Abhärtung lässt Hunden und uns Menschen, und der obige Beitrag bewieist es, dem einen tatsächlich und dem anderen sprichwörtlich, ein dickes, gesundes und nachhaltiges Fell wachsen. Logisch?
TeeEff
05.11.2011, 13:14 Uhr
Es sind nicht alle 54 AKW ind Japan vom Netz!
Sondern lediglich die Verunfallten und einige weitere, bei denen es nach den Erdbeben technische Probleme gab.
Der Großteil >40 ist weiterhin am Netz!

Nebenbei hatte Japan bei 1,6facher Bevölkerung Deutschlands etwa den 3fachen Stromverbrauch.
Zeitweilig hatten sie einen Einbruch in der Erzeugung von 15 bis 20%. Inzwischen wurde das, wenn auch auf niedrigerem Niveau - aber immer noch über unserem, stabilisiert - man hat allerdings, in Anbetracht des kommenden Winters, die energiehungrige Industrieproduktion heruntergefahren und verzichtet auf etliches der Werbereklamebeleuchtung usw.

Sie können also ihrem malayischer Forscher nen Schein schreiben!

Das einzige was interessant ist, ist das dass japanische Sozialwesen nicht zusammengebrochen ist und Plünderungen und Panikhandlungen trotz der Katastrophen, z.B. ausblieben.
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