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Mi, 13:17 Uhr
31.08.2011

nnz-Forum: Klassik und Rock bei Barbarossa

Wir hatten ausführlich über die Aufführung von "Klassik meets Rock" am Kyffhäuser-Denkmal berichtet. Dazu Anmerkungen von Gerald Michael Fähnrich...


Ende August bin ich von meinem Italien – Aufenthalt wieder heimgekehrt. Ich hatte mich nach Grado zurückgezogen, um endlich das angekündigte Musical „BARBAROSSA“ fertig zu schreiben. Kurzum, es ist gelungen. Doch dazu später an dieser Stelle mehr…

Denn es soll in hier um ein ganz anderes, jedoch gar nicht so weit entferntes musikalisches Erlebnis gehen. Und genau das war es nämlich!

Noch nicht wieder ganz angekommen, sprach mich eine Mitarbeiterin des Theaters an, ob ich am Wochenende, am 27. August, auch zum „Rock meets Klassik“ auf den Kyffhäuser kommen werde. Freudig überrascht stellte ich fest, dass ich es doch nicht verpasst hatte! Wie gesagt, ich war noch nicht richtig wieder hier…

Also nichts wie hin. Karten gab es überraschenderweise noch genügend. Erfreulich war schon die professionelle logistische Arbeit im Umfeld: Parkplätze, Ordner, Versorgung, Sicherheit etc., alles äußerst professionell. Nein, das ist mitnichten selbstverständlich! Manch ein Mega – Event hat eine Peripherie, die einfach unwürdig ist. Nicht so diesmal am Kyffhäuser!

Der zweite Eindruck war ebenso erfreulich: Die Bühnen, Licht- und Tontechnik hatte tatsächlich die Ausmaße und die personelle Ausstattung, dass man nicht Angst haben musste: „Dos wärd doch soweso nüscht!“ Die Nordhäuser wissen, wie das gemeint ist…

Nächste Überraschung: Als ich kurz vor Konzertbeginn im Bühnenbereich herumschlenderte, das mache ich immer so, auch bei ganz großen Konzerten, winkte plötzlich jemand von der Bühne herunter. Ich drehte mich um, der konnte ja doch nicht mich meinen. Hat er aber doch!

Es war mein geschätzter Kollege Thorsten Drücker aus Kassel! Einer der begnadetsten und vielseitigsten Gitarristen der Region! Und ein feiner Kerl noch dazu. Er wurde, wie sich bald herausstellen sollte, neben den beiden großartigen Sängerinnen und den beiden nicht minder fantastischen Sängern zur Hauptperson des Abends. Wie gesagt, aus Sicht eines Rockmusikers. Der freilich auch irgendwo aus der Klassik kommt. Wie so mancher wirklich großer Rockmusiker.

Erwähnt sei noch, dass ich im Vorfeld sehr wohl einige Bedenken ob der Zusammenstellung Orchester, Band, Repertoire usw. hatte. Ich nehme es mal gleich vorweg, allen Beteiligten ein Riesenkompliment! Das war eine Leistung von wirklich allen Beteiligten, die ein noch viel, viel größeres und breiteres Publikum verdient hätte!

An dieser Stelle noch ein paar musikalische Betrachtungen. Ich werde mich hier nicht als Kritiker aufspielen - ich heiß ja nicht Mielke - sondern versucht das Konzert als „Kollege aus der Abteilung Rockmusik“ zu reflektieren. Meiner persönlichen Meinung nach war der erste Teil des Konzertes bis zur Pause der spektakulärere. Mit dem krönenden Abschluss „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Freddy Mercury ist stolz auf euch, sein Geist war dabei!

Weitere Höhepunkte waren auf jeden Fall die Interpretationen der Songs von Meat Loaf (toller Satzgesang!!!), Tina Turner (ich weiß von meinen Mädels, wie schwer das zu singen ist), Elvis und eine sensationelle orchestrale Leistung bei „My Immortal“!
Zu „Nothing else matters“ kommt man nicht umhin zu sagen, dass sich hier eine Kombination der beiden Versionen von Lucie Silvas und der Originalversion von Metallica angeboten hätte. Das Gitarrensolo lag förmlich in der Luft! So haben wir das in unserer Ecke per „Luftgitarre“ vollendet“ ;-)

Sehr auffällig war auch, wie viel Spiel- und Sangesfreude die Kollegen aus der Abteilung Klassik und Musical an den Ausflügen in andere Regionen hatten. Der Spaß an der Musik stand ihnen auf Gesicht geschrieben und übertrug sich aufs Publikum. Die Leichtigkeit tat allen Seiten gut!

Ein Extralob gebührt den beiden Herren Lars und Kai Tietje! Es gehört schon eine große Portion Mut und Passion dazu, etwas Derartiges zu inszenieren! Es hat sich gelohnt und weiter so! Das spricht sich herum – auch in unseren Kreisen – und baut Vorurteile ab und Brücken auf.

Sehr gut getan hat auch die unverkennbare gegenseitige Achtung und Anerkennung der musikalischen Leistung der jeweils „anderen“ Seite. Das war beileibe nicht immer so! Daher war der Kommentar des Intendanten auch sehr treffend, als er sinngemäß sagte, „das Musical stellt eine Brücke zwischen Klassik und Rockmusik dar“. Wie wahr, wie wahr! Applaus, Applaus!

So schließt sich der Kreis: Ich freue mich jetzt um so mehr auf die Zusammenarbeit mit dem Theater Nordhausen samt Loh-Orchester Sondershausen. Dar alte Kaiser BARBAROSSA ist nun endgültig aus seinem langen Schlaf im Schoße des Kyffhäusers erwacht!
Doch dazu, wie schon erwähnt, an dieser Stelle in Kürze mehr!
Gerald Michael Fähnrich
Autor: nnz

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