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Mo, 14:53 Uhr
05.09.2011

Jetzt wird es Ernst

In wenigen Tagen wird auch in Nordhausen der Tag des offenen Denkmals begangen. Dann wird es auch in der Rolandstadt ein neues Museum geben. Die nnz war heute schon mal „drin“...


Das Museum ist unmittelbar mit der Geschichte des Nordhäuser Motoren- und Traktorenbaus verbunden. Es ist noch nicht fertig, soll aber zum Sonntag schon mal einen ersten Einblick in diese Technik-Historie bieten können.

IFA Museum (Foto: nnz) IFA Museum (Foto: nnz)
Mit Leib und Seele dabei: Hans-Joachim Port, Udo Kürbis, Dr. Werner Steinmetz (von links)

Aus Ludwigsfelde, dort wo die „Hüllen“ um die IFA-Motoren herum gebaut wurden, wird am Sonntag eine Delegation erwartet. Die Gäste des Denkmaltages werden nicht nur Traktoren oder Motoren sowie viele Informationen erwarten, sondern auch ein entsprechendes Rahmenprogramm. Sie, die Mitglieder des künftigen IFA Technik-Museums, freuen sich nicht nur auf die Besucher, sondern reichen auch allen anderen Vereinen, die sich mit der technischen Entwicklung befassen, symbolisch die Hand. Letztlich soll durch die noch lebenden Zeitzeugen viel Wissen über diese Episode der Rolandstadt gesammelt und an einem Ort konzentriert werden.
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
IFA-Museum, erste Einblicke (Foto: nnz)
Der Außenbereich ist an diesem 11. September der Gastronomie und der Musik vorbehalten. Darüber hinaus stehen viele ehemalige IFA-Raner als kompetente Gesprächspartner zur Verfügung. Der Verein selbst hat 40 Mitglieder, die mit Herz, Seele und Verstand für die Aufarbeitung und Weitergabe all dieser Leistungen an zukünftige Generationen werben. Für den Verein ist die Geschichte Nordhausens nicht nur Königin Mathilde oder die Freie und Rechtsstadt, sondern gerade das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der technischen Entwicklung für Nordhausen als Industriestadt, das auch entsprechend gewürdigt werden müsse. Und letztlich habe die wirtschaftliche Größe von Nordhausen erst die Blüte von Kultur und Kunst möglich gemacht, so Dr. Werner Steinmetz.

Die Vereinsmitglieder verstehen sich nicht nur als die Behüter der IFA, sondern als Bewahrer der gesamten Technik- und Wirtschaftsgeschichte von Nordhausen sowie der Region darüber hinaus. Und dazu braucht der Verein weitere Unterstützung aus der Wirtschaft, aber auch aus der Politik. Noch wird es keine regulären Öffnungszeiten für das IFA-Museum geben, noch kann aber eine Besichtigung vereinbart werden.

Wer will, der kann sich die Anfänge der musealen Entwicklung am kommenden Sonntag ansehen. Alle Mitmacher, die sich unterschiedlich eingebracht haben, gehen mit Optimismus und Leidenschaft an den weiteren Aufbau des Museums. Der Optimismus wurde heute schon mal in Zahlen verpackt. Es werden rund 1.000 Besucher erwartet. Und die werden sich über 12 Traktoren, 27 Motoren und die Zeugnisse der einstigen Konsumgüterproduktion, vom Bollerwagen bis zum Fahrrad freuen. Und auch der Besuch im ehemaligen IFA-Archiv im Hochhaus soll möglich sein.

Und wer weiß schon, dass in den Jahren 1945 bis 1947 die Antriebsaggregate für die Nazi-Rakete A4 massenhaft im so genannten "Institut Nordhausen" gefertigt wurden. Nur diesmal für die Sowjetunion.
Autor: nnz

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