Do, 11:06 Uhr
31.07.2003
Zukunftsweisend?
Nordhausen (nnz). Bürgerversicherung ja oder nein? Das fragt in dieser Woche nicht nur die nnz Ihre Leser. Auch der Nordthüringer DGB hat dazu eine Meinung.
Zur Debatte um die sogenannte Bürgerversicherung sagte der DGB-Regionsvorsitzende, Ulrich Hannemann, am Donnerstag in Nordhausen: Endlich wird die Idee der Bürgerversicherung politisch und gesellschaftlich breit diskutiert. Wir machen uns schon lange stark für eine Erwerbstätigenversicherung, die eine langfristige und solidarische Finanzierungsgrundlage für unser Sozialversicherungssystem bietet. Schließlich gibt es keinen vernünftigen Grund, warum die Sozialversicherung weiterhin allein von Arbeitern und Angestellten und deren Arbeitgebern bis zur Beitragsbemessungsgrenze finanziert werden soll.
Bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht es nach Ansicht des Gewerkschafters mittelfristig um drei Projekte: Um die stufenweise Erweiterung der Versicherungspflicht, die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und die Einbeziehung anderer Einkommensarten.
Dies führt nicht nur zu mehr Beitragsgerechtigkeit, sondern senkt den Beitragssatz spürbar, ohne medizinisch notwendige Leistungen aus der GKV herausnehmen zu müssen. Die aktuell diskutierte Bürgerversicherung führe zu mehr Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Gesundheitswesen. Deshalb seien Strukturreformen dringend notwendig. Das Modell der Erwerbstätigenversicherung bedeutet aber einen großen Schritt in Richtung einer solidarischen und zukunftsweisenden Finanzierung unserer Sozialversicherung, so Hannemann abschließend.
Autor: nnzZur Debatte um die sogenannte Bürgerversicherung sagte der DGB-Regionsvorsitzende, Ulrich Hannemann, am Donnerstag in Nordhausen: Endlich wird die Idee der Bürgerversicherung politisch und gesellschaftlich breit diskutiert. Wir machen uns schon lange stark für eine Erwerbstätigenversicherung, die eine langfristige und solidarische Finanzierungsgrundlage für unser Sozialversicherungssystem bietet. Schließlich gibt es keinen vernünftigen Grund, warum die Sozialversicherung weiterhin allein von Arbeitern und Angestellten und deren Arbeitgebern bis zur Beitragsbemessungsgrenze finanziert werden soll.
Bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht es nach Ansicht des Gewerkschafters mittelfristig um drei Projekte: Um die stufenweise Erweiterung der Versicherungspflicht, die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und die Einbeziehung anderer Einkommensarten.
Dies führt nicht nur zu mehr Beitragsgerechtigkeit, sondern senkt den Beitragssatz spürbar, ohne medizinisch notwendige Leistungen aus der GKV herausnehmen zu müssen. Die aktuell diskutierte Bürgerversicherung führe zu mehr Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Gesundheitswesen. Deshalb seien Strukturreformen dringend notwendig. Das Modell der Erwerbstätigenversicherung bedeutet aber einen großen Schritt in Richtung einer solidarischen und zukunftsweisenden Finanzierung unserer Sozialversicherung, so Hannemann abschließend.


