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Mo, 16:49 Uhr
03.10.2011

nnz-Forum: Lügen, Verachtung, Täuschungen

Es würde sich in Deutschland viel verändern, wenn sich die vielen Medien nicht von der Politik vor deren Karren sperren lassen würden. Leider sind wir in unserem Land schon wieder so weit, dass sich die Medien einer Art von Selbstzensur unterwerfen, schreibt ein nnz-Leser in einem Brief für das Forum...

Karikatur (Foto: H. Buntfuß) Karikatur (Foto: H. Buntfuß)

Die Geschichte ist voll von Beispielen, was geschehen kann, wenn der Einfluss der Politik auf die Medien zu groß wird. Wenn du Karriere machen willst, dann schreibe und drehe das, was den Regierenden zusagt. Das Volk und eine korrekte Information ist zur Nebensache geworden, oder sehe ich, dass nur so? In dieser Demokratie sind wir soweit, dass rund 62 Millionen Wähler, von 330 Personen diktiert bekommen, was sie zu tun und zu lassen haben. Ist das noch demokratisch?

Nehmen wir doch einmal das deutsche so genannte demokratische Wahlrecht. Die Regierenden haben vor drei Jahren vom deutschen Verfassungsgericht die Auflage bekommen, dass fehlerhafte Wahlrecht zu ändern. Dieses musste bis zum 30 Juni 2011 eigentlich schon geschehen sein. Was haben die Regierenden gemacht, sie haben sich Zeit gelassen bis Ende September. Das zeigt sehr deutlich welchen Respekt die Regierenden vor dem Gesetz und dem Verfassungsgericht haben.

Es ist schon eine Kuriosität, 315 Bundestagsabgeordnete bestimmen darüber, wie und was 62 Millionen Bürger zu wählen haben. So eine wichtige Angelegenheit gehört in die Hände des Volkes, aber einen Volksentscheid, haben die Politiker abgeschafft und an den Beispiel Wahl, zeigt sich einmal mehr, warum sie das gemacht haben. Die Politik hat Angst vor ihren eigenen Wählern, man fürchtet den Einfluss der Bürger.

Was hat das noch mit der so oft geheuchelten Demokratie zu tun? Allein durch das Instrument Listenplatz, ist es gewissen Personen möglich in die verschiedenen Gremien einzuziehen. Ohne diese Listenplatzregelung, würden sich Politiker, wie Merkel, Steinbrück, Kühnast, Rössler und Ernst sehr große Sorgen machen müssen, ob sie den Bundestag wieder sehen würden. Durch den Listenplatz, haben die größten Versager immer wieder die Möglichkeit einen sicheren Platz zu bekommen.

Wie demokratisch viele der Politiker so ticken, zeigt uns der Kampf um den so genannten Rettungsschirm für Grichenland. Der „CDU“ Kanzleramtschef Pofalla soll in Bezug auf den Rettungsschirm gesagt haben. „Wenn ich so eine Scheiße höre, wie Gewissensentscheidung.“ Steht nicht in der Vereidigungsformel „Du sollst nur deinen Gewissen folgen.“ Es hat den Anschein, dass viele Politiker kein Gewissen haben, so wie sie abstimmen, oder? Übrigens, einer Umfrage zu folge, sind 80 Prozent der Bevölkerung gegen den Rettungsschirm und 315 Personen drücken in durch, ist das noch demokratisch?
Ein Wort noch zum Tag der Einheit, selten habe ich so viele Phrasen gehört. Wer alles etwas zu sagen hat.

Personen, die die Einheit am liebsten verhindert hätten, klopfen sich gegenseitig auf die Schulter. Heute werden auch wieder Stimmen laut, die die Linkspartei verbieten wollen. Begründung, sie will den Kommunismus wieder aufbauen.

Den Leuten kann ich nur sagen, es gab nie einen Kommunismus und das was man den Bürgern der „DDR“ als Sozialismus verkauft hat, war nur eine Diktatur des Politbüros. Es gab nie einen Sozialismus genau so wenig, wie es heute eine anständige Demokratie oder die viel gepriesene Marktwirtschaft gibt.

Alles nur Augenwischerei, die kapitalistische Oberschicht hat einfach nur Angst vor einem demokratischen Sozialstaat. Wer dieses nicht glaubt, sollte sich einmal die Dokumentation „Operation Wunderland“ ansehen. Darin wird sehr gut verdeutlicht, wie viel Angst Adenauer und die Amerikaner vor dem Sozialismus hatten. Ich glaube, für „CDU“ gesteuerte Hirne, dürfte das ganze ein Schock verursachen.

Das Zitat: „Eine Theorie ist eine Vermutung mit Hochschulbildung.“ (Jimmy Carter)
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
E.B.S.C.
03.10.2011, 22:39 Uhr
Super Artikel
....aber in einer größeren Tageszeitung undenkbar!
Harzer_Wolf
04.10.2011, 07:59 Uhr
Zustimmung
Sehr gut, Herr Buntfuß. Aber von Schreiben ändert sich nichts. Es wird Zeit, die Leute auf die Straße zu bekommen.
Real Human
04.10.2011, 12:32 Uhr
Gründen wir eine Antipolitiker-Partei!?
Ja, Herr Buntfuß hat mal wieder geschrieben, was Viele nicht wahr haben wollen: Wir haben Leute an den Schalthebeln der Macht, die in ihren Sonntagsreden in den höchsten Tönen von „Demokratie“ herumschwafeln, in ihrem realen Verhalten aber an ihrer „guten Kinderstube“ sehr zweifeln lassen. Wenn dann wegen des sich anbahnenden Zusammenbruchs ihrer Lebenslüge vom schönen geeinten Europa (in Wahrheit das Europa der Kapitalisten und Börsenspekulanten) die Nerven blank liegen, kommt schon mal ihre wahre „Kinderstube“ ans Licht der Öffentlichkeit:

„Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen!“ und „Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe“, brüllt man sich schon mal an. Und über solche Rüpeleien erhaben, wartet dann unsere Volksmutti in aller Ruhe ab, wer am Ende als Sieger aus der Schlammschlacht hervor geht.

Und „das liebe Volk“, das von manchen dieser Großkopfeten mehr als „das liebe Vieh“ verachtet wird, sagt sich zu vierzig Prozent und mehr, „Die da oben machen doch sowieso, was sie wollen!“ und veranstalten am Wahltag lieber einen Familienausflug – am Wahllokal vorbei!

Was passiert eigentlich, wenn irgendwann einmal nur noch zwanzig Prozent zur Wahl gehen sollten? Na klar, dann organisieren unsere „Volksvertreter“ flugs eine Kampagne – vielleicht unter dem Motto: „Unsere Demokratie ist auch Deine Demokratie! Mach mit bei der Gestaltung unseres geeinten Deutschlands!“ Oder geht da wieder meine Phantasie mit mir durch?

Ich hätte da einen besseren Vorschlag:

Gründen wir eine Antipolitiker-Partei und ändern das Wahlrecht dahingehend, dass die Prozentzahl der Nichtwähler sich in leeren Abgeordneten-Sitzen widerzuspiegeln hat! Überhangmandate werden abgeschafft, indem die Parteien nur noch Sitze im Verhältnis zu ihren „Zweitstimmen“ erhalten. Erringt eine Partei z.B. 127 Sitze, so werden die in der Reihenfolge der prozentualen Stimmen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen aufgefüllt. Und wenn der Abgeordnete Alois Volkstäuscher zwar glorreiche 55 % in seinem Wahlkreis errungen hat, aber mit seinem Prozentsatz an 128-ster Stelle in seiner Partei steht, bleibt er eben draußen und darf vielleicht einmal nachrücken!

Übrigens sollte jeder von Politik betroffene Bürger ab und zu einmal die Seite http://www.abgeordnetenwatch.de aufrufen. Dort kann man z.B. erfahren wie jeder einzelne Abgeordnete zu bestimmten Anträgen abgestimmt hat – natürlich nur bei NAMENTLICHEN Abstimmungen!

Aber Vorsicht, bei Neigung zu Übelkeit und Erbrechen, sollte man diese Webseite nur anklicken, wenn man sich auf die schockierenden Resultate entsprechend vorbereitet hat! Ich meine damit z.B. das Abstimmungsverhalten zum Thema „Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien“ und dies vor dem Hintergrund der "Aufarbeitung der SED-Diktatur".

P.S. @ „Harzer_Wolf“:

Das Auf-die-Straße-gehen nützt leider herzlich wenig. Selbst wenn Millionen Demonstranten am Reichstagsgebäude vorbeimarschieren, schütteln das unsere Parlament-Arier ab wie der berühmte Hund die Flöhe. Sie können auch Ihre alte Kalaschnikow (falls Sie noch eine haben, was ich Ihnen aber nicht unterstelle) wieder ausgraben … Selbst wenn Sie so die „feinen“ Damen und Herren zum Teufel jagen könnten (Konjunktiv!)… Einen „wohlwollenden Diktator“ müssen Sie in der Menschheitsgeschichte schon mit der Lupe suchen … Wir würden nur "vom Regen in die Traufe“ geraten.
Alex Gösel
04.10.2011, 20:03 Uhr
Herr Buntfuß,
wieder ein großartiger Artikel von Ihnen!

Ich frage mich auch, wo denn unsere Politiker das Gewissen haben. Haben sie es denn bei der Kanzlerin abgegeben?

P.S.: Harzer_Wolf: Es stehen jeden Donnertag ab 17.00 Uhr mindestens zwei Leute vor dem Nordhäuser Arbeitsamt, denen ich meinen Respekt zolle.
Mister X
04.10.2011, 20:11 Uhr
Lügen oder täuschen?
Sie haben Recht. Mit der Wahrheit nehmen es unsere Regierenden nicht so genau. Nehmen wir den Rettungsschirm, er wird uns laut Herrn Sinn 462 Milliarden Euro kosten. Bekannt gegeben wurden 200 Milliarden.

Noch schlimmer ist es mit dem Afghanistankrieg, offiziell sollte er 5,5 Milliarden Euro kosten, hat bisher allerdings schon 17 Milliarden verschlungen und bis zum Abzug gehen noch einmal 5 Milliarden Euro FLÖTEN.

Es ist schon erstaunlich, für soziale Zwecke, Bildung usw. ist angeblich kein Geld da, aber für das Beschuß von Zivilisten in Afghanistan (siehe Tanklaster) haben wir genug Geld.

Eine Gewissensfrage? Ich habe mir die Sendungen zum Thema Gewissensfrage angesehen. Ich muss sagen was man da zu hören bekommt, lässt einem die Haare zu Berge stehen.

Man hat hier das Gefühl die Parteiführungen, in diesem Fall die Kanzlerin, geben vor, wie das Gewissen anzuwenden ist. Da muss man sich doch wirklich fragen, wo unsere Politiker ihr Gewissen haben, vielleicht in der Brieftasche?
Alex Gösel
06.10.2011, 20:02 Uhr
Herr Flöthling,
da ich mich heute einmal versichern wollte, wer denn so zur Demo vors Arbeitsamt kommt, machte ich mich ca. 16.30 auf dem Weg. Vor dem Arbeitsamt angekommen, wartete ich von ca. 16.55 bis 17.05 Uhr. Zu dieser Zeit war für mich nicht ersichtlich dass dort jemand eine Demonstration veranstalten wollte! Ich bin schon der Meinung dass zumindestens der Veranstalter zu so einer Gelegeheit pünktlich zu erscheinen hat, das heißt für mich, das er mindestens 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung anwesend ist! Da zu dieser Zeit niemand anwesend war, dass sie, Herr Flöthling, nicht viel von Pünktlichkeit halten oder keine Uhr haben! Man dürfte doch von den Verantwortlichen verlangen, dass die zumindest pünktlich sind! Es nutzt nicht viel wenn sie hier in der Zeitung für eine Demo werben und sie selber nicht anwesend sind!
TeeEff
06.10.2011, 22:27 Uhr
Und nass geworden?
Weil hat ja um die Zeit massiv geregnet, vom argen Wind den Großteil des Tages mal abgesehen.

Also das man da auch mal zu Hause bleibt, oder sich wo unterstellt ist mehr als verständlich...
Frankledig
06.10.2011, 23:58 Uhr
???
Hab ich was verpasst... woher der Klarname
"Herr Flöthling "?
Und wenn man für etwas einstehen will tut man das auch bei schlechtem Wetter..sonst ist das ja nur "Schönwetter...(populismus) protest??
H.Buntfuß
07.10.2011, 09:14 Uhr
Unfairness
Es ist sehr bedauerlich, dass man Herrn Flötling hier so an den Pranger stellt. Ich kenne ihn, daher weiß ich, das er sich Monat für Monat darum kümmert, dass eine Demo stattfinden kann.

Herr Flötling geht nebenbei auch noch einer Arbeit nach und nimmt sich alledem die Zeit, um etwas gegen die Soziale Schieflage in DEUTSCHLAND zu tun. So gibt es am Sonnabend wieder ein Bündnistreffen in Magdeburg.

Herr Flötling engagiert sich sehr zum Wohle der Bedürftigen, auch wenn das nicht immer sichtbar wird.
Retupmoc
07.10.2011, 09:31 Uhr
Danke
Ich kenne Herrn Flöthling nicht, aber wenn er sich für die Menschen so engagiert, dann von mir ein Dankeschön. Lassen Sie sich nicht von diesen Besserwissern unterbuttern.
wirflöha
07.10.2011, 12:58 Uhr
Warum denn in die Ferne schweifen,
da kann man sich doch nur EBSC anschließen, aber da gibt es ja auch „große“ Andere Zeitungen.
So zum Beispiel den Artikel Eins aus Gotha oder den Alptraum in Hannover, welche gerade in letzter Ausgabe auf eine sehr gute Schrift vom Franzosen Hessel, Stephane, mit seinem EMPÖRT EUCH aufmerksam gemacht haben.

Also, es verwundert mich schon, warum der Autor, heute mal NICHT den Bezug zum Nordhäuser Stadtrat oder Kreistag hergestellt hat.

Oder hat er dazu Redeverbot oder Schreibverbot erteilt bekommen. Doch sicher nicht von PSG? Naja, es geht halt noch schlimmer mit der Demokratie und den Hartzi´s in Ungarn, habe iche eben von einem Bekannten gelesen, welcher die ARD Euromagazin vom 1. Oktober 11 verfolgt hat. Darin war von ganz „Anderer“ Demokratie die Rede. Die Ideen kamen jenen Nahe, die vom - „Besonderen“ - Freund vom Autor, dem Herrn Schäuble immer wiedermal geäußert werden, welcher ja auch in seinem Heimatwahlkreis immer wieder in den Deutschen Bundestag gewählt wird, jener der den Verbleib von Koffern mit mehreren Zehntausend Mark einfach mal vergessen hat.
Übrigens ist doch Herr Pofalla seines Zeichens General der CDU, oder?
Wirflöha
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