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Mi, 10:58 Uhr
14.09.2011

Gekümmert

Die Arbeit im Nordhäuser Ordnungsamt ist interessant und vielseitig. Da werden bei weitem nicht nur Knöllchen hinter die Scheibenwischer geklemmt, da wird sich auch um Bären gekümmert...

Gefangen (Foto: PSV) Gefangen (Foto: PSV)

Der Hilferuf kam aus der Uferstraße: Eine Frau meldete sich beim städtischen Ordnungsamt und bat um Hilfe mit Blick auf einen Waschbären, der sich seit mehreren Wochen auf dem Grundstück eingerichtet hatte und der Frau Angst machte.

Die Mitarbeiter des Amtes kamen zur Hilfe und stellten auf dem Grundstück der Frau eine Lebend-Falle auf, in die wenig später auch der Waschbär ging. Die beiden Ordnungsamtsmitarbeiter holten jetzt die Falle und wilderten den Waschbär artgerecht im Nordhäuser Umland aus.

Ausgewildert (Foto: PSV) Ausgewildert (Foto: PSV)

Nordmalerweise ist laut Nordhäuser Stadtordnung der Eigentümer für die Entfernung dieser Tiere von seinem Grundstück zuständig und kann sich dabei Unterstützung von Jagdpächtern holen, deren Kontaktdaten man beim Landratsamt bekommt. In besonderen Fällen leistet das Nordhäuser Ordnungsamt Unterstützung bei der Entfernung.

In der letzten Zeit häufen sich Hinweise aus der Nordhäuser Innenstadt auf Waschbären.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
15.09.2011, 01:14 Uhr
Ein "Bärendienst": Waschbär und Ordnungsamt
Während sich die Jäger um die Verfolgung des Waschbärs als Neozoon (eingebürgerte Tierart) bemühen, setzt das Ordnungsamt das gefangene Tier im Umland aus. Das halte ich für eine widersprüchliche Handlung, da der Waschbär laut Berner Artenschutzübereinkommen als invasive Tierart zu verfolgen ist.

Hier sollte es für künftige Fälle dieser Art Gespräche mit den Jagdbehörden geben. Denn es kann ja nicht sein, dass sich die einen um die Bejagung bemühen und die anderen setzen gefangene Tiere aus, statt sie z.B. einem Zoo zu übergeben.

Eingeräumt werden muss natürlich, dass der Waschbär und dessen Rolle im Naturhaushalt umstritten ist. Während einige Experten ihn für die Verdrängung einheimischer Beutegreifer und auch von Vögeln verantwortlich machen, verweisen andere auf fehlende Nachweise für diese These.

Fakt aber ist, dass diese eigentlich in Mittel- und Nordamerika heimische Art nicht in unsere Fauna gehört. Sie wurde 1934 in Deutschland (Hessen) mit dem zweifelhaften Argument "Bereicherung unserer Fauna" ausgesetzt und hat sich seitdem ungehmmt ausgebreitet.

Da der Waschbär, und das ist unbestritten, als Kulturfolger vor allem in Siedlungen millionenschwere Schäden anrichtet (allerdings auch in seiner Heimat), wird deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn sich der Mensch an natürlichen Systemen vergreift.

Dennoch hat das Ordnungsamt unserer Umwelt mit der Aussetzung möglicherweise einen Bärendienst erwiesen!
shopgirl
15.09.2011, 08:06 Uhr
Niedliche Tierchen...aber,
nicht zu unterschätzen. Auch wir hatten vor einigen Jahren des öfteren mit ihnen zu tun,als sie auf dem Grundstück "randaliert" haben.

Meist wühlend in Mülltonnen,da sie den Gartenteich zu oft geplündert haben und wir uns entschieden hatten,nicht zum 16. Mal neue Goldfische als potentielles Futter zu opfern.

Mein damaliger Nachbar musste auch den Verlusst einiger Hühner in Kauf nehmen.
Wir haben dann auch einiger per Lebendfalle geschnappt und im Harz ausgesetzt...

Mittlerweile haben wir auch Besuch von Waschbären in unserem Schrebergarten, wo fleißig nach essbarem gesucht wird. Ich denke mal,sie bekommen nicht genug Futter und bedienen sich aufgrund der heutigen Wegwerfgesellschaft,da vielerorts in den Innenstädten das Futter vor der Nase liegt,ohne das sie sich großartig anstrengen müssen.
Wolfi65
15.09.2011, 08:11 Uhr
Das Ordnungsamt...
ist doch kein Erschießungskommando! Die haben das Tier eingefangen und wo anders wieder ausgesetzt. Damit ist deren Aufgabe erfüllt. Sollten diese etwa einen Jäger holen, damit der den Waschbär abknallen kann? Oder sollte der Miniaturbär etwa eingeschläfert werden?

Tierschutz nur für die Tiere, welche uns von Nutzen sind, oder uns in das Bild passen? So läuft das aber nicht mit der Natur. Wieviel Schaden hat denn der Mensch schon in und an der Natur angerichtet? Da ist doch der Waschbär noch ein "Waisenknabe" dagegen.
Harzer_Wolf
15.09.2011, 08:56 Uhr
Waschbär - Alarm
Vielleicht hatte auch der Waschbär Angst vor der Frau?
I.H.
16.09.2011, 10:16 Uhr
Gibt gute Mützen
Aus son Bärchen macht man am besten Mützen. Jetz rennt der in die nächste Besiedlung, ärgert andere Leute und klaut da die Hühner.

Ein Stückchen hin von mir hat son Viech bei zwei alten Leuten 15 Gössel abgemurkst. Die Leute haben mir richtig leid getan, die habens eh nich so dicke. Der Jäger hat ihn dann gefangen und ihn hoffentlich verdientermaßen über die Regenbogenbrücke geschickt.

Man kann die Viecher aber auch zu den Tierschütern bringen, die können dann mit denen spielen. Liebes Ordnungsamt, Wolfi wollte auch einen haben, laßt euch mal die Adresse geben.;-)

Bärenhasser - Jupp
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