Mi, 11:00 Uhr
30.07.2003
Radeln für die Natur
Nordhausen (nnz). Rund 80 angemeldete Radler aus Deutschland starteten heute in Nordhausen zur diesjährigen Tour de Natur. Und da wurden natürlich auch Reden geredet, Musik gespielt und für eine intelligente Verkehrspolitik plädiert. Und übrigens: Geradelt wurde auch...
Die diesjährige 13. Tour de Natur rollt ab heute also wieder viele Kilometer durchs Land, um für eine nachhaltige Verkehrspolitik und Lebensweise zu demonstrieren. 80 angemeldete Radler machten auch dem Schirmherren der Tour, Klaus, dem Geiger Mut. Er forderte singend zum radelnden Protest gegen den Wahnsinn des Autobahnbaus auf. Auch die Nordhäuser Politik hatte sich auf dem Platz vor dem Rathaus eingefunden. Gisela Hartman von den Bündnisgrünen, Loni Grünwald (PDS) vom Landratsamt und der derzeit in Nordhausen regierende Beigeordnete Dr. Klaus Gebhardt.Ein Profi-Radler mahnte in seinen Worten dann an, dass man eigentlich mehr mit der Bahn oder dem Rad sich bewegen sollte, dem eigenen Körper und der Natur zuliebe. In den nächsten Tagen erhalten die Radfahrer dann prominente Unterstützung. Nicht in Thüringen, sondern in Hessen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin wird höchstpersönlich mitradeln, um damit den Bau der Autobahn 44 zu verhindern, wie ein Sprecher heute stolz kundtat.
Überhaupt scheinen die Radler gegen jeglichen Autobahnbau zu sein. In den zurückliegenden Jahren waren die A 71 in Thüringen oder auch die A 38 (vorwiegend in Niedersachsen) beliebte Ausflugsziele. Auch hier sollten verhindert werden. In elf Etappen soll nun das Land durchfahren werden. Heute geht es nach Duderstadt, in Würzburg will man am 9. August ankommen.

