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Do, 11:20 Uhr
18.08.2011

Begleiten und schlichten

Seit nunmehr einem Jahr gibt es die Bürgerarbeit im Landkreis Nordhausen. Im Modell der Bürgerarbeit entstehen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für drei Jahre. Sie soll Menschen, die wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wieder eine Tür ins Berufsleben öffnen. So auch in Nordhausen. Die nnz mit einem Beispiel...

Projekt gestartet (Foto: nnz) Projekt gestartet (Foto: nnz)

Es entstehen dadurch innovative Stellen, die zusätzliche Angebote ermöglichen, die einer breiten Öffentlichkeit zugute kommen. Bislang sind die wichtigsten Arbeitgeber für Bürgerarbeit die Stadtverwaltung Nordhausen und die Kreisverkehrswacht Nordhausen. „Das Projekt 'Schulbusbegleitung' der Nordhäuser Kreisverkehrswacht zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Schulbussen und Straßenbahnen wird seit fünf Jahren durchgeführt. Auch in diesem Schuljahr werden die Schulbusse wieder begleitet“, führte der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Olaf Salomon aus, der sich für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen bedankte.

Loni Grünwald (LINKE), die zweite Beigeordnete im Landkreis Nordhausen, freute sich, dass dieses neue Projekt über eine längere Zeit gesichert ist. Die Phase von drei Jahren nütze allen Beteiligten, den Schülern, aber auch den Schulbusbegleitern, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) ergänzte, dass die Einhaltung der Förderkriterien nicht immer einzuhalten war. Die Bürgerarbeit sei ein wichtiges Instrument, das auch von der Stadtverwaltung genutzt werden. Im Rathaus sind aktuell 20 Frauen und Männer in der Bürgerarbeit beschäftigt. Nach Jendrickes Erfahrungen seien derartige Projekte auch in Zeiten eines positiv besetzten Arbeitsmarktes notwendig. Insgesamt gibt es für Nordhausen 100 beantragte Stellen, von denen etwa 70 besetzt sind. Bis zum Jahresende sollen die 100 Stellen besetzt sein.

Dieses Projekt der Schulbusbegleiter also widmet sich gezielt den Fragen zum sicheren Verhalten in Schulbussen und Straßenbahnen, sowie dem sicheren Schulweg. Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben, die dieses Projekt begleiten und in dieser neuen Situation auch begrüßen, und der Polizeidirektion Nordhausen wurden wieder zwanzig Schulbusbegleiter zum Verkehrshelfer geschult und auf die Besonderheiten des Schülerverkehrs vorbereitet. „So soll vor allem unseren Jüngsten, die erstmalig Busse oder Straßenbahnen für den Schulweg nutzen, geholfen werden, sich in dem neuen Umfeld zurechtzufinden“, resümiert Salomon.

Und die benehmen sich nicht immer so, wie es ein Kind oder ein Jugendlicher eigentlich sollte. Vandalismus ist an der Tagesordnung in Bussen und Bahnen, geklaute Nothämmer, aufgeschlitzte Sitze und jede Menge Dreck. Vor allem die Linien in die oder in der Goldenen Aue oder nach Rottleberode bilden hier einige der Vandalismus-Schwerpunkte. Mehrheitlich Regelschüler oder Gymnasiasten sind die Absender dieser "Erscheinungen". Auch an den Haltestellen gab es diverse "Vorkommnisse". Dazu gehören das Drangsalieren von Jüngeren oder das Verschmutzen von Wartehäuschen. So schlüpfen die Männer und Frauen auch in die Rolle von Streitschlichtern.

Pünktlich zum Schulbeginn am 22. August werden die zwanzig Schulbusbegleiter an den jeweiligen Schulen in der Stadt und dem Landkreis Nordhausen für drei Jahre eingesetzt.
Autor: nnz

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Kommentare
KEGEV
20.08.2011, 01:46 Uhr
Jugendlichen mehr Verantwortung geben
Im Nachbarlandkreis startet ab Montag die Ausbildung von Jugendlichen als Schulbusbegleiter. Dies wäre auch hier ein ergänzendes Angebot, das die Fahrten in den Bussen sicherer macht.
Weitere Infos unter www.schulbusbegleiter.de.
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