Do, 14:54 Uhr
11.09.2003
Trockentraining
Nordhausen (nnz). Heute durften auch mal 16 und 17 Jährige ans Steuer, allerdings nur an das eines Fahrsimulators. Auch hier blieb nicht verborgen, daß junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren am häufigsten in Unfälle verwickelt sind. Die nnz hat denen so zusagen übers Lenkrad geschaut.Dieter Köhler, Projektleiter der Aktion Junge Fahrer” der Kreisverkehrswacht Nordhausen meint, daß dies nicht so bleiben muß, wenn vor allem den jungen Männern die Folgen ihrer Raserei deutlich gemacht werden. Zahlreiche informative Angebote, vom Gurtschlitten bis zum Unfallsimulator, luden die Jugendlichen ein, sich genauer mit der Problematik zu beschäftigen. Am dichtesten war jedoch der Fahrsimulator umlagert. Um Günter Lays Stand drängten sich vor allem Jungs. Die Wartenden konnten sogar auf einem Fernseher mitverfolgen, was ihr Klassenkamerad am Steuer tat. Wer wollte, der durfte auch unter Alkoholeinfluß fahren, natürlich ein nur vom Computer simulierter. Jeder Schüler erhielt auch ein Blatt mit seinen Ergebnissen.
Erleben, Erfahren, Erkennen”, das Motto der Veranstaltung hinter dem IKL Bildungszentrum, zog sich durch das gesamte Mitmachprogramm. Kein langweiliger Unterricht, sondern praktisches Erleben sollte die jungen und zukünftigen Autofahrer für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisieren. Es gab auch zwei Podiumsdiskussionen, Infostände der Polizei, Erste Hilfe Vorführungen und ein Verkehrsquiz, wo Preise rund ums Auto zu gewinnen waren. Allein konnte die Kreisverkehrswacht dieses Projekt nicht organisieren. Schon seit längerem besteht hierbei eine Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, der Johanniter Unfallhilfe, dem Optiker Ebert, der DEKRA, der Polizei und den Falken. Mit 400 Jugendlichen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Und wenn auch ein wenig in den Köpfen der Fahranfänger hängen geblieben ist, dann hat sich dieser Verkehrssicherheitstag für alle gelohnt, denn jeder kann so einem jungen Raser mal auf der Straße begegnen.

