Ausgebremst und ausgeradelt
Auf der Bundesstraße 4 bei Kleinfurra führten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Nordhausen mit einem Zivilfahrzeug eine Videoüberwachung durch. Und da war noch ein Kraftfahrer unterwegs, der sehr überzeugend fuhr. Gleiches wurde bei einem Radler festgestellt...
Hinter dem Abzweig Hain in Richtung Großfurra wurde das Videofahrzeug um 21:53 Uhr von einem Opel Corsa vor einer Bergkuppe trotz Gegenverkehrs über die dort befindliche Sperrlinie überholt. Nur durch eine Gefahrenbremsung des Polizeifahrzeuges konnte ein Verkehrsunfall verhindert werden. Obwohl das Fahrzeug seine Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit fortsetzte konnte es in Großfurra angehalten und kontrolliert werden. Der Führerschein des 21-jährigen Fahrers aus Menteroda wurde nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsstaatsanwalt an Ort und Stelle sichergestellt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Fahrt mit dem Corsa musste der Beifahrer fortsetzen.
Um 2:40 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Nordhausen auf der Bochumer Straße in Nordhausen einen 22-jährigen Nordhäuser, der mit seinem Fahrrad ohne Licht unterwegs war. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Atemalkoholgeruch bei dem Radfahrer fest. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,87 Promille. Dem Radfahrer wurde im Südharz-Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Autor: djd1
Kommentare
Bodo Schwarzberg
08.10.2011, 17:19 Uhr
Riskantes Überholen: Selbst erlebt
Ich kann die Polizei und die Allgemeinheit nur ausdrücklich zu der Stellung des 22-jährigen riskanten Überholers berglückwünschen. Und eigentlich auch den 22-jährigen, denn dass er von Zivilfahndern auf frischer Tat beobachtet wurde, dürfte auch für ihn mit der Aktivität von Glücksengeln gleichzusetzen sein.
Solche Fahrten von zivilen Polizeifahrzeugen mit Videoüberwachung müssten täglich stattfinden, um den Druck auf Verkehrsrowdys zu erhöhen.
Denn wohl die meisten von uns hatten schon mit riskanten Überholern zu tun.
Vor wenigen Tagen überholten mich innerhalb Petersdorf zwei PKW mit hoher Geschwindigkeit am Ortsausgang Richtung Buchholz. Das war übrigens ca. 2 Stunden nach dem Ende des Fußballspieles von Wacker. Vielleicht nur ein Zufall?
Der erste Überholvorgang schien mir schon reichlich gewagt. Beim zweiten aber stockte mir fast der Atem: Denn der zweite Fahrer setzte unmittelbar vor einer Linkskurve zum Überholen an, ohne diese auch nur annähernd einsehen zu können. Er beendete den Überholvorgang in der Kurve!
Ich hatte noch nicht ganz die nachfolgende Senke erreicht, da befanden sich beide Überholer, trotz 70-er Zone schon fast auf der Kuppe des Buchholzer Berges!
Etwa einen Monat zuvor kam ich aus Buchholz und befand mich in der Senke am Fuß des Buchholzer Berges: Ich hielt die vorgeschriebenen 70 km/h ein, als von hinten mit ca. 100 km/h ein PKW heranrauschte. Er überholte noch in der Senke und beendete den Vorgang wenige Meter vor der Kuppe inmitten der vorgelagerten Kurve. Ein Entgegenkommender hätte nicht den Hauch einer Chance gehabt.
Bei beiden Vorgängen konnte ich mir die Kennzeichen leider nicht merken. Aber was hätte es genützt? Beweise für meine Beobachtungen hatte ich nicht.
Ich fordere die Polizei auf, viel häufiger Kontrollen durchzuführen.
Wolfi65
08.10.2011, 20:30 Uhr
Behindert
Also die riskanten Überholmanöver sind nur passiert, weil das Fahrzeug der Polizei bei Hayn und des Herrn Schwarzberg in Petersdorf auffallend langsam unterwegs waren.
Man kann da die Raser verstehen, wenn man gezwungen wird, auf Kosten der Sicherheit solche Überholmanöver zu veranstalten.
Jede Minute ist heute kostbar, denn sie kostet Geld und wertvolle Lebenszeit.
Da kann man sich nicht noch um Gesetzestreue Fahrbahnblockierer kümmern.
Außerdem sind die Fahrzeuge heute so sicher, das selbst bei einen Frontalaufprall nichts passieren kann.
Also Leute, traut Euch mal was zu und gebt mal richtig Feuer, denn die Geier warten schon und das Südharz-Krankenhaus auch.
Korns_Huhn
08.10.2011, 21:50 Uhr
ich hoffe, mein Vorredner meinte es ironisch
Wohl jeder von uns Autofahrern hat schon dann und wann mal kopfschüttelnd in seinem Fahrzeug gesessen und sich gefragt, ob der eine oder andere Verkehrsteilnehmer seinen Führerschein im Lotto gewonnen hat.
Ich bin ebenso für viel häufigere Kontrollen und meinetwegen auch einkommensabhängige Bestrafungen (wie es z.B. in Finnland gehandhabt wird). Auch sind Strafen im gesamteuropäischen Vergleich in Deutschland eher mild. Manch ein an Selbstüberschätzung leidender Verkehrsteilnehmer wird vielleicht nur über den tiefen Griff in seine Geldbörse einsichtig und sich im Klaren darüber, dass er (oder sie) nicht allein auf unseren Straßen unterwegs ist.
Von mir aus kann sich jeder von diesen Unvernünftigen (gelinde ausgedrückt) um einen Baum seiner Wahl wickeln. Jedoch gibt es ja auch immer noch die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer, die gesetzeskonform verhält. Und besonders tragisch werden Unfälle immer dann, wenn eben genau solche Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen werden.
Frankledig
08.10.2011, 23:01 Uhr
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Salzaerin
08.10.2011, 23:47 Uhr
@Wolfi65
Welches Fahrzeug ist heutzutage so sicher, dass es nicht zu Verletzungen kommt? Wenn sich jeder, auch Sie!, an die vorgeschriebenen Tempolimit's und Verkehrsregeln hält, dann sind die Schäden nicht so gravierend. Und die Mitarbeiter im Krankenhaus, Feuerwehr sowie bei der Polizei hätten nicht so viel zu tun. Ich glaube, Ihnen würde mal ein Samstagabend im Krankenhaus gut tun, wo sie mal die Leistungen der Ärzte und Pfleger hinterher beurteilen können. Auch Blutentnahme, Wolfi65, gehört dazu. Im Übrigen, es wurde Hain und nicht Hayn gemeint.
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende
Wolfi65
09.10.2011, 08:44 Uhr
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Wolfi65
09.10.2011, 09:04 Uhr
Es ist gut
Ich zünde heute trotzdem für alle im Strassenverkehr getöteten eine Kerze an.
Wie auch an jeden zweiten Sonntag im Dezember um 19 Uhr.
Dann geht ein Kerzenschein um die Welt.
Mit traurigen Grüßen
Wolfi65
09.10.2011, 14:29 Uhr
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