Do, 10:51 Uhr
29.09.2011
Diskussion zur Integration
Das Netzwerk zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hat anlässlich der Interkulturellen Woche eine Diskussionsrunde zum Thema In Nordhausen leben, lernen und arbeiten! Aber wie? – Integration sinnvoll gestalten in der Kreisvolkshochschule veranstaltet.
Die Landtagsabgeordnete Franka Hitzing (FDP), Vizepräsidentin des Thüringer Landtags und selbst Lehrerin, bezeichnete in ihrem Impulsreferat die Bildung als den Schlüssel zum Erfolg der Integration. Dabei müsse es das Bildungssystem leisten, die notwendigen Kompetenzen auch denjenigen zu vermitteln, die mit Hürden zu kämpfen haben.
Der Integrationsplan für den Landkreis Nordhausen, der derzeit in mehreren Arbeitsgruppen mit Vertretern ganz unterschiedlicher Institutionen erarbeitet wird, sieht in der Bildung und hier insbesondere in der Sprachvermittlung eine zentrale Aufgabe. Problemlagen von Menschen mit Migrationshintergrund und Lösungsansätze diskutierten im Podium Prof. Dr. Siglinde Naumann, Studiendekanin an der Fachhochschule Nordhausen, der Vorsitzende des Integrationsbeirates Nader Mahboubkhah, Pfarrer Peter Kube, der sich im Verein Schrankenlos engagiert, Leoni König, Regionalberaterin für schulische Integration von Schülern mit Migrationshintergrund im Schulamt Worbis, Victoria Neblung vom Jobcenter, Lutz Herfurth, Leiter des Studienkollegs und Birthe Sieg, die Koordinatorin des Integrationsplans bei JugendSozialwerk Nordhausen. Ziel des Integrationsplans ist es, in Bereichen wie Arbeit, soziale Integration und religiöses sowie kulturelles Zusammenleben bestehende Schwierigkeiten zu beschreiben und Ideen zu entwerfen, wie sich die Situation von Migranten verbessern lässt. Nach der Fertigstellung soll der Integrationsplan in den politischen Gremien des Landkreises und der Kommunen diskutiert werden.
Gerade für ländliche Regionen sei es angesichts der sinkenden Bevölkerungszahl und des zunehmenden Fachkräftemangels eine zentrale Frage, sich für Zuwanderer zu öffnen und eine einwanderungsfreundliche Atmosphäre zu erzeugen, meinte Prof. Naumann, die die Erarbeitung des Integrationsplans wissenschaftlich begleitet. Andere Regionen und Bundesländer seien da weiter, auch in der Förderung ehrenamtlicher Migrantenorganisationen. Bedeutsam für gelungene Integration sei auch, nicht alles ehrenamtlichen Kräften zu überlassen, sondern einen hauptamtlichen Integrationsbeauftragten zu installieren, der als zentraler Ansprechpartner fungiert.
Andere Kommunen hätten damit sehr gute Erfahrungen gemacht, so Prof. Naumann. Schwierig bei der Beschreibung der Situation vor Ort im Landkreis sei die mangelnde Datenlage, so die Koordinatorin des Integrationsplans Birthe Sieg. Zwar wisse man, dass gut zwei Prozent der Bevölkerung Ausländer sind. Nicht erfasst werde aber ein Migrationshintergrund trotz deutscher Staatsangehörigkeit. Doch auch hier sei Integrationsarbeit je nach den individuellen Lebenserfahrungen und kulturellem Hintergrund wichtig.
Die zentrale Rolle der Kommune bei der Integration hebe schon der Nationale Integrationsplan Deutschlands hervor, so Birthe Sieg. Denn nur hier könne Integration gelebt werden, um auch die Potentiale von zugewanderten Mitmenschen wirkungsvoll nutzen und sie in das gesellschaftliche Leben der Region einbinden zu können. Wie sich Integration positiv gestalten lasse, beschrieb der Leiter des Studienkollegs Lutz Herfurth, der direkt vor der Diskussionsrunde gemeinsam mit dem Verein Schrankenlos und Schülern mehrerer Berufsschulen ein Willkommensfest für die neuen Studierenden des Kollegs veranstaltet hat. Mit ganz frischen Bilder von diesem Fest zeigten dem Publikum, wie unbefangen die Begegnung verschiedener Kulturen verlaufen kann. Aktuell studieren 32 Nationalitäten unter dem Dach des Studienkollegs.
Autor: nnzDie Landtagsabgeordnete Franka Hitzing (FDP), Vizepräsidentin des Thüringer Landtags und selbst Lehrerin, bezeichnete in ihrem Impulsreferat die Bildung als den Schlüssel zum Erfolg der Integration. Dabei müsse es das Bildungssystem leisten, die notwendigen Kompetenzen auch denjenigen zu vermitteln, die mit Hürden zu kämpfen haben.
Der Integrationsplan für den Landkreis Nordhausen, der derzeit in mehreren Arbeitsgruppen mit Vertretern ganz unterschiedlicher Institutionen erarbeitet wird, sieht in der Bildung und hier insbesondere in der Sprachvermittlung eine zentrale Aufgabe. Problemlagen von Menschen mit Migrationshintergrund und Lösungsansätze diskutierten im Podium Prof. Dr. Siglinde Naumann, Studiendekanin an der Fachhochschule Nordhausen, der Vorsitzende des Integrationsbeirates Nader Mahboubkhah, Pfarrer Peter Kube, der sich im Verein Schrankenlos engagiert, Leoni König, Regionalberaterin für schulische Integration von Schülern mit Migrationshintergrund im Schulamt Worbis, Victoria Neblung vom Jobcenter, Lutz Herfurth, Leiter des Studienkollegs und Birthe Sieg, die Koordinatorin des Integrationsplans bei JugendSozialwerk Nordhausen. Ziel des Integrationsplans ist es, in Bereichen wie Arbeit, soziale Integration und religiöses sowie kulturelles Zusammenleben bestehende Schwierigkeiten zu beschreiben und Ideen zu entwerfen, wie sich die Situation von Migranten verbessern lässt. Nach der Fertigstellung soll der Integrationsplan in den politischen Gremien des Landkreises und der Kommunen diskutiert werden.
Gerade für ländliche Regionen sei es angesichts der sinkenden Bevölkerungszahl und des zunehmenden Fachkräftemangels eine zentrale Frage, sich für Zuwanderer zu öffnen und eine einwanderungsfreundliche Atmosphäre zu erzeugen, meinte Prof. Naumann, die die Erarbeitung des Integrationsplans wissenschaftlich begleitet. Andere Regionen und Bundesländer seien da weiter, auch in der Förderung ehrenamtlicher Migrantenorganisationen. Bedeutsam für gelungene Integration sei auch, nicht alles ehrenamtlichen Kräften zu überlassen, sondern einen hauptamtlichen Integrationsbeauftragten zu installieren, der als zentraler Ansprechpartner fungiert.
Andere Kommunen hätten damit sehr gute Erfahrungen gemacht, so Prof. Naumann. Schwierig bei der Beschreibung der Situation vor Ort im Landkreis sei die mangelnde Datenlage, so die Koordinatorin des Integrationsplans Birthe Sieg. Zwar wisse man, dass gut zwei Prozent der Bevölkerung Ausländer sind. Nicht erfasst werde aber ein Migrationshintergrund trotz deutscher Staatsangehörigkeit. Doch auch hier sei Integrationsarbeit je nach den individuellen Lebenserfahrungen und kulturellem Hintergrund wichtig.
Die zentrale Rolle der Kommune bei der Integration hebe schon der Nationale Integrationsplan Deutschlands hervor, so Birthe Sieg. Denn nur hier könne Integration gelebt werden, um auch die Potentiale von zugewanderten Mitmenschen wirkungsvoll nutzen und sie in das gesellschaftliche Leben der Region einbinden zu können. Wie sich Integration positiv gestalten lasse, beschrieb der Leiter des Studienkollegs Lutz Herfurth, der direkt vor der Diskussionsrunde gemeinsam mit dem Verein Schrankenlos und Schülern mehrerer Berufsschulen ein Willkommensfest für die neuen Studierenden des Kollegs veranstaltet hat. Mit ganz frischen Bilder von diesem Fest zeigten dem Publikum, wie unbefangen die Begegnung verschiedener Kulturen verlaufen kann. Aktuell studieren 32 Nationalitäten unter dem Dach des Studienkollegs.





