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Mi, 13:27 Uhr
28.09.2011

Hilfe aus der Luft

Bereits seit einer Woche fliegt im Harzbereich des Thüringer Forstamtes Bleicherode-Südharz wieder ein Hubschrauber zur Düngung der Wälder. Vor drei Jahren wurde im Revier Rothesütte und im Revier Christianenhaus eine Kalkung per Hubschrauber vorgenommen...

Hilfe aus der Luft (Foto: Forstamt) Hilfe aus der Luft (Foto: Forstamt)

In diesem Jahr findet die Kalkung wieder im Revier Rothesütte statt, wobei andere Flächen zur Düngung anstehen und das Revier Ellrich ist mit an der Reihe. Die Revierleiter beider Forstreviere wissen, dass die Böden wegen Nitrat- und Schwefeleinträgen zu sauer sind und deshalb fällt es den Bäumen schwer, die Nährstoffe herauszuziehen.

Unseren Waldböden kommen elementare Filter- und Pufferfunktionen zu. Nur ein gesunder Waldboden ist ein Garant für ein intaktes Waldökosystem, gutes Baumwachstum und sauberes Wasser. Vor allem die Fichten zeigen den Förstern deutlich, dass Kalkmangel besteht, denn sie bilden wenig Chlorophyll und die Nadeln werden gelb.

Die Revitalisierung mit Kalk ist notwendig, weil der Säureeintrag im Boden doch erheblich zugenommen hat. Dem Waldboden werden mit dem magnesiumhaltigen Kalk die fehlenden Nährstoffe zurückgegeben, die der sogenannte saure Regen aus dem Boden ausgewaschen hat. Außerdem dient der Kalk als eine Art Puffer gegen weitere Säure-Einträge.

Bei einer Flughöhe von rund 30 Metern je nach Baumarten über dem Erdboden ist nicht allzu viel Luft zwischen dem Kalkbehälter und den Bäumen. Die auszubringende Menge ist mit drei Tonnen je Hektar veranschlagt.

Da die Harzreviere doch sehr steile Hanglagen haben, ist eine Hilfe aus der Luft notwendig, aber auch kostenintensiv. Das Land Thüringen hat eine Prioritätenliste aufgestellt, wonach die einzelnen Forstämter abgearbeitet werden. In diesem Jahr sind es die Forstämter Bleicherode-Südharz, Finsterbergen, Neuhaus und Schönbrunn.

Vom Forstamt wird noch einmal darauf hingewiesen, dass der Kalk in keinster Weise gesundheitsschädigend ist.
Autor: nnz

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