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Mo, 15:43 Uhr
29.08.2011

Über dem Plan

Was macht eine öffentlichen Verwaltung, wenn Sie kaum noch einen Pfennig in der eigenen Kasse hat und dennoch Geld ausgeben muss? Sie tituliert das alles als „überplanmäßige Ausgabe“...

Marode Treppe (Foto: nnz) Marode Treppe (Foto: nnz)
Kostet 16.000 Euro: Die Reparatur der Eingangstreppe

Drei dieser besonderen Ausgaben hatten die Mitglieder des Nordhäuser Kreisausschusses heute zu beschließen. Und das waren beileibe keine Peanuts. Doch zuvor wie immer die Ausgaben, die jenseits der 10.000 Euro angesiedelt sind. Hier sollen 16.000 Euro für die Sanierung der Haupteingangstreppe des historischen Landratsamtes bewilligt werden. Die Arbeiten sind schon in vollem Gange. Eigentlich sollten hier nur lockere Fliesen ausgewechselt werden. Eigentlich: Und so wurde eine größere Baumaßnahme daraus, für die das Geld zusammengekratzt wurde. Und genau dieses Wort „zusammengekratzt“ nervt Winfried Theuerkauf, der wissen will, wo und wie das alles gedeckt ist.

Zusammenkratzen bekommt bei der überplanmäßigen Ausgaben eine neue Bedeutung. 400.000 Euro für die Beschäftigung in der Behindertenwerkstatt der Nordthüringer Lebenshilfe oder die 70.000 Euro, die noch zusätzlich für den dortigen Förderbereich zukommen. Doch der Landrat gab erst einmal Entwarnung und zog die beiden Vorlagen zurück. Es solle noch einmal nachgerechnet werden, wie die Ausgaben gedeckt werden. Und dann ist da noch die Sonderausgabe von 120.000 Euro für die weitere Unterhaltung von Gebäuden. Hier sei fast alles gedeckt. Und man wisse ja nicht was noch komme. So ist in der Begründung zur Beschlussvorlage zu lesen: „Havarien und notwendige Reparaturen werden bis zum Jahresende auch noch anfallen...“ Vielleicht können die Verwalter des Landkreises auch mal die Lottozahlen in der 43. Woche vorhersagen.

Ach ja, da ist auch noch die Diskussion zur künftigen Struktur der Stützpunktfeuerwehren im Landkreis Nordhausen. Landrat Joachim Claus (CDU) repetierte noch einmal den Stand, wie er zur Beratung mit den Bürgermeistern aktuell war (siehe nnz-Archiv). Man haben sich ins Benehmen gesetzt, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Jetzt soll ein Finanzierungs- und Beschaffungskonzept für die künftig notwendige Technik erarbeitet werden. Im Spätherbst soll dieses Konzept als Entwurf dem Kreisausschuss vorgestellt werden.
Autor: nnz

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