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Mi, 07:27 Uhr
12.10.2011

Die letzte Chance

Wie in den vergangenen 21 Jahren ist die Brockengartensaison auch in diesem Jahr Mitte Oktober beendet. Am kommenden Freitag findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in diesem Jahr statt. Hierzu sind alle Neugierigen herzlich eingeladen...

Wellensittich-Enzian (Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz) Wellensittich-Enzian (Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz)

Nach dem ersten „ Wintereinbruch“ am vergangenen Wochenende auf dem höchsten Harzberg geht die Brockengartensaison ihrem Ende entgegen. Die insgesamt 1800 vorhandenen Pflanzenarten aus den Hochgebirgsregionen der Welt sind schon seit einigen Wochen auf Winter eingestellt. Einige Arten haben aufgrund der warmen Septembertage „Zweitblüten“ ausgebildet - zum Beispiel die Bulgarische Zwergnelke, das Mazedonische Veilchen, die Kaukasische Silberwurz oder auch das Dolomiten-Fingerkraut, um nur einige zu nennen. Die letzten Pflanzen, die in der Anlage ihre Blüten zeigen, sind wie in jedem Jahr die so genannten Wellensittich-Enziane (Bild), die im Hochland von Tibet natürlich vorkommen.

Am Freitag besteht somit für diese Saison die letzte Chance, die Blüten dieser exotisch anmutenden Enziane und die Blüten der oben genannten Pflanzenarten, die normalerweise im Juni blühen, in Augenschein zu nehmen.

Auch in diesem Jahr wurde der Brockengarten gut besucht. In der Zeit von
Mitte Mai bis Mitte Oktober 2011 besuchten 8.450 Nationalparkbesucher
den Brockengarten. Der warme und sonnige September trug dazu bei, dass
sich 300 Gäste mehr als im vergangenen Jahr, in dem der September verregnet war, die Anlage anschauten. In der Gartensaison 2011 wurden 4.738 Gäste von den Brockengärtnern durch die Anlage begleitet. Hinzu kommen 35 Sonderführungen für angemeldete Gruppen, an denen insgesamt 1.072 Personen teilnahmen.

So waren zum Beispiel Tagungsteilnehmer der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harz, Agrarwissenschaftler aus Göttingen, Forststudenten aus Eberswalde und Göttingen, Mitarbeiter der Botanischen Gärten Oldenburg, Halle und Berlin-Dahlem sowie Wissenschaftler aus England, Holland und Korea, um nur einige zu nennen, im Garten zu Gast. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 2.640 Besucher durch unsere Anlage.

Auch der Tag des offenen Denkmals, an dem der Garten, der als Denkmal ausgewiesen wurde, beteiligt war, trug zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades bei. Natürlich ist die Besichtigung des Gartens auch an den Wochenenden und an den Feiertagen abgesichert. Informationen hierzu findet man im
Internet unter Nationalpark Harz - Brockengarten.

Seit jeher, so bereits in der Zeit, als die Georg August-Universität Göttingen und die Martin Luther-Universität Halle für den Garten allein verantwortlich waren, und auch heute ist die Besichtigung des Alpinums nur in Begleitung eines Verantwortlichen möglich, da ansonsten im nur rund 1.000 Quadratmeter großen Schauteil Schäden kaum zu vermeiden wären.

Der Brockengarten erfüllt im Nationalpark Harz eine Vielzahl von Aufgaben. Er ist ökologische Feldstation, die Renaturierungsarbeiten sowie Arten- und Biotopschutzmaßnahmen auf dem Brockenplateau koordiniert und umsetzt. Außerdem dient er u.a. der Forschung und Lehre und erfreut mit seiner Blütenmannigfaltigkeit auf ganz besondere Art sehr viele Nationalpark- und Brockenbesucher.
Autor: nnz

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