Do, 14:06 Uhr
04.09.2003
nnz-Arbeitsmarkt-Doku: August 2003
Nordhausen (nnz). Wie in jedem Monat, so stellen wir Ihnen auch heute den kompletten Bericht des Nordhäuser Arbeitsamtes zur Verfügung. Den Überblick auf Nordthüringen gibt es mit dem bekannten Klick.
Im August hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen nicht entspannt, obwohl die Arbeitslosmeldungen gegenüber Juli um fast ein Fünftel zurück gegangen sind. Diese Veränderung resultiert aus weniger entgegen genommenen Meldungen von Jugendlichen im Alter unter 25 Jahren. So mussten sich im Juli 1.350 junge Menschen nach einer beruflichen oder schulischen Ausbildung arbeitslos melden, im August nur noch 260. Dennoch waren es immer noch 3.900 Nordthüringer, die neu oder wieder arbeitslos wurden. Aus der Arbeitslosigkeit konnten mehr Personen als in den letzten zwei Monaten gehen, für einen August blieben die Abmeldungen aber unter den Erwartungen.
Zum Vorjahr hat sich damit der Abstand der Arbeitslosenzahl weiter erhöht, so dass am Monatsende über 1.870 Nordthüringer mehr arbeitslos waren als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenzahl ist dennoch nicht so hoch angestiegen wie die Zahl der Förderfälle durch arbeitsmarktpolitische Instrumente im Vorjahresvergleich abgenommen hat. Im August befanden sich 4.335 Nordthüringer in vom Arbeitsamt geförderten beruflichen Weiterbildungen oder Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, fast 2.600 Personen weniger als vor einem Jahr. Im ersten Arbeitsmarkt wurden 2.870 Frauen und Männer in Beschäftigungen unterstützt, über 270 mehr als vor Jahresfrist.
Arbeitslosenquote noch über 19 Prozent
Am Monatsende gab es in Nordthüringen 29.361 arbeitslose Frauen und Männer, knapp 400 weniger als Ende Juli. Damit ist im August ein Arbeitslosenniveau erreicht, was bisher in keinem Jahr ausgewiesen wurde. Die Arbeitslosenquote beträgt 19,1 Prozent und ist nur um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat niedriger, aber immer noch höher als Ende Mai dieses Jahres. Vor einem Jahr errechnete sich für Nordthüringen eine Quote von 17,6 Prozent.
Frauen besonders hart betroffen
Seit Mai dieses Jahres steigt die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen. Noch in den ersten Monaten 2003 konnten hier weniger festgestellt werden als im Vorjahr. Ende August gab es 15.912 arbeitslose Frauen, 36 mehr als im Juli, aber 1.122 mehr als vor einem Jahr. Vor vier Wochen betrug dieser Abstand zum Vorjahresmonat noch 660. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen. In den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden Frauen nach wie vor, entsprechend ihres Anteils an den Arbeitslosen, gefördert. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen in den Maßnahmen verringert sich dennoch im gleichen Verhältnis wie die Beschäftigungsmöglichkeiten zurück gehen, außerdem wirken sich die kürzeren Laufzeiten der Maßnahmen ebenfalls aus.
Bei der gegenwärtigen stagnierenden Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften haben Frauen spürbar weniger Chancen als Männer. Am Monatsende ergibt sich eine Arbeitslosenquote für die Frauen in Höhe von 23,3 Prozent und ist damit genau so hoch wie vor vier Wochen. Vor einem Jahr wurde eine Quote von 21,5 Prozent ausgewiesen. Bei den Männern errechnet sich eine um 0,6 Prozentpunkte niedrigere Quote gegenüber dem Monat Juli und beträgt 17,9 Prozent. Damit liegt sie erstmals in diesem Jahr unter der 18-Prozent-Marke. Insgesamt waren Ende August 13.450 Männer arbeitslos, 432 weniger als vor einem Monat. Der Abstand der Arbeitslosenzahl zum Vorjahr ist von 825 im Juli auf 753 im August zurück gegangen.
Über 3.900 Arbeitslosmeldungen
Im Monatsverlauf meldeten sich 2.134 Männer und 1.774 Frauen arbeitslos. Von diesen insgesamt 3.908 Personen waren 1.126 unter 25 Jahren alt. Damit ist die Zahl der gemeldeten Jugendlichen um 824 niedriger als im Juli. Aus einer Erwerbstätigkeit meldeten sich 1.934 Arbeitnehmer ab, 94 weniger als im Vormonat. Aus Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes gingen wieder 280 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit, über 60 mehr als vor vier Wochen. Nach einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt mussten sich 1.557 Frauen und Männer im Arbeitsamt melden, fast genau so viele wie im Juli. Zurück gegangen sind die Meldungen aus der sonstigen Erwerbstätigkeit, wie Wehr- und Zivildienst.
Von Entlassungen aus der Wirtschaft waren allein wieder 320 Arbeitnehmer im Baugewerbe betroffen. Auch Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes setzten 235 Personen frei, fast 70 weniger als vier Wochen vorher. Der Handel entließ 180 Beschäftigte, so viele wie im Juli und auch so viele wie im Vorjahresmonat. Die Meldungen nach Beschäftigungen in der Land- und Forstwirtschaft fielen im August doppelt so hoch aus wie im August des Vorjahres. Von über 100 Frauen und Männern wurden hier Arbeitslosmeldungen entgegen genommen.
Die 145 Arbeitnehmer aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, bedeuten einen leichten Rückgang gegenüber Juli, sind aber um ein Viertel höher als im Vergleichsmonat 2002. Aus den übrigen Dienstleistungsunternehmen ist die gleiche Entwicklung wie im Vormonat zu verzeichnen. Nach einer Ausbildung mündeten 807 Teilnehmer erst einmal in die Arbeitslosigkeit, weil nicht unmittelbar ein Arbeitsplatz gefunden werden konnte, vor einem Monat war die Zahl noch um 543 höher. 534 meldeten sich nach Schule, Studium oder anderer schulischer Ausbildung, 273 nach einer Lehre. Allerdings haben 136 dieser gemeldeten Personen keinen Abschluss erreicht.
Um 185 niedriger fiel die Zahl der neu oder wieder registrierten Arbeitslosen aus, die vorher nicht erwerbstätig waren. 1.170 Frauen und Männer meldeten sich nach Arbeitsunfähigkeit, nach Betreuungs- und Erziehungszeiten oder aus anderen persönlichen Gründen.
Spürbar mehr Abmeldungen
4.304 Personen haben sich im Laufe des August aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, über 470 mehr als im Juli. Im August des Vorjahres haben 240 Frauen und Männer mehr die Arbeitslosigkeit beendet. Insgesamt sind von den abgemeldeten Personen 47 Prozent in eine Beschäftigung gegangen. 1.750 Arbeitnehmer stellte die Wirtschaft ein, 253 begannen in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Von den Personen, die in Wirtschaftsunternehmen ein Arbeitsverhältnis eingingen, konnten über 390 ohne Hilfen durch das Arbeitsamt vermittelt werden. In 103 Fällen wurden Eingliederungszuschüsse durch das Arbeitsamt gewährt. Über 800 Arbeitslose haben über die Jobbörsen im Internet oder andere Medien selbst eine Beschäftigung gefunden, und 260 wurden vom letzten Arbeitgeber wieder eingestellt. 104 Frauen und Männer wagten den Schritt in die Selbständigkeit, 25 davon über eine Ich-AG.
554 Frauen und Männer nahmen im August eine betriebliche Ausbildung, eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme oder ein Studium auf. Allein 205 davon waren junge Leute, die weiterbildende Schulen oder ein Studium begannen. Wegen Arbeitsunfähigkeit wurden 770 Personen aus den Vermittlungsaktivitäten heraus genommen. Weitere 966 Frauen und Männer gingen in die Nichterwerbstätigkeit, haben ihren Wohnort gewechselt, ihre Meldung im Arbeitsamt nicht erneuert, wechselten in den Rentenbezug oder beziehen finanzielle Leistungen unter erleichterten Bedingungen.
Insgesamt meldeten sich seit Jahresbeginn 33.165 Arbeitslose ab, 1.218 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Eine Erwerbstätigkeit nahmen davon 17.963 Personen auf, 1.218 mehr als von Januar bis August 2002. Diese positive Entwicklung konnte aber nicht den Anstieg von Arbeitslosmeldungen aus einer Erwerbstätigkeit kompensieren. Seit Jahresanfang wurden in den Dienststellen des Arbeitsamtes 18.389 Meldungen direkt nach einer Beschäftigung entgegen genommen, das waren 2.579 mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
Ende August förderte das Arbeitsamt 2.871 Arbeitnehmer in Beschäftigungen des ersten Arbeitsmarktes, 40 mehr als vor vier Wochen und 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gefördert wurden mit Eingliederungszuschüssen insgesamt 1.659 Arbeitsverhältnisse, 100 mehr als im Juli und 513 mehr als vor zwölf Monaten. Wegen Auslaufen der gesetzlichen Regelungen für Beschäftigungshilfen nach dem Programm der Bundesregierung und der Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen zum Jahresende 2002 erhielten über diese Förderungen nur noch 362 Arbeitnehmer diese finanziellen Leistungen, 626 weniger als vor einem Jahr. Damit haben Eingliederungszuschüsse nicht in vollem Umfang den Wegfall dieser Förderarten abgefangen.
Für 70 Arbeitslose, die den Schritt in die Selbständigkeit wagten, gewährte das Arbeitsamt im August Überbrückungsgeld. Am Monatsende haben 530 junge Unternehmer diese Unterstützung erhalten, fast 170 mehr als vor einem Jahr. Einen Existenzgründerzuschuss erhielten weitere 152 Frauen und Männer. Die Beschäftigung von Arbeitslosen in neu gegründeten Unternehmen wurde am Monatsende in 140 Fällen unterstützt. Mit den Vermittlungsaktivitäten über den Tagespendelbereich hinaus entstehen Bewerbungs- und Reisekosten, die entsprechend der gesetzlichen Grundlage teilweise erstattet werden können. Im August nahmen 1.437 Arbeitsuchende diese finanziellen Hilfen in Anspruch, so viele wie im Juli und fast 300 mehr als im Vorjahresmonat.
Wegen einer Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches wurden im August 474 Arbeitnehmern Mobilitätshilfen gewährt, für 54 mehr als im Juli und für fast 90 mehr als im August des Vorjahres.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
Ende August wurden in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 1.432 Frauen und Männer gefördert. Die Zahl der Arbeitnehmer sank leicht gegenüber dem Vormonat um 42, im Vergleich zum Vorjahr ist sie allerdings um 832 rückläufig. In Strukturanpassungsmaßnahmen arbeiteten Ende des Berichtsmonats 1.001 Personen, fast so viele wie vor vier Wochen, aber rund 480 weniger als vor zwölf Monaten. In Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen wurden Ende August 11 Arbeitskräfte eingestellt. Damit arbeiteten Ende des Berichtsmonats in diesen Maßnahmen 64 Frauen und Männer. Die Maßnahmen, die das Arbeitsamt durch diese Förderart unterstützt, beinhalten insbesondere Bauarbeiten zur Erhaltung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsverbindungen.
Freie Förderung
Aus Mitteln der Freien Förderung nach § 10 SGB III förderte das Arbeitsamt im August 995 Personen, fast 100 mehr als im Vormonat und 250 mehr als vor einem Jahr. Von diesen erhalten 124 einen Lohnkostenzuschuss während der Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Weitere 163 junge Leute befinden sich über diese Förderung in einer betrieblichen Ausbildung. 596 Jungunternehmern wurden zusätzliche Hilfen bei Existenzgründungen gewährt.
Berufliche Weiterbildung
Im Monat August begann für 259 Arbeitsuchende eine berufliche Bildungsmaßnahme. Damit qualifizierten sich am Monatsende 1.902 Frauen und Männer, fast 100 weniger als im Vormonat und sogar 1.286 weniger als vor einem Jahr. Von den Teilnehmern streben 1.079 einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf an, 669 der geförderten Personen waren vorher langzeitarbeitslos. Außerdem werden die Maßnahmen auch zielgerichtet genutzt, um 231 Arbeitslosen ohne Berufsabschluss eine Ausbildung zu ermöglichen. 239 Teilnehmer beendeten ihre berufliche Weiterbildung, 133 von ihnen erlangten den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.
Kurzarbeit
62 Unternehmen führten im August Kurzarbeit aus, das sind fast genau so viele wie im Juli, aber 25 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt arbeiteten damit 785 Arbeitnehmer in Nordthüringen kurz, 467 davon waren Männer. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um 124 und gegenüber dem Vorjahr sogar um 235. Besonders im verarbeitenden Gewerbe fiel die Zahl der Kurzarbeiter hoch aus, 400 Arbeitnehmer waren hier betroffen. Angestiegen ist ebenfalls die Zahl der Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sie stieg von 46 im Juli auf 51 im August an. Leicht rückläufig zum Vormonat ist dagegen die Zahl der Kurzarbeiter im Baugewerbe. Rund 80 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer erhalten bereits mehr als 3 Monate, aber höchstens 6 Monate Kurzarbeitergeld.
Noch 4.200 Jugendliche ohne Job
Im August gaben in den Dienststellen des Arbeitsamtes 1.126 Jugendliche unter 25 Jahren ein Arbeitsgesuch ab, das waren 824 weniger als im Juli. Da im August mit dem Abschluss des Ausbildungsjahres wieder viele Jugendliche nicht im Anschluss einen Arbeitsplatz fanden, ist diese Zahl trotzdem noch überdurchschnittlich hoch, über 220 junge Menschen mussten aus diesem Grund in die Arbeitslosigkeit gehen.
Insgesamt beendeten 1.170 Jugendliche im Monatsverlauf ihre Arbeitslosigkeit, 500 davon begannen eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. 45 meldeten sich zum Wehr- oder Zivildienst ab, und für 23 Jugendliche wurden Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt eingerichtet, um sie hier auf eine Festeinstellung vorzubereiten. Fast 300 junge Frauen und Männer nahmen eine Ausbildung auf, 174 davon wählten eine weiterbildende Schule oder ein Studium. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen leicht verringert, insgesamt gab es am Monatsende noch 4.200. In den folgenden Monaten werden die Jugendlichen unter Einbeziehung Dritter regelmäßig zu Beratungsgesprächen eingeladen. Ziel ist es, geeignete Vermittlungsvorschläge vorzunehmen, um entsprechend den individuellen Voraussetzungen der Jugendlichen regional oder überregional einen Arbeitsplatz zu erhalten.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Im Landkreis Nordhausen und im Eichsfeldkreis ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat leicht zurück gegangen, nur im Kyffhäuserkreis verblieb sie auf dem Vormonatsniveau. Den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist in der Geschäftsstelle Artern zu verzeichnen. Hier erhöhte sich die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen um 3,3 Prozentpunkte gegenüber August 2002 auf 25,5 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.833 Frauen und Männer arbeitslos, 197 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber schwieriger dar. Vor zwölf Monaten waren noch 511 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, wobei sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ein fast gleich hoher Anstieg zu verzeichnen ist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug vor einem Jahr 18,8 Prozent und wird Ende des Monats in Höhe von 20,1 Prozent ausgewiesen. Das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte gegenüber Juli 2003.
Rund 1.080 Frauen und Männer des Landkreises wurden im Monatsverlauf arbeitslos, 480 aus einer Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt, 90 weniger als noch im Juli. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt hatten 65 Beschäftigte vorher einen Arbeitsplatz, so viele wie im letzten Monat. Aus der Arbeitslosigkeit gingen 1.280 Personen, rund die Hälfte nahmen eine Beschäftigung auf, 65 davon im zweiten Arbeitsmarkt. 159 Arbeitslose begannen eine berufliche oder schulische Ausbildung bzw. ein Studium.
Durch die Vermittlung auf den zweiten Arbeitsmarkt wurden im Monatsverlauf so viele Arbeitnehmer eingestellt wie aus beendeten Maßnahmen heraus gingen. Damit arbeiteten in Arbeitsbeschaffungs- oder Strukturanpassungsmaßnahmen insgesamt 639 Frauen und Männer, so viele wie im Vormonat, aber 565 weniger als vor einem Jahr. In vom Arbeitsamt geförderten Qualifizierungen befanden sich am Monatsende 684 Teilnehmer, 50 weniger als Ende Juli.
Im Kyffhäuserkreis waren am Monatsende 10.878 Frauen und Männer arbeitslos, so viele wie Ende Juli. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen um 849 erhöht. Die Arbeitslosenquote verblieb wie im Vormonat auf 23,4 Prozent. Ende August registrierten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Artern 5.719 Arbeitslose, 36 mehr als vier Wochen vorher und 607 mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr stieg dabei die Zahl der arbeitslosen Männer genau so an wie die der Frauen. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sich Ende August eine Quote von 27,6 Prozent, vor einem Jahr wurden hier noch 24,3 Prozent ausgewiesen. Für die Männer ergibt sich diese Quote in Höhe von 23,9 Prozent gegenüber 20,8 Prozent im August 2002, Ende Juli war sie aber um 0,2 Prozentpunkte niedriger.
Bei den Frauen liegt die Quote bei 31,7 Prozent, was einem Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozentpunkte entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Frauenarbeitslosenquote um 3,5 Prozentpunkte angestiegen. Im August meldeten sich mit 975 Personen so viele arbeitslos wie im Juli. Dabei kamen wie im Vormonat 450 aus einer Erwerbstätigkeit. Nach einer Ausbildung fanden 195 Frauen und Männer keinen Job. Für 939 Personen endete im August die Arbeitslosigkeit, 370 erhielten einen Arbeitsplatz, 55 davon in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen.
40 Arbeitslose begannen in geförderten Qualifizierungen, am Monatsende wurden in den beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen insgesamt 284 Teilnehmer registriert, 160 davon waren Frauen. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen liegt die Beschäftigtenzahl um 34 niedriger als im Vormonat und beträgt 360. Die Beschäftigung in Strukturanpassungsmaßnahmen sicherte im August 123 Personen einen Arbeitsplatz, 10 mehr als im Vormonat. Vor einem Jahr beschäftigten Trägereinrichtungen des zweiten Arbeitsmarktes 360 Frauen und Männer mehr.
In der Geschäftsstelle Sondershausen gingen im Monatsverlauf 677 Arbeitslosmeldungen ein, fast 160 weniger als im Juli und 38 mehr als im August des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum konnten auch wieder 622 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, rund 70 mehr als im Juli, aber fast 80 weniger als im August des Vorjahres. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen um 45 zum Vormonat auf 5.159 leicht zurück gegangen. Allerdings trat nur bei den Männern eine Verbesserung der Arbeitslosenzahl um fast 80 ein, während die Zahl der arbeitslosen Frauen sogar leicht angestiegen ist.
Die Arbeitslosenquote verringerte sich zum Vormonat von 21,6 auf 21,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 242 im Bezirk der Geschäftsstelle angestiegen, so dass vor einem Jahr die Quote noch bei 20,2 Prozent lag. Für 352 Arbeitslose konnten im August neue Beschäftigungsverhältnisse angebahnt werden, 57 davon im zweiten Arbeitsmarkt. 126, vorwiegend junge Arbeitslose, nahmen betriebliche oder schulische Ausbildungen auf oder begannen ein Studium. Nach wie vor ist die Beschäftigung in Strukturanpassungsmaßnahmen im Bezirk der Geschäftsstelle Sondershausen innerhalb Nordthüringens am höchsten. Die 408 Beschäftigten bei Trägern sind 41 Prozent aller Teilnehmer in diesen Maßnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr waren hier nur 37 weniger in Arbeit. Auch in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gab es mit 267 Beschäftigten nur 53 weniger als vor einem Jahr, in den anderen Geschäftsstellen sind die Zahlen der Beschäftigten spürbar zurück gegangen.
Im Landkreis Eichsfeld verringerte sich die Arbeitslosenzahl genau so wie im Landkreis Nordhausen. Am Monatsende suchten noch 8.650 Eichsfelder einen Job, 190 weniger als Ende Juli, aber 515 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen errechnete sich für den August in Höhe von 14,8 Prozent und ist damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen. Im August des Vorjahres ergab sich noch diese Quote in Höhe von 13,7 Prozent.
Am Monatsende verzeichneten die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle Heiligenstadt eine Arbeitslosenzahl in Höhe von 2.937, das sind 43 weniger als vor einem Monat, aber 272 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert zu fast 85 Prozent aus der Entwicklung der Frauenarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote auf der Basis der zivilen Erwerbspersonen ist leicht niedriger als im Juli und beträgt 13,5 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 12,3 Prozent.
Während des Monats mussten sich 406 Frauen und Männer in der Geschäftsstelle arbeitslos melden, über 140 weniger als vor einem Monat und sogar weniger als im August des Vorjahres. Die Hälfte der Arbeitslosmeldungen erfolgte nach Beschäftigungsverhältnissen in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. 90 Frauen und Männer beendeten eine Ausbildung, ohne unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz zu finden. Für 449 Personen endete im August die Arbeitslosigkeit, für 70 mehr als im Juli, aber für 45 weniger als im Vorjahresmonat. In eine Arbeit mündeten 225 Personen ein, 29 davon in den zweiten Arbeitsmarkt. Fast 100 Arbeitslose begannen in schulischen und beruflichen Weiterbildungen oder meldeten sich in ein Studium ab.
In vom Arbeitsamt geförderten beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich 234 Frauen und Männer. Die 298 Beschäftigten im zweiten Arbeitsmarkt bedeuten eine Verringerung um 112 gegenüber dem Vorjahr. Vor einem Monat gab es fast so viele Beschäftigungen wie Ende des Berichtsmonat.
In der Geschäftsstelle Leinefelde gab es am Monatsende 5.713 Arbeitslose, 147 weniger als Ende August. Die Zahl der arbeitslosen Männer ist um 125, die der Frauen nur um 22 zurück gegangen. Damit hat sich der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen von 56 Prozent im Juli auf 57 Prozent im August erhöht. In keiner anderen Geschäftsstelle in Nordthüringen wird der Frauenanteil an den Arbeitslosen so hoch ausgewiesen.
Für die fast 3.260 arbeitslosen Frauen errechnet sich eine Arbeitslosenquote bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Höhe von 20,1 Prozent, für die Männer ergibt sich diese Quote in Höhe von 13,7 Prozent. Für alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Quote für die Arbeitslosen insgesamt bei 15,5 Prozent und ist damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen, aber um 0,8 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Im Monatsverlauf wurden von 768 Personen Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, das sind 153 weniger als im Juli und auch 105 weniger als im August des Vorjahres.
Ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten im Berichtsmonat 915 Frauen und Männer, über 110 mehr als vor vier Wochen. Eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt nahmen 395 Personen und weitere 47 im zweiten Arbeitsmarkt auf. Die Beschäftigtenzahl im zweiten Arbeitsmarkt konnte mit den Neubewilligungen auf dem Vormonatsniveau gehalten werden. 337 Personen arbeiteten in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 184 weniger als vor einem Jahr. In beruflichen Bildungsmaßnahmen qualifizierten sich 284 Arbeitsuchende, das sind fast 30 weniger als einen Monat vorher.
Autor: nnzIm August hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen nicht entspannt, obwohl die Arbeitslosmeldungen gegenüber Juli um fast ein Fünftel zurück gegangen sind. Diese Veränderung resultiert aus weniger entgegen genommenen Meldungen von Jugendlichen im Alter unter 25 Jahren. So mussten sich im Juli 1.350 junge Menschen nach einer beruflichen oder schulischen Ausbildung arbeitslos melden, im August nur noch 260. Dennoch waren es immer noch 3.900 Nordthüringer, die neu oder wieder arbeitslos wurden. Aus der Arbeitslosigkeit konnten mehr Personen als in den letzten zwei Monaten gehen, für einen August blieben die Abmeldungen aber unter den Erwartungen.
Zum Vorjahr hat sich damit der Abstand der Arbeitslosenzahl weiter erhöht, so dass am Monatsende über 1.870 Nordthüringer mehr arbeitslos waren als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenzahl ist dennoch nicht so hoch angestiegen wie die Zahl der Förderfälle durch arbeitsmarktpolitische Instrumente im Vorjahresvergleich abgenommen hat. Im August befanden sich 4.335 Nordthüringer in vom Arbeitsamt geförderten beruflichen Weiterbildungen oder Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, fast 2.600 Personen weniger als vor einem Jahr. Im ersten Arbeitsmarkt wurden 2.870 Frauen und Männer in Beschäftigungen unterstützt, über 270 mehr als vor Jahresfrist.
Arbeitslosenquote noch über 19 Prozent
Am Monatsende gab es in Nordthüringen 29.361 arbeitslose Frauen und Männer, knapp 400 weniger als Ende Juli. Damit ist im August ein Arbeitslosenniveau erreicht, was bisher in keinem Jahr ausgewiesen wurde. Die Arbeitslosenquote beträgt 19,1 Prozent und ist nur um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat niedriger, aber immer noch höher als Ende Mai dieses Jahres. Vor einem Jahr errechnete sich für Nordthüringen eine Quote von 17,6 Prozent.
Frauen besonders hart betroffen
Seit Mai dieses Jahres steigt die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen. Noch in den ersten Monaten 2003 konnten hier weniger festgestellt werden als im Vorjahr. Ende August gab es 15.912 arbeitslose Frauen, 36 mehr als im Juli, aber 1.122 mehr als vor einem Jahr. Vor vier Wochen betrug dieser Abstand zum Vorjahresmonat noch 660. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen. In den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden Frauen nach wie vor, entsprechend ihres Anteils an den Arbeitslosen, gefördert. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen in den Maßnahmen verringert sich dennoch im gleichen Verhältnis wie die Beschäftigungsmöglichkeiten zurück gehen, außerdem wirken sich die kürzeren Laufzeiten der Maßnahmen ebenfalls aus.
Bei der gegenwärtigen stagnierenden Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften haben Frauen spürbar weniger Chancen als Männer. Am Monatsende ergibt sich eine Arbeitslosenquote für die Frauen in Höhe von 23,3 Prozent und ist damit genau so hoch wie vor vier Wochen. Vor einem Jahr wurde eine Quote von 21,5 Prozent ausgewiesen. Bei den Männern errechnet sich eine um 0,6 Prozentpunkte niedrigere Quote gegenüber dem Monat Juli und beträgt 17,9 Prozent. Damit liegt sie erstmals in diesem Jahr unter der 18-Prozent-Marke. Insgesamt waren Ende August 13.450 Männer arbeitslos, 432 weniger als vor einem Monat. Der Abstand der Arbeitslosenzahl zum Vorjahr ist von 825 im Juli auf 753 im August zurück gegangen.
Über 3.900 Arbeitslosmeldungen
Im Monatsverlauf meldeten sich 2.134 Männer und 1.774 Frauen arbeitslos. Von diesen insgesamt 3.908 Personen waren 1.126 unter 25 Jahren alt. Damit ist die Zahl der gemeldeten Jugendlichen um 824 niedriger als im Juli. Aus einer Erwerbstätigkeit meldeten sich 1.934 Arbeitnehmer ab, 94 weniger als im Vormonat. Aus Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes gingen wieder 280 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit, über 60 mehr als vor vier Wochen. Nach einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt mussten sich 1.557 Frauen und Männer im Arbeitsamt melden, fast genau so viele wie im Juli. Zurück gegangen sind die Meldungen aus der sonstigen Erwerbstätigkeit, wie Wehr- und Zivildienst.
Von Entlassungen aus der Wirtschaft waren allein wieder 320 Arbeitnehmer im Baugewerbe betroffen. Auch Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes setzten 235 Personen frei, fast 70 weniger als vier Wochen vorher. Der Handel entließ 180 Beschäftigte, so viele wie im Juli und auch so viele wie im Vorjahresmonat. Die Meldungen nach Beschäftigungen in der Land- und Forstwirtschaft fielen im August doppelt so hoch aus wie im August des Vorjahres. Von über 100 Frauen und Männern wurden hier Arbeitslosmeldungen entgegen genommen.
Die 145 Arbeitnehmer aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, bedeuten einen leichten Rückgang gegenüber Juli, sind aber um ein Viertel höher als im Vergleichsmonat 2002. Aus den übrigen Dienstleistungsunternehmen ist die gleiche Entwicklung wie im Vormonat zu verzeichnen. Nach einer Ausbildung mündeten 807 Teilnehmer erst einmal in die Arbeitslosigkeit, weil nicht unmittelbar ein Arbeitsplatz gefunden werden konnte, vor einem Monat war die Zahl noch um 543 höher. 534 meldeten sich nach Schule, Studium oder anderer schulischer Ausbildung, 273 nach einer Lehre. Allerdings haben 136 dieser gemeldeten Personen keinen Abschluss erreicht.
Um 185 niedriger fiel die Zahl der neu oder wieder registrierten Arbeitslosen aus, die vorher nicht erwerbstätig waren. 1.170 Frauen und Männer meldeten sich nach Arbeitsunfähigkeit, nach Betreuungs- und Erziehungszeiten oder aus anderen persönlichen Gründen.
Spürbar mehr Abmeldungen
4.304 Personen haben sich im Laufe des August aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, über 470 mehr als im Juli. Im August des Vorjahres haben 240 Frauen und Männer mehr die Arbeitslosigkeit beendet. Insgesamt sind von den abgemeldeten Personen 47 Prozent in eine Beschäftigung gegangen. 1.750 Arbeitnehmer stellte die Wirtschaft ein, 253 begannen in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Von den Personen, die in Wirtschaftsunternehmen ein Arbeitsverhältnis eingingen, konnten über 390 ohne Hilfen durch das Arbeitsamt vermittelt werden. In 103 Fällen wurden Eingliederungszuschüsse durch das Arbeitsamt gewährt. Über 800 Arbeitslose haben über die Jobbörsen im Internet oder andere Medien selbst eine Beschäftigung gefunden, und 260 wurden vom letzten Arbeitgeber wieder eingestellt. 104 Frauen und Männer wagten den Schritt in die Selbständigkeit, 25 davon über eine Ich-AG.
554 Frauen und Männer nahmen im August eine betriebliche Ausbildung, eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme oder ein Studium auf. Allein 205 davon waren junge Leute, die weiterbildende Schulen oder ein Studium begannen. Wegen Arbeitsunfähigkeit wurden 770 Personen aus den Vermittlungsaktivitäten heraus genommen. Weitere 966 Frauen und Männer gingen in die Nichterwerbstätigkeit, haben ihren Wohnort gewechselt, ihre Meldung im Arbeitsamt nicht erneuert, wechselten in den Rentenbezug oder beziehen finanzielle Leistungen unter erleichterten Bedingungen.
Insgesamt meldeten sich seit Jahresbeginn 33.165 Arbeitslose ab, 1.218 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Eine Erwerbstätigkeit nahmen davon 17.963 Personen auf, 1.218 mehr als von Januar bis August 2002. Diese positive Entwicklung konnte aber nicht den Anstieg von Arbeitslosmeldungen aus einer Erwerbstätigkeit kompensieren. Seit Jahresanfang wurden in den Dienststellen des Arbeitsamtes 18.389 Meldungen direkt nach einer Beschäftigung entgegen genommen, das waren 2.579 mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
Ende August förderte das Arbeitsamt 2.871 Arbeitnehmer in Beschäftigungen des ersten Arbeitsmarktes, 40 mehr als vor vier Wochen und 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gefördert wurden mit Eingliederungszuschüssen insgesamt 1.659 Arbeitsverhältnisse, 100 mehr als im Juli und 513 mehr als vor zwölf Monaten. Wegen Auslaufen der gesetzlichen Regelungen für Beschäftigungshilfen nach dem Programm der Bundesregierung und der Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen zum Jahresende 2002 erhielten über diese Förderungen nur noch 362 Arbeitnehmer diese finanziellen Leistungen, 626 weniger als vor einem Jahr. Damit haben Eingliederungszuschüsse nicht in vollem Umfang den Wegfall dieser Förderarten abgefangen.
Für 70 Arbeitslose, die den Schritt in die Selbständigkeit wagten, gewährte das Arbeitsamt im August Überbrückungsgeld. Am Monatsende haben 530 junge Unternehmer diese Unterstützung erhalten, fast 170 mehr als vor einem Jahr. Einen Existenzgründerzuschuss erhielten weitere 152 Frauen und Männer. Die Beschäftigung von Arbeitslosen in neu gegründeten Unternehmen wurde am Monatsende in 140 Fällen unterstützt. Mit den Vermittlungsaktivitäten über den Tagespendelbereich hinaus entstehen Bewerbungs- und Reisekosten, die entsprechend der gesetzlichen Grundlage teilweise erstattet werden können. Im August nahmen 1.437 Arbeitsuchende diese finanziellen Hilfen in Anspruch, so viele wie im Juli und fast 300 mehr als im Vorjahresmonat.
Wegen einer Arbeitsaufnahme außerhalb des Tagespendelbereiches wurden im August 474 Arbeitnehmern Mobilitätshilfen gewährt, für 54 mehr als im Juli und für fast 90 mehr als im August des Vorjahres.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
Ende August wurden in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 1.432 Frauen und Männer gefördert. Die Zahl der Arbeitnehmer sank leicht gegenüber dem Vormonat um 42, im Vergleich zum Vorjahr ist sie allerdings um 832 rückläufig. In Strukturanpassungsmaßnahmen arbeiteten Ende des Berichtsmonats 1.001 Personen, fast so viele wie vor vier Wochen, aber rund 480 weniger als vor zwölf Monaten. In Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen wurden Ende August 11 Arbeitskräfte eingestellt. Damit arbeiteten Ende des Berichtsmonats in diesen Maßnahmen 64 Frauen und Männer. Die Maßnahmen, die das Arbeitsamt durch diese Förderart unterstützt, beinhalten insbesondere Bauarbeiten zur Erhaltung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsverbindungen.
Freie Förderung
Aus Mitteln der Freien Förderung nach § 10 SGB III förderte das Arbeitsamt im August 995 Personen, fast 100 mehr als im Vormonat und 250 mehr als vor einem Jahr. Von diesen erhalten 124 einen Lohnkostenzuschuss während der Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Weitere 163 junge Leute befinden sich über diese Förderung in einer betrieblichen Ausbildung. 596 Jungunternehmern wurden zusätzliche Hilfen bei Existenzgründungen gewährt.
Berufliche Weiterbildung
Im Monat August begann für 259 Arbeitsuchende eine berufliche Bildungsmaßnahme. Damit qualifizierten sich am Monatsende 1.902 Frauen und Männer, fast 100 weniger als im Vormonat und sogar 1.286 weniger als vor einem Jahr. Von den Teilnehmern streben 1.079 einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf an, 669 der geförderten Personen waren vorher langzeitarbeitslos. Außerdem werden die Maßnahmen auch zielgerichtet genutzt, um 231 Arbeitslosen ohne Berufsabschluss eine Ausbildung zu ermöglichen. 239 Teilnehmer beendeten ihre berufliche Weiterbildung, 133 von ihnen erlangten den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.
Kurzarbeit
62 Unternehmen führten im August Kurzarbeit aus, das sind fast genau so viele wie im Juli, aber 25 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt arbeiteten damit 785 Arbeitnehmer in Nordthüringen kurz, 467 davon waren Männer. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um 124 und gegenüber dem Vorjahr sogar um 235. Besonders im verarbeitenden Gewerbe fiel die Zahl der Kurzarbeiter hoch aus, 400 Arbeitnehmer waren hier betroffen. Angestiegen ist ebenfalls die Zahl der Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sie stieg von 46 im Juli auf 51 im August an. Leicht rückläufig zum Vormonat ist dagegen die Zahl der Kurzarbeiter im Baugewerbe. Rund 80 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer erhalten bereits mehr als 3 Monate, aber höchstens 6 Monate Kurzarbeitergeld.
Noch 4.200 Jugendliche ohne Job
Im August gaben in den Dienststellen des Arbeitsamtes 1.126 Jugendliche unter 25 Jahren ein Arbeitsgesuch ab, das waren 824 weniger als im Juli. Da im August mit dem Abschluss des Ausbildungsjahres wieder viele Jugendliche nicht im Anschluss einen Arbeitsplatz fanden, ist diese Zahl trotzdem noch überdurchschnittlich hoch, über 220 junge Menschen mussten aus diesem Grund in die Arbeitslosigkeit gehen.
Insgesamt beendeten 1.170 Jugendliche im Monatsverlauf ihre Arbeitslosigkeit, 500 davon begannen eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. 45 meldeten sich zum Wehr- oder Zivildienst ab, und für 23 Jugendliche wurden Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt eingerichtet, um sie hier auf eine Festeinstellung vorzubereiten. Fast 300 junge Frauen und Männer nahmen eine Ausbildung auf, 174 davon wählten eine weiterbildende Schule oder ein Studium. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen leicht verringert, insgesamt gab es am Monatsende noch 4.200. In den folgenden Monaten werden die Jugendlichen unter Einbeziehung Dritter regelmäßig zu Beratungsgesprächen eingeladen. Ziel ist es, geeignete Vermittlungsvorschläge vorzunehmen, um entsprechend den individuellen Voraussetzungen der Jugendlichen regional oder überregional einen Arbeitsplatz zu erhalten.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Im Landkreis Nordhausen und im Eichsfeldkreis ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat leicht zurück gegangen, nur im Kyffhäuserkreis verblieb sie auf dem Vormonatsniveau. Den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist in der Geschäftsstelle Artern zu verzeichnen. Hier erhöhte sich die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen um 3,3 Prozentpunkte gegenüber August 2002 auf 25,5 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.833 Frauen und Männer arbeitslos, 197 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber schwieriger dar. Vor zwölf Monaten waren noch 511 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, wobei sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ein fast gleich hoher Anstieg zu verzeichnen ist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug vor einem Jahr 18,8 Prozent und wird Ende des Monats in Höhe von 20,1 Prozent ausgewiesen. Das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte gegenüber Juli 2003.
Rund 1.080 Frauen und Männer des Landkreises wurden im Monatsverlauf arbeitslos, 480 aus einer Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt, 90 weniger als noch im Juli. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt hatten 65 Beschäftigte vorher einen Arbeitsplatz, so viele wie im letzten Monat. Aus der Arbeitslosigkeit gingen 1.280 Personen, rund die Hälfte nahmen eine Beschäftigung auf, 65 davon im zweiten Arbeitsmarkt. 159 Arbeitslose begannen eine berufliche oder schulische Ausbildung bzw. ein Studium.
Durch die Vermittlung auf den zweiten Arbeitsmarkt wurden im Monatsverlauf so viele Arbeitnehmer eingestellt wie aus beendeten Maßnahmen heraus gingen. Damit arbeiteten in Arbeitsbeschaffungs- oder Strukturanpassungsmaßnahmen insgesamt 639 Frauen und Männer, so viele wie im Vormonat, aber 565 weniger als vor einem Jahr. In vom Arbeitsamt geförderten Qualifizierungen befanden sich am Monatsende 684 Teilnehmer, 50 weniger als Ende Juli.
Im Kyffhäuserkreis waren am Monatsende 10.878 Frauen und Männer arbeitslos, so viele wie Ende Juli. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen um 849 erhöht. Die Arbeitslosenquote verblieb wie im Vormonat auf 23,4 Prozent. Ende August registrierten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Artern 5.719 Arbeitslose, 36 mehr als vier Wochen vorher und 607 mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr stieg dabei die Zahl der arbeitslosen Männer genau so an wie die der Frauen. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sich Ende August eine Quote von 27,6 Prozent, vor einem Jahr wurden hier noch 24,3 Prozent ausgewiesen. Für die Männer ergibt sich diese Quote in Höhe von 23,9 Prozent gegenüber 20,8 Prozent im August 2002, Ende Juli war sie aber um 0,2 Prozentpunkte niedriger.
Bei den Frauen liegt die Quote bei 31,7 Prozent, was einem Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozentpunkte entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Frauenarbeitslosenquote um 3,5 Prozentpunkte angestiegen. Im August meldeten sich mit 975 Personen so viele arbeitslos wie im Juli. Dabei kamen wie im Vormonat 450 aus einer Erwerbstätigkeit. Nach einer Ausbildung fanden 195 Frauen und Männer keinen Job. Für 939 Personen endete im August die Arbeitslosigkeit, 370 erhielten einen Arbeitsplatz, 55 davon in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen.
40 Arbeitslose begannen in geförderten Qualifizierungen, am Monatsende wurden in den beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen insgesamt 284 Teilnehmer registriert, 160 davon waren Frauen. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen liegt die Beschäftigtenzahl um 34 niedriger als im Vormonat und beträgt 360. Die Beschäftigung in Strukturanpassungsmaßnahmen sicherte im August 123 Personen einen Arbeitsplatz, 10 mehr als im Vormonat. Vor einem Jahr beschäftigten Trägereinrichtungen des zweiten Arbeitsmarktes 360 Frauen und Männer mehr.
In der Geschäftsstelle Sondershausen gingen im Monatsverlauf 677 Arbeitslosmeldungen ein, fast 160 weniger als im Juli und 38 mehr als im August des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum konnten auch wieder 622 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, rund 70 mehr als im Juli, aber fast 80 weniger als im August des Vorjahres. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen um 45 zum Vormonat auf 5.159 leicht zurück gegangen. Allerdings trat nur bei den Männern eine Verbesserung der Arbeitslosenzahl um fast 80 ein, während die Zahl der arbeitslosen Frauen sogar leicht angestiegen ist.
Die Arbeitslosenquote verringerte sich zum Vormonat von 21,6 auf 21,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 242 im Bezirk der Geschäftsstelle angestiegen, so dass vor einem Jahr die Quote noch bei 20,2 Prozent lag. Für 352 Arbeitslose konnten im August neue Beschäftigungsverhältnisse angebahnt werden, 57 davon im zweiten Arbeitsmarkt. 126, vorwiegend junge Arbeitslose, nahmen betriebliche oder schulische Ausbildungen auf oder begannen ein Studium. Nach wie vor ist die Beschäftigung in Strukturanpassungsmaßnahmen im Bezirk der Geschäftsstelle Sondershausen innerhalb Nordthüringens am höchsten. Die 408 Beschäftigten bei Trägern sind 41 Prozent aller Teilnehmer in diesen Maßnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr waren hier nur 37 weniger in Arbeit. Auch in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gab es mit 267 Beschäftigten nur 53 weniger als vor einem Jahr, in den anderen Geschäftsstellen sind die Zahlen der Beschäftigten spürbar zurück gegangen.
Im Landkreis Eichsfeld verringerte sich die Arbeitslosenzahl genau so wie im Landkreis Nordhausen. Am Monatsende suchten noch 8.650 Eichsfelder einen Job, 190 weniger als Ende Juli, aber 515 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen errechnete sich für den August in Höhe von 14,8 Prozent und ist damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen. Im August des Vorjahres ergab sich noch diese Quote in Höhe von 13,7 Prozent.
Am Monatsende verzeichneten die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle Heiligenstadt eine Arbeitslosenzahl in Höhe von 2.937, das sind 43 weniger als vor einem Monat, aber 272 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert zu fast 85 Prozent aus der Entwicklung der Frauenarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote auf der Basis der zivilen Erwerbspersonen ist leicht niedriger als im Juli und beträgt 13,5 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 12,3 Prozent.
Während des Monats mussten sich 406 Frauen und Männer in der Geschäftsstelle arbeitslos melden, über 140 weniger als vor einem Monat und sogar weniger als im August des Vorjahres. Die Hälfte der Arbeitslosmeldungen erfolgte nach Beschäftigungsverhältnissen in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. 90 Frauen und Männer beendeten eine Ausbildung, ohne unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz zu finden. Für 449 Personen endete im August die Arbeitslosigkeit, für 70 mehr als im Juli, aber für 45 weniger als im Vorjahresmonat. In eine Arbeit mündeten 225 Personen ein, 29 davon in den zweiten Arbeitsmarkt. Fast 100 Arbeitslose begannen in schulischen und beruflichen Weiterbildungen oder meldeten sich in ein Studium ab.
In vom Arbeitsamt geförderten beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich 234 Frauen und Männer. Die 298 Beschäftigten im zweiten Arbeitsmarkt bedeuten eine Verringerung um 112 gegenüber dem Vorjahr. Vor einem Monat gab es fast so viele Beschäftigungen wie Ende des Berichtsmonat.
In der Geschäftsstelle Leinefelde gab es am Monatsende 5.713 Arbeitslose, 147 weniger als Ende August. Die Zahl der arbeitslosen Männer ist um 125, die der Frauen nur um 22 zurück gegangen. Damit hat sich der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen von 56 Prozent im Juli auf 57 Prozent im August erhöht. In keiner anderen Geschäftsstelle in Nordthüringen wird der Frauenanteil an den Arbeitslosen so hoch ausgewiesen.
Für die fast 3.260 arbeitslosen Frauen errechnet sich eine Arbeitslosenquote bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Höhe von 20,1 Prozent, für die Männer ergibt sich diese Quote in Höhe von 13,7 Prozent. Für alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Quote für die Arbeitslosen insgesamt bei 15,5 Prozent und ist damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen, aber um 0,8 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Im Monatsverlauf wurden von 768 Personen Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, das sind 153 weniger als im Juli und auch 105 weniger als im August des Vorjahres.
Ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten im Berichtsmonat 915 Frauen und Männer, über 110 mehr als vor vier Wochen. Eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt nahmen 395 Personen und weitere 47 im zweiten Arbeitsmarkt auf. Die Beschäftigtenzahl im zweiten Arbeitsmarkt konnte mit den Neubewilligungen auf dem Vormonatsniveau gehalten werden. 337 Personen arbeiteten in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 184 weniger als vor einem Jahr. In beruflichen Bildungsmaßnahmen qualifizierten sich 284 Arbeitsuchende, das sind fast 30 weniger als einen Monat vorher.

