Do, 14:39 Uhr
20.10.2011
Wieder "schwarze" Zahlen
Im Zusammenhang mit Unternehmensinsolvenzen muss leider viel zu häufig über die Zerschlagung des Unternehmens verbunden mit dem Verlust der Arbeitsplätze berichtet werden. Dies liegt zumeist daran, dass Unternehmen oder deren Vertreter erst verspätet einen Insolvenzantrag stellen. Vor allem, wenn dann bereits die Löhne für mehrere Monate rückständig sind, kommt oft jede Hilfe zu spät. Umso erfreulicher ist es, über eine gelungene Fortführung eines in Nordhauen ansässigen Unternehmens aus der Metallbranche berichten zu können...
Die Dreherei & Maschinenbau Maiwald GmbH (DMM GmbH) geriet durch wirtschaftliche Probleme einer Schwestergesellschaft in Folge umfangreicher Verflechtungen seit Anfang des Jahres 2010 ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten. Ein Weiterbetrieb war unmöglich. Der Geschäftsführer Ole-Hans Maiwald beantragte Mitte September 2010 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der DMM GmbH.
Seither ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb im Rahmen der Insolvenz über einen Zeitraum von bereits mehr als einem Jahr fortzuführen. Das Unternehmen schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen mit positivem Trend. Es ist gelungen, von den ursprünglich 56 Arbeitsplätzen fast zwei Drittel zu erhalten. Aktuell werden 35 Arbeitnehmer beschäftigt.
Besonders stolz sind der Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer, dass der Betrieb weiterhin jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglichen kann. Es konnte sogar ein Ausbildungsvertrag neu abgeschlossen werden.
Die erfolgreiche Fortführung ist dem Insolvenzverwalter allerdings nur gelungen, weil mehrere günstige Umstände zusammengewirkt haben. Das Insolvenzgericht hat durch sehr zügige und umsichtige Entscheidungen die richtigen Weichen für den Erhalt des Unternehmens gestellt. Der Geschäftsführer ist kooperativ und von der Sanierung des Unternehmens überzeugt. Er arbeitet mit enormem Einsatz für den Erhalt des Unternehmens.
Nur so konnte es gelingen, die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen schnell, flexibel und effektiv umzusetzen. Die Belegschaft, die den teilweisen Verlust von Arbeitskräften verschmerzen musste, hat dem Betrieb weitgehend die Treue gehalten und arbeitet aufopferungsvoll für den Erhalt des Unternehmens sowie ihre Arbeitsplätze. Sowohl die Kunden, als auch die Lieferanten konnten überzeugt werden, auf den Fortbestand des Unternehmens zu vertrauen.
Wertvolle Unterstützung erhält der Insolvenzverwalter durch den Gläubigerausschuss, in dem eine Vertreterin der Arbeitnehmer, ein ortsansässiger Unternehmer und die Agentur für Arbeit Nordhausen mitwirken.
Nachdem zahlreiche Gespräche mit Kaufinteressenten und Investoren bislang nicht zu einem tragfähigen Übernahmekonzept führten, prüft der Insolvenzverwalter aktuell die Aufstellung eines Insolvenzplanes mit dem Ziel, das Unternehmen wieder auf eigene Füße zu stellen. Damit sollen die Arbeitsplätze erhalten und den Gläubigern eine bestmögliche Befriedigung ihrer Forderungen ermöglicht werden.
Auch wenn bis zur endgültigen Sanierung der DMM GmbH noch ein steiniger Weg zurückzulegen ist, bleibt zu hoffen, dass die positive Entwicklung fortgesetzt werden kann. Zu wünschen wäre, dass das gute Beispiel der DMM GmbH unter den in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen bzw. sanierungsbedürftigen Unternehmen Schule macht und mehr Unternehmer sich entschließen, rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen. Nur so besteht eine realistische Chance auf eine nachhaltige Sanierung.
Autor: nnzDie Dreherei & Maschinenbau Maiwald GmbH (DMM GmbH) geriet durch wirtschaftliche Probleme einer Schwestergesellschaft in Folge umfangreicher Verflechtungen seit Anfang des Jahres 2010 ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten. Ein Weiterbetrieb war unmöglich. Der Geschäftsführer Ole-Hans Maiwald beantragte Mitte September 2010 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der DMM GmbH.
Seither ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb im Rahmen der Insolvenz über einen Zeitraum von bereits mehr als einem Jahr fortzuführen. Das Unternehmen schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen mit positivem Trend. Es ist gelungen, von den ursprünglich 56 Arbeitsplätzen fast zwei Drittel zu erhalten. Aktuell werden 35 Arbeitnehmer beschäftigt.
Besonders stolz sind der Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer, dass der Betrieb weiterhin jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglichen kann. Es konnte sogar ein Ausbildungsvertrag neu abgeschlossen werden.
Die erfolgreiche Fortführung ist dem Insolvenzverwalter allerdings nur gelungen, weil mehrere günstige Umstände zusammengewirkt haben. Das Insolvenzgericht hat durch sehr zügige und umsichtige Entscheidungen die richtigen Weichen für den Erhalt des Unternehmens gestellt. Der Geschäftsführer ist kooperativ und von der Sanierung des Unternehmens überzeugt. Er arbeitet mit enormem Einsatz für den Erhalt des Unternehmens.
Nur so konnte es gelingen, die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen schnell, flexibel und effektiv umzusetzen. Die Belegschaft, die den teilweisen Verlust von Arbeitskräften verschmerzen musste, hat dem Betrieb weitgehend die Treue gehalten und arbeitet aufopferungsvoll für den Erhalt des Unternehmens sowie ihre Arbeitsplätze. Sowohl die Kunden, als auch die Lieferanten konnten überzeugt werden, auf den Fortbestand des Unternehmens zu vertrauen.
Wertvolle Unterstützung erhält der Insolvenzverwalter durch den Gläubigerausschuss, in dem eine Vertreterin der Arbeitnehmer, ein ortsansässiger Unternehmer und die Agentur für Arbeit Nordhausen mitwirken.
Nachdem zahlreiche Gespräche mit Kaufinteressenten und Investoren bislang nicht zu einem tragfähigen Übernahmekonzept führten, prüft der Insolvenzverwalter aktuell die Aufstellung eines Insolvenzplanes mit dem Ziel, das Unternehmen wieder auf eigene Füße zu stellen. Damit sollen die Arbeitsplätze erhalten und den Gläubigern eine bestmögliche Befriedigung ihrer Forderungen ermöglicht werden.
Auch wenn bis zur endgültigen Sanierung der DMM GmbH noch ein steiniger Weg zurückzulegen ist, bleibt zu hoffen, dass die positive Entwicklung fortgesetzt werden kann. Zu wünschen wäre, dass das gute Beispiel der DMM GmbH unter den in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen bzw. sanierungsbedürftigen Unternehmen Schule macht und mehr Unternehmer sich entschließen, rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen. Nur so besteht eine realistische Chance auf eine nachhaltige Sanierung.

