Sa, 22:21 Uhr
16.08.2003
Wacker 90 im Zugzwang
Nordhausen (nnz). Am 2. Spieltag in der Fußball-Landesklasse Ost musste heute Nachmittag Wacker 90 Nordhausen beim TSV Bad Blankenburg antreten, während die FSG Salza den FSV Blau Weiß 90 Stadtilm empfing. Über die Begegnungen berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Nach dem wenig berauschenden Saisonstart daheim gegen Ilmenau galt es für Wacker 90 in Bad Blankenburg mindestens einen Punkt zu entführen. Das war das Minimalziel. Die Schützlinge von Trainer Uwe Etzrodt spielten vor 200 Zuschauer nach der Anfangsoffensive der Gastgeber und der daraus resultierenden 1:0-Führung (15. Minute) durch Schulz ordentlich mit. In der 38. Minute konnte ein Blankenburger den Ball im Strafraum nur mit der Hand abwehren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Pistorius sicher zum Ausgleich. In der Folgezeit hatten Puc und Taute noch klare Chancen, die Nordhäuser in Führung zu bringen, vergaben aber die Möglichkeiten (41. und 44.).
Unerklärlicherweise ließen sich die Männer um Kapitän Pistorius in der zweiten Halbzeit das Spiel aus der Hand nehmen und hatten dem Ansturm der Gastgeber nichts mehr entgegen zu setzen. Folgerichtig ging Blankenburg durch Thorz in der 65. Minute erneut in Führung. Marr stellte in der 69. Minute mit seinem Tor den völlig verdienten 3:1-Endstand her. Den Glanzpunkt setzte der Nordhäuser Kapitän, indem er sich in der 80. Minute zu einer Unbeherrschtheit hinreißen ließ und dafür vom Unparteiischen die Rote Karte erhielt. Damit steht Pistorius seiner Mannschaft für die nächsten wichtigen Aufgaben nicht zur Verfügung. Nach der blamablen Vorstellung ist Wacker 90 am kommenden Sonnabend im Albert-Kuntz-Sportpark gegen Salza mächtig in Zugzwang, wenn nicht alle Aufstiegsträume frühzeitig wie Seifenblasen zerplatzen sollen.
Dagegen erwischte die FSG Salza einen Saisonstart nach Maß. Nach dem Auswärtssieg in Schmölln ließen die Männer um Kapitän Enrico Weber auch daheim gegen Stadtilm nichts anbrennen. Etwa 150 Zuschauer sahen eine ansprechende Leistung der Böhm-Truppe, obwohl Stadtilm das erste Achtungszeichen setzte (3.). Die Gastgeber hatten die größeren Spielanteile und auch die besseren Chancen. Während Dausch in der 9. Minute mit einem Knaller von der Strafraumgrenze das Tor noch knapp verfehlte, ließ sich Gottschalk nach einem von Bonnet getretenen Freistoß die Chance nicht entgehen und erzielte die vielumjubelte Führung für Salza (17.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Rieger für den verletzten Weber. Salza starte druckvoll. Schiminitzki traf nach einer Rieger-Flanke mit seinem Direktschuss die Latte (48.). Nur 60 Sekunden später verzog Rieger um Zentimeter. Im Gegenzug traf Heinemann den Pfosten. Das hätte der Ausgleich sein können. Wiederum 60 Sekunden später flankte Rieger auf Schiminitzki, der überlegt zum 2:0 einschloss. Stadtilm gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Bukowski musste in der 60. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Baran aus Nahdistanz abzuwehren. In der 67. Minute stellte Dausch mit seinem Kopfballtor den 3:0-Endstand her. Salza war in allen Belangen die bessere Mannschaft und hat am kommenden Sonnabend beim Ortsderby im Albert-Kuntz-Sportpark (Anstoß 15 Uhr) gute Chancen gegen den angeschlagenen Aufstiegsanwärter, zumal mit Pistorius der derzeit beste Spieler bei Wacker 90 fehlen wird.
Autor: rhNach dem wenig berauschenden Saisonstart daheim gegen Ilmenau galt es für Wacker 90 in Bad Blankenburg mindestens einen Punkt zu entführen. Das war das Minimalziel. Die Schützlinge von Trainer Uwe Etzrodt spielten vor 200 Zuschauer nach der Anfangsoffensive der Gastgeber und der daraus resultierenden 1:0-Führung (15. Minute) durch Schulz ordentlich mit. In der 38. Minute konnte ein Blankenburger den Ball im Strafraum nur mit der Hand abwehren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Pistorius sicher zum Ausgleich. In der Folgezeit hatten Puc und Taute noch klare Chancen, die Nordhäuser in Führung zu bringen, vergaben aber die Möglichkeiten (41. und 44.).
Unerklärlicherweise ließen sich die Männer um Kapitän Pistorius in der zweiten Halbzeit das Spiel aus der Hand nehmen und hatten dem Ansturm der Gastgeber nichts mehr entgegen zu setzen. Folgerichtig ging Blankenburg durch Thorz in der 65. Minute erneut in Führung. Marr stellte in der 69. Minute mit seinem Tor den völlig verdienten 3:1-Endstand her. Den Glanzpunkt setzte der Nordhäuser Kapitän, indem er sich in der 80. Minute zu einer Unbeherrschtheit hinreißen ließ und dafür vom Unparteiischen die Rote Karte erhielt. Damit steht Pistorius seiner Mannschaft für die nächsten wichtigen Aufgaben nicht zur Verfügung. Nach der blamablen Vorstellung ist Wacker 90 am kommenden Sonnabend im Albert-Kuntz-Sportpark gegen Salza mächtig in Zugzwang, wenn nicht alle Aufstiegsträume frühzeitig wie Seifenblasen zerplatzen sollen.
Dagegen erwischte die FSG Salza einen Saisonstart nach Maß. Nach dem Auswärtssieg in Schmölln ließen die Männer um Kapitän Enrico Weber auch daheim gegen Stadtilm nichts anbrennen. Etwa 150 Zuschauer sahen eine ansprechende Leistung der Böhm-Truppe, obwohl Stadtilm das erste Achtungszeichen setzte (3.). Die Gastgeber hatten die größeren Spielanteile und auch die besseren Chancen. Während Dausch in der 9. Minute mit einem Knaller von der Strafraumgrenze das Tor noch knapp verfehlte, ließ sich Gottschalk nach einem von Bonnet getretenen Freistoß die Chance nicht entgehen und erzielte die vielumjubelte Führung für Salza (17.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Rieger für den verletzten Weber. Salza starte druckvoll. Schiminitzki traf nach einer Rieger-Flanke mit seinem Direktschuss die Latte (48.). Nur 60 Sekunden später verzog Rieger um Zentimeter. Im Gegenzug traf Heinemann den Pfosten. Das hätte der Ausgleich sein können. Wiederum 60 Sekunden später flankte Rieger auf Schiminitzki, der überlegt zum 2:0 einschloss. Stadtilm gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Bukowski musste in der 60. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Baran aus Nahdistanz abzuwehren. In der 67. Minute stellte Dausch mit seinem Kopfballtor den 3:0-Endstand her. Salza war in allen Belangen die bessere Mannschaft und hat am kommenden Sonnabend beim Ortsderby im Albert-Kuntz-Sportpark (Anstoß 15 Uhr) gute Chancen gegen den angeschlagenen Aufstiegsanwärter, zumal mit Pistorius der derzeit beste Spieler bei Wacker 90 fehlen wird.


